BfB: Maßlosen Flächenverbrauch korrigieren.

Bensheim. Die Fraktion der Wählergemeinschaft Bürgerinnenn und Bürger für
Bensheim (BfB) kommt am Dienstag, 17. März 2026, zu ihrer nächsten
Fraktionssitzung zusammen. Die Sitzung beginnt um 18.00 Uhr. Im Mittelpunkt
der Beratungen stehen die Wahlergebnisse für die Stadtverordnetenversammlung
sowie die Ort6sbeiräte. Die Fraktion wird die Ergebnisse analysieren und
erste Schlussfolgerungen für die weitere politische Arbeit ziehen,
informiert Stadtrat Andreas Born (BfB).

„Wir hoffen, dass das Wahlergebnis Spielraum für einen Nachtragshaushalt
2026 ermöglicht um die Grundsteuer B deutlich unter die bereits
beschlossenen 1000 Punkte Hebesatz abzusenken. Das ist unser Ziel, fasst
Harald Polotzek (BfB) zusammen. Dazu müssen einige Änderungs-Anträge der
BfB-Fraktion beschlossen werden. 

„Bensheims Vereine brauchen mehr Tagungsmöglichkeiten zu erschwinglichen
Preisen. Da wollen wir etwas ändern. Die Clubräume im Bürgerhaus müssen
bezahlbar gebucht werden können. Das ist unser Ziel nach der Kommunalwahl“,
informiert Stefan Beckmann (BfB). 

Eine weitere Möglichkeit als Tagungsort für Vereine sieht
BfB-Stadtverordneter Franz Apfel in der Nutzung der leerstehenden Räume in
dem Mehrfamilienhaus Ecke Wormser Straße/Moselstraße. 

„Wir werden keinen Windkraftanlagen in den Flora-Fauna-Habitaten zustimmen.
Die Standorte oberhalb von Gronau – alte intakte Buchenwälder – und oberhalb
von Hochstädten sind für uns Tabu, darauf macht Marion Machalowski
aufmerksam. Wir unterscheiden uns hierbei klar von den Grünen. 

Wir setzen uns für Photovoltaik-Anlagen mit Speichern auf Dächer und bereits
genutzten Flächen wie Parkplätzen ein. Das GGEW ist hier beispielgebend
vorangegangen. Die Nutzung von immer mehr landwirtschaftlichen Flächen für
Photovoltaik-Anlagen lehnen wir ab, stellt Annette Hennemann (BfB) klar. 

Der geplante Flächenverbrauch der Koalitionäre in Bensheim ist maßlos. „Wir
hoffen, dass Mandat zu bekommen um Bensheim-Süd ( bis zu den Kleingärten ),
die Zeilbäume bis nach Zwingenberg und Stubenwald 3 verhindern zu können,
erklären die BfB-Stadtverordneten Barbara Ottofrickenstein-Ripper und Dr.
Ulrike Vogt-Saggau.

BfB fordert Nahversorger für die Innenstadt

Bensheim. Im Mittelpunkt der nächsten Fraktionssitzung der BfB-Fraktion
stehen die Themen Innenstadt und Pflegeeinrichtungen in Bensheim. Für die
Innenstadt wäre es wichtig einen Nahversorger zu bekommen. Dafür setzen wir
uns seit Jahren ein. Wir hoffen, nach der Kommunalwahl bessere
Voraussetzungen dafür zu bekommen. Der lehrstehende DM-Laden in der oberen
Fußgängerzone wäre ein idealer Standtort dafür, meint BfB-Sprecherin Yvonne
Dankwerth.

Das alte Hospital steht seit vielen Jahren leer. Der Standort wäre ideal für
ein Wohnprojekt mit den Schwerpunkten bezahlbares Wohnen,
Gemeinwohlorientiert, mehr-Generationen, Wohnen im Alter, meint
BfB-Stadtverordneter Franz Apfel. 

Bis heute ist das Hoffart-Gelände mit Auflagen nicht verkauft. Die
CDU-geführte Koalition und ihre Baudezernentin haben unsere Vorschläge dazu
blockiert. Dort könnte längst ein Wohngebäude mit einem Teil Sozialwohnungen
stehen, meint hierzu Stadtrat Andreas Born (BfB). 

Baumpflanzungen auf der erhöhten Terrasse des Marktplatzes würden Schatten
spenden und aus einem sommerlichen Hitzehotspot eine lauschige Stadtoase in
Bensheims Mitte zaubern. Mit überschaubaren Mitteln und Fördergeldern vom
Bund wäre mit dieser Maßnahme der Marktplatz aufgewertet und der aktuelle
Stillstand in Bensheims Mitte  kreativ überwunden, ist Annette Hennemann
überzeugt.

Durch die vorübergehende Schließung der Seniorenresidenz Fürstenlager wurde
deutlich, dass in diesem Bereich eine Versorgungslücke in Bensheim besteht.
Wir begrüßen, dass das SC Seniorencentrum GmbH einen Versorgungsvertrag für
die Seniorenresidenz Fürstenlager erhalten hat und neue Bewohnerinnen und
Bewohner aufgenommen hat. Dadurch schließt sich wieder eine Lücke, die sich
mit der Schließung der Seniorenresidenz Fürstenlager aufgetan hatte, meint
dazu Marion Machalowski.

Durch diese Situation ist deutlich geworden, dass es in Bensheim ein Defizit
an Pflegeplätzen und betreutem Wohnen gibt. Die beschlossenen Pläne zur
Erweiterung des AWO-Sozialzentrums sind mittlerweile hinfällig geworden.
Auch für die Senioren-Residenz Villa Medici gibt es derzeit keine
Erweiterungspläne. Unser Ziel sollte deshalb sein eine bestehende
Senioren-Residenz zu erweitern um den steigenden Bedarf besser abzudecken,
findet Stefan Beckmann (BfB). 

Auch die Plätze im betreuten Wohnen sind in Bensheim ausgebucht. Die Stadt
sollte deshalb aktiv auf Investoren und Betreiber zugehen um hier bereits
bestehenden Bedarf und in Zukunft zusätzlichen Bedarf abdecken zu können,
findet Harald Polotzek (BfB).

Am Samstag, den 7. März 2026 findet der nächste Informationsstand der Wählergemeinschaft Bürgerinnen und Bürger für Bensheim (BfB) statt.

Bensheim. Am Samstag, den 7. März 2026 findet der nächste Informationsstand der Wählergemeinschaft Bürgerinnen und Bürger für Bensheim (BfB) statt. Von 10.00 Uhr bis ca. 13.00 Uhr ist die BfB in der Fußgängerzone an der Mittelbrücke gegenüber Kaufhaus Ganz erreichbar. Wir stehen für Gespräche zu den Themen Flächenverbrauch in Bensheim, Haushaltspolitik mit Senkung der Grundsteuer B und Sozialer Wohnungsbau ohne Flächenverbrauch gerne zur Verfügung“, heißt es in der BfB-Mitteilung.

2. Info-Stand der BfB an der Mittelbrücke

Bensheim. Am kommenden Samstag ( 28. Februar 2026 ) findet der 2.
Informationsstand der Bürgerinnen und Bürger für Bensheim ( BfB) zur
Kommunalwahl von 10.00 Uhr bis ca. 13.00 Uhr an der Mittelbrücke gegenüber
dem Kaufhaus Ganz statt. Wir bedanken uns für die vielen Bürger und
Bürgerinnen, die bereits das Gespräch mit uns gesucht haben. Danke auch für
die vielen Anregungen, die wir in die Agenda unserer nächsten Sitzungen
aufnehmen und bearbeiten werden., heißt es in der BfB-Mitteilung. Wir werden
Sie weiterhin über die Schwerpunkte der BfB zur Kommunalwahl informieren:
Flächenverbrauch stoppen, Grundsteuer B reduzieren Wohnungen und
Sozialwohnungen auf bereits bebauten Flächen wie beispielweise altes
Sanner-Firmengelände, Gelände der ehemaligen Thermoplastik und am ehemaligen
Meerbachsportplatz. 

BfB lehnt Stubenwald III entschieden ab !

Bensheim. Die nächste Fraktionssitzung der Wählergemeinschaft Bürgerinnen
und Bürger für Bensheim (BfB) findet am Dienstag, den 3. März 2026 um 18.00
Uhr statt. Im Mittelpunkt der Sitzung stehen die inhaltliche Vorbereitung
weiterer Informationsstände der BfB und das weitere Vorgehen gegen den
Verbrauch von landwirtschaftlichen Nutzflächen und Grünflächen. Wir stehen
für den Erhalt von landwirtschaftlichen Flächen, Grünflächen und
Kleingärten, betont Stefan Beckmann (BfB). 

Das geplante neue Gewerbegebiet Stubenwald 3 ( 21 ha) zusammen mit der Stadt
Lorsch lehnen wir entschieden ab. Wir stehen dabei an der Seite der
Naturschutzverbände BUND und NABU. Sollte die neugewählte
Stadtverordnetenversammlung die Möglichkeit geben diese Planungen zu
verhindern werden wir nach Mehrheiten suchen um diese wertvolle Böden,
Ackerflächen und Feldgehölze zu erhalten, macht Annette Hennemann (BfB)
deutlich. 

Als weiteres wichtiges Thema wird über die Reduzierung der Grundsteuer B
gesprochen. Unsere Änderungs-Anträge mit Sparpotential wurden abgelehnt. So
wurde die Möglichkeit vergeben, die Grundsteuer B von 1000 Punkten auf 900
Punkte zu senken. Wir sind gespannt ob es nach der Kommunalwahl andere
Mehrheitsverhältnisse gibt um unsere Ziele umsetzen zu können. Schritt für
Schritt – im Rahmen des Möglichen – wollen wir zurück zur Grundsteuer B vor
der Erhöhung, informiert Harald Polotzek (BfB). 

Wir wollen mehr Grün in der Stadt, mehr Blumenwiesen, mehr Kleingärten und
den Erhalt der Lebensqualität der hier lebenden Menschen. Windkraftanlagen
in Flora-Fauna Habitate (FFH-Gebiete) wie oberhalb von Gronau in den alten
Buchenwäldern und oberhalb von Hochstädten lehnen wir entschieden ab. Hier
unterscheiden wir uns klar von den Grünen, darauf weist Marion Machalowski
hin.

STVV 19.2.26 „B-Plan und Flächennutzungsplan-Änderung zur Wasserhölle“, B. Ottofrickenstein-Ripper

Sehr geehrter Herr Moritz, liebe Kolleginnen und  Kollegen, liebe Gäste,

Das genannte Baugrundstück liegt im Außenbereich, ist eine unbebaute
Wiesenfläche von 5638 qm, die wir aufgrund von Klimaveränderungen, Erwärmung
und Hochwassergefahren dringend als grüne freie Fläche benötigen. 

Nicht alles freie Gelände darf versiegelt und bebaut werden, wir brauchen
auch Brachflächen, wie bereits von meiner Vorrednerin Frau Rinke
dargestellt.

Der Bau von 51 Wohneinheiten, wenn auch als sozialer Wohnungsbau geplant,
bedeutet 3840qm Bebauung, dazu kämen 51 PKW-Stellplätze, 102
Fahrradabstellplätze.

Diese Fläche darf aus unserer Sicht nicht versiegelt und verbaut werden.

Wir lehnen das Bauvorhaben deshalb ab. Als Alternative ist das
Thermoplastgelände zu prüfen, eine bereits versiegelte Fläche.

Vielen Dank!

Kommunalwahl am 15. März: Bensheim braucht Ihre Stimme.

Am 15. März entscheiden Sie, die Bürgerinnen und Bürger, über die Zukunft unserer Stadt. Schon jetzt ist die Stimmabgabe im Bürgerbüro in der Alten Faktorei (Hauptstraße 39) möglich – unkompliziert, ohne Termin und zu den gewohnten Öffnungszeiten. Wer möchte, kann auch bequem per Briefwahl abstimmen.

Unser Appell: Demokratie lebt vom Mitmachen. Jede Stimme zählt. Nutzen Sie Ihr Wahlrecht und setzen Sie ein Zeichen für ein lebendiges, solidarisches und zukunftsfähiges Bensheim. Gehen Sie wählen – für unsere Stadt, für unsere Gemeinschaft, ihre Bürgerinnen und Bürger für Bensheim!

Bild BfB, von links nach rechts, Stefan Beckmann, Barbara Ottofrickenstein-Ripper, Andreas Born, Marion Machalowski

Bürgerinnen und Bürger für Bensheim: landwirtschaftliche Nutzflächen undGrünflächen erhalten – Lebensqualität sichern

Bensheim. Zu ihrer nächsten Fraktionssitzung trifft sich die
Stadtverordnetenfraktion der Wählergemeinschaft Bürgerinnen und Bürger für
Bensheim (BfB) am Dienstag, den 24. Februar 2026 um 18.00 Uhr. 

„Wir begrüßen den Kauf und die Sanierungsabsichten für das denkmalgeschützte
ehemalige Schuhhaus Weikert am Marktplatz 3. Der neue Eigentümer will dort
ein Bistro und eine Weinbar integrieren. Das würde den Markplatz beleben.
Wir wünschen dem Investor viel Erfolg, fasst BfB-Sprecherin Yvonne Dankwerth
die Meinung der BfB zu dem Vorhaben zusammen.

Gegen Ende des Jahres kommen 97 Sozialwohnungen auf dem Meerbachsportplatz
hinzu. Wir setzen uns für weitere Sozialwohnungen auf dem alten
Sanner-Gelände in Auerbach ein und im Bereich der Thermoplastik. Alle
Gelände sind bereits genutzt. Dafür muß keine landwirtschaftliche Fläche
verbraucht werden, darauf weist BfB-Stadtverordnete Barbara
Ottofrickenstein-Ripper hin. 

Die Koalition aus CDU, SPD und FDP plant immer mehr Flächen für die
Wohnbebauung und Gewerbeflächen. Dabei hat Bensheim bereits jetzt die mit
Abstand meisten Gewerbeflächen im Kreis Bergstraße. Das geht alles auf
Kosten der Lebensqualität der hier wohnenden Menschen. Immer mehr
landwirtschaftliche Flächen und Grünflächen gehen verloren. Dass wollen wir
verhindern, macht Andreas Born für die BfB deutlich.

Diese Koalition will Bensheim Süd bis zu den Kleingartenanlage bebauen, 21
ha gewerbeflächen im Bereich Stubenwald 3 zusammen mit Lorsch bebauen, die
Wohnbebauung In den Zeilbäumen Richtung Zwingenberg erweitern und an vielen
weiteren Stellen weitere Bebauung vorsehen. Wir stehen für den Erhalt der
landwirtschaftlichen Nutzflächen, der Naherholungsgebiete und der
Lebensqualität unserer Bürgerinnen und Bürger, darauf weist
BfB-Stadtverordnete Dr. Ulrike Vogt-Saggau hin.

19.2.2026 STVV „Interkommunales Gewerbegebiet mit der Stadt Lorsch“, Dr. U. Vogt-Saggau

Frau Stadtverordnetenvorsteherin,                                  

meine Damen und Herren, sehr geehrte Gäste

wie wird sich Bensheim in den nächsten 20 Jahren entwickeln?

Bereits die Offenlage des Regionalplans Südhessen hat darauf eine klare Antwort gegeben:

  • Es soll gebaut werden. Bensheim soll wachsen.

Doch wir müssen uns fragen: Um welchen Preis?

Heute stimmen wir über ein weiteres Gewerbegebiet ab – offiziell trägt es den Namen „Interkommunales Gewerbegebiet mit der Stadt Lorsch“.

Interkommunale Zusammenarbeit klingt zunächst positiv. Doch faktisch handelt es sich um Stubenwald III.

Geplant ist die Versiegelung von rund 21 Hektar Fläche – 11 Hektar auf Bensheimer, 10 Hektar auf Lorscher Gemarkung.

Das bedeutet: 21 Hektar Boden, die dauerhaft unter Asphalt, Beton und Hallen verschwinden sollen.

  • Die BfB sagt nein zu Stubenwald III !

Warum?

Diese zu bebauenden Flächen sind keine Schotterflächen, sondern wertvoller Boden. Es sind Vorranggebiete:

  • für Boden, Wasser, Klima, Luftqualität und Landwirtschaft.

Diese Bebauung zerstört unsere natürlichen Lebensgrundlagen!

Boden ist nicht vermehrbar. Ist er einmal versiegelt, ist er für die folgende Generationen verloren.

Mit der Versiegelung dieser Fläche verlieren wir:

  • fruchtbaren Boden zur Lebensmittelproduktion,
  • Flächen zur Grundwasserneubildung, Hochwasserschutz etc.
  • Es betrifft Kaltluftentstehungsgebiete für ein gesundes Stadtklima – unsere natürlichen Puffer gegen Hitze, Starkregen und Dürre.
  • Das Gebiet liegt im Regionalen Grünzug und innerhalb der Altneckarschlingen und damit werden wichtige Lebensräume für Tiere und Pflanzen für immer zerstört.
  • Und nicht zu vergessen: dieses Gebiet ist eines der letzten großen Naherholungsgebiete für die Bensheimer Bürgerinnen und Bürger!

Es gibt noch keine Informationen zu den Ausgleichsmaßnahmen. Doch selbst Ausgleich kann diesen verlorenen Boden nicht zurückbringen. Versiegelter Boden bleibt versiegelt.

Warum wurde eine Klimaanalysekarte mit finanziellem Aufwand erstellt, wenn wir ihre Erkenntnisse bei konkreten Entscheidungen nicht berücksichtigen – weil sie nicht in den Bebauungsplan passen?

Besonders dramatisch sehen wir in der BfB den Verlust landwirtschaftlicher Flächen.

Die betroffene Fläche wird derzeit überwiegend landwirtschaftlich genutzt: als Ackerland und Grünland. Das bedeutet, dass 21 Hektar landwirtschaftliche Nutzfläche verloren gehen.

Nicht zu vergessen:

Bereits durch die Gewerbegebiete Stubenwald I und II sind rund 18 Hektar landwirtschaftlicher Flächen verloren gegangen. Zusammen sprechen wir also von fast 40 Hektar.

  • 40 Hektar Boden, auf denen Lebensmittel produziert werden oder in Zukunft produziert werden könnten.

Ist das zu verantworten – besonders auch im Hinblick auf die zukünftigen Generationen?

Lebensmittel sind „Mittel zum Leben“. Wie der Name sagt: wir können ohne Lebensmittel nicht leben!

Landwirtschaftliche Flächen sichern unsere Ernährung.

Deutschland kann seine Bevölkerung schon heute nicht mehr vollständig aus eigener Produktion versorgen. Der Selbstversorgungsgrad liegt bei Gemüse bei etwa 40 Prozent, bei Obst sogar nur bei rund 20 Prozent, bei Getreide erreichen wir nur knapp eine ausgeglichene Bilanz.

Mit jedem weiteren Hektar, der verloren geht, geraten wir weiter in die roten Zahlen.

  • Wir verlieren unsere regionale Versorgung mit Lebensmitteln und geraten weiter in Abhängigkeit – und:  
  • Wir gefährden die Existenzgrundlage unserer Landwirte!

An dieser Stelle möchte ich allen Landwirten danken, dass sie trotz dieser widrigen Umstände weiter für uns Lebensmittel anbauen!

Neue Gewerbegebiete garantieren zeitnah keine sprudelnden Gewerbesteuereinnahmen.

  • Unternehmen zahlen häufig erst nach Jahren nennenswerte Steuern.
  • Die Infrastrukturkosten hingegen entstehen sofort – Straßenbau, Entwässerung oder auch der Bau neuer Kitas etc.

Und das bei knappen Kassen in Bensheim!

Schon 2021 wurde der enorme Flächenverbrauch im Bereich Stubenwald kritisiert. Damals wurde von Naturschutzverbänden klar formuliert:

„Lorsch wächst mit Bensheim zusammen. Wo bleibt der Raum für die Menschen und die Natur?“

Diese Frage ist heute aktueller denn je.

Wirtschaftliche Entwicklung ist wichtig – aber sie darf nicht auf Kosten unserer natürlichen Lebensgrundlagen erfolgen.

Wenn wir Boden, Wasser und Stadtklima dauerhaft schädigen, sägen wir an dem Ast, auf dem wir sitzen und das ist unverantwortlich für zukünftige Generationen.

Vielen Dank.

19.2.26 STVV Haushalt 2026, Franz Apfel

Franz Apfel, BfB-Fraktion, es gilt das gesprochene Wort;                 19.02.2026 

Frau Stadtverordnetenvorsteherin Christine Deppert,

meine Damen und Herren, liebe Gäste,

als erstes bedanken wir uns bei erstem Stadtrat Frank Daum für die zügige 

Beantwortung unserer Fragen zum Haushaltsentwurf 2026.

Der Haushalt der Stadt Bensheim schließt mit einem Defizit im ordentlichen 

Ergebnis von 15.490.171,- Euro ab. Im Finanzergebnis haben wir einen 

Zahlungsmittelbedarf in Höhe von 25.572.096,- Euro. 

Das ist auf der einen Seite völlig unbefriedigend und auf der anderen Seite ein 

kleiner Lichtblick. 2025 beschlossen wir den HH 2025 mit einem Defizit 

im ordentlichen Ergebnis von immerhin 25,5 Millionen Euro. 

Wir sehen hier vor allem auch Verbesserungen bei der Gewerbesteuer. 

Positiv sehen wir ebenfalls, dass wir mehr Darlehen zurückzahlen als wir 

aufnehmen. 

Meine Damen und Herren,

die KOA aus CDU, SPD und FDP hat keinen einzigen Ä-Antrag zum HH-Entwurf 

2026 gestellt. Das dürfte einmalig in der Geschichte der STVV sein. So 

inhaltlich schwach war die CDU noch nie. 

Apropos Koalition. Kennen sie eine Koalition, die sich dauernd in ihrer 

Zusammenarbeit lobt und dann ein Koalitionspartner die wichtigste 

Entscheidung, den HH 2026, nicht mitträgt? Das kenne ich nicht und ich bin 

jetzt sage und schreibe 41 Jahre in der Kommunalpolitik. Gemeint ist die FDP, 

die kurz vor der Kommunalwahl aussteigt und nicht mit der Erhöhung der 

Grundsteuer B in Verbindung gebracht werden will. Die FDP setzt dabei 

darauf, dass die Wählerinnen und Wähler vergessen haben, dass die FDP 

die Grundsteuer B 2022 deutlich angehoben hat. Da gab es keine 

Gewerbesteuerrückzahlungen in zweistelliger Millionenhöhe. Das war ein 

halbes Jahr nach der Koalitionsvereinbarung von CDU, SPD und FDP. Das 

sollte niemand vergessen. 

Positiv sehen wir als BfB die Jahresabschlüsse 2024 und 2025 die sehr 

deutliche Verbesserungen in Bezug auf die beschlossenen Haushalte 

aufzeigen. Einmal 8,5 Mio Euro besser und dann 2024 ein deutlich 

zweistelliger Millionenbetrag besser als der Haushaltsbeschluss.

Meine Damen und Herren,

wir hätten heute die Chance die Grundsteuer B als wichtiges Signal an die 

Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt zu senken. Die Änderungs-Anträge der 

Fraktion Bürgerinnen und Bürger für Bensheim zeigen diese Möglichkeit auf. 

Die 1000 Punkte Grundsteuer B trifft Eigentümer, Mieterinnen und Mieter 

und Unternehmen gleichermaßen. Diese Grundsteuer B sorgt dafür, dass die 

ohnehin hohen Miet- und Mietnebenkosten an der Bergstraße weiter steigen. 

Das kann nicht in unserem Interesse sein. Aber diese Koalition verhindert 

heute das Abschmelzen. 

Meine Damen und Herren,

ich gehe jetzt nochmal auf sechs Änderungs-Anträge der BfB-Fraktion konkret 

ein. 

Die BfB beantragt die Personalaufwendungen im Jahr 2026 um 1,5 Millionen 

Euro zu reduzieren. Um dieses Ziel zu erreichen wird eine Stellenbesetzungs-

sperre für 6 Monate festgesetzt. Dazu soll es Ausnahmen geben, die durch 

den Magistrat festgesetzt werden. Im Haushaltssicherungskonzept werden 

jeweils 1,5 Millionen Euro Personalaufwendungen für die Jahre 2027 und 

folgende reduziert.“

Die Begründung dazu: 

Die Verwaltung hat im Jahr 2024 eine Million Euro durch verspätete 

Besetzungszeiten, Wegfall von Lohnfortzahlung im Krankheitsfall (Übernahme 

durch Krankenkasse) etc. eingespart. 

In früheren Jahren wurden Stellenbesetzungssperren (mit Ausnahmen) 

erfolgreich angewandt. In diesen Jahren war die finanzielle Situation bei 

weitem nicht so katastrophal. Das ist also ein gangbarer Weg. 

Die BfB beantragt weiterhin Die Aufwendungen für Sach- und 

Dienstleistungen werden im Jahr 2026 um 1,5 Millionen Euro reduziert. Im 

Haushaltssicherungskonzept werden jeweils 2,5 Millionen Euro 

Aufwendungen für Sach- und Dienstleistungen für die Jahre 2027 und 

folgende reduziert.

Wir stellen folgenden Antrag: Die Gewerbesteuer wird um 10 Punkte auf 400 

Punkte erhöht. Das sind nur 10 Punkte, die uns aber helfen werden die 

Grundsteuer B zu reduzieren. Ein Hebesatz bei der Gewerbesteuer von bis zu 

400 Punkten belastet Einzelunternehmer und Personengesellschaften nicht. 

Die Kommunalberatung hat uns extra auf diesen Umstand hingewiesen. Ab 

2027 sind ohnehin 400 Punkte Gewerbesteuer vorgesehen. 

Die BfB-Fraktion beantragt weiterhin: Die Stadtverordnetenversammlung der 

Stadt Bensheim fordert die oberste Kommunalaufsicht in Hessen auf, den 

Konsolidierungszeitraum für die Bensheimer Finanzsituation auf 10 Jahre 

festzulegen. Durch eine Verlängerung des Konsolidierungszeitraumes für die 

Lösung der Bensheimer Finanzsituation könnte die Sanierung der Bensheimer 

Finanzen sehr viel sozialverträglicher stattfinden und die Grundsteuer B 

könnte zügiger reduziert werden.  

Wir beantragen ferner den Realisierungswettbewerb Marktplatz der Zukunft 

in Höhe von 200.000 Euro bis auf weiteres zu streichen. Die finanzielle 

Situation der Stadt Bensheim lässt auf absehbare Zeit keine Umsetzung des 

Realisierungswettbewerbes zu. Aus diesem Grunde soll der 

Realisierungswettbewerb im Haushalt 2026 gestrichen werden. 

Dem nachgereichten Ä-Antrag der FDP-Fraktion werden wir zustimmen. Er 

geht in eine ähnliche Richtung wie unsere Ä-Anträge. 

Mit unseren Ä-Anträgen zeigen wir realistische Sparvorschläge auf die dafür 

sorgen, dass wir die Grundsteuer B 2026 von 1000 Punkten auf 900 Punkte 

absenken können. Und das beantragen wir heute. Wir sehen Spielraum für 

die Senkung der Grundsteuer B als wichtiges Signal an unsere Bürgerschaft. 

Wir wollen sparen und wir können sparen und wir wollen zurück auf den 

Grundsteuer B Satz vor der Erhöhung. Natürlich geht das nur Schritt für 

Schritt aber den ersten Schritt könnten wir heute tun.

Meine Damen und Herren,

im Haushaltssicherungskonzept für die nächsten Jahre steht kein einziger 

Verkauf von Grundstücken und Gebäuden drin, wie beispielweise 

Rodensteinstraße 8 oder das Hoffart-Gelände. Das ist unbefriedigend. 

Stattdessen stehen dort die Anhebung der Grundsteuer B ab 2027 auf sage 

und schreibe 1660 Punkte. Das lehnen wir ab. 

Meine Damen und Herren,

wir werden heute den Haushaltsentwurf, den Stellenplan und das HH-

Sicherungskonzept ablehnen.

Zwei Gründe sind dafür verantwortlich. Zum einen die Ablehnung unserer 

Änderungs-Anträge, die es ermöglicht hätten in die Senkung der Grundsteuer 

B einzusteigen. 

Der zweite Grund ist: wir unterstützen ihre Politik des maßlosen 

Flächenverbrauchs nicht. Das ist ebenfalls ein ganz wichtiger Punkt !

Ihre Bilanz nach 5 Jahren: es sind fünf verlorene Jahre für Bensheim ! Schauen 

Sie in ihren Koalitionsvertrag was Sie tatsächlich umgesetzt haben. 5 

verlorene Jahre ! Und: Sie haben die Stellschrauben beschloßen für einen 

maßlosen Flächenverbrauch. Nur die Wählerinnen und Wähler können Ihnen 

Einhalt gebieten und dafür setzen wir uns als Bürgerinnen und Bürger für 

Bensheim ein.