BfB setzt sich für die Reduzierung der Grundsteuer B ein

Die BfB – Bürgerinnen und Bürger für Bensheim sieht in der deutlich besseren Entwicklung der städtischen Finanzen Anlass, die Belastung der Bürgerinnen und Bürger durch die Grundsteuer B erneut auf den Prüfstand zu stellen.

Der Blick auf das Haushaltsjahr 2025 zeigt eine erhebliche Verbesserung gegenüber der ursprünglichen Planung. Beim ordentlichen Ergebnis war zunächst mit einem Defizit von rund 25,5 Millionen Euro gerechnet worden. Tatsächlich liegt das Minus bei rund 9 Millionen Euro. Auch das Gesamtergebnis hat sich deutlich besser entwickelt als geplant. Einen wesentlichen Anteil daran haben die Gewerbesteuereinnahmen: Statt der angesetzten 19,6 Millionen Eurowurden rund 28,1 Millionen Euro erreicht.

„Das sind zunächst einmal erfreuliche Zahlen“, erklärt Stefan Beckmann, Fraktionsvorsitzender der BfB. „Sie zeigen aber auch, wie wichtig es ist, Haushaltsansätze und tatsächliche Entwicklungen regelmäßig miteinander zu vergleichen. Gleichzeitig müssen wir genau unterscheiden, welche Verbesserungen dauerhaft sind und welche beispielsweise aus Nachzahlungen für vergangene Jahre stammen.“

Für die BfB bedeutet die günstigere Entwicklung deshalb nicht, dass alle finanziellen Probleme der Stadt gelöst sind. Dennoch müsse auch die Frage gestellt werden, wann ein Teil der Verbesserungen wieder bei den Bürgerinnen und Bürgern ankommen könne.

Franz Apfel erinnert in diesem Zusammenhang daran, dass die Grundsteuer B in den vergangenen Jahren deutlich angehoben worden ist. „Wenn sich die finanzielle Entwicklung weiter stabilisiert, muss auch eine Entlastung der Bürgerinnen und Bürger wieder auf die Tagesordnung“, so Apfel.

Die BfB möchte dabei bewusst nicht vorgreifen. Der kommende Haushaltsentwurf wird zeigen, welche finanziellen Spielräume tatsächlich bestehen und wie sich Einnahmen, Ausgaben und notwendige Investitionen entwickeln. Die Fraktion will die Zahlen nach Vorlage des Entwurfs gründlich auswerten.

„Die deutlich günstigere Entwicklung eröffnet aus unserer Sicht die Möglichkeit, eine Senkung der Grundsteuer B ab dem 1. Januar 2027 ernsthaft zu prüfen“, so Beckmann. Entscheidend sei, dass eine solche Entlastung finanziell tragfähig sei und nicht kurze Zeit später durch neue Belastungen wieder zurückgenommen werden müsse.

Ein weiteres Thema der BfB-Fraktion war die Entwicklung des Geländes des ehemaligenBundeswehrdepots. Eine Antwort auf eine Anfrage der BfB dazu wurde ausgewertet. Die ehemals vorgesehene Kindertagesstätte auf diesem Gelände wird nicht mehr benötigt.

„Für uns ist wichtig, dass neben Sozialwohnungen die früher durch eine Vereinbarung vorgesehene rund 2.000 Quadratmeter große Grünfläche für diesen Bereich dort so umgesetzt wird, wie dies beschlossen wurde“, stellt BfB-Stadtverordnete Marion Machalowski fest.

Die BfB will sowohl die Entwicklung der städtischen Finanzen als auch die offenen Fragen bei größeren Stadtentwicklungsprojekten weiter aufmerksam begleiten. Entscheidend sei, Zusagen und Planungen nicht nur zu beschließen, sondern ihre Umsetzung anschließend auch konsequent zu verfolgen.

BfB nutzt Zeit für Nacharbeit und Bürgergespräche

Die BfB – Bürgerinnen und Bürger für Bensheim trifft sich am Dienstag, 6. Oktober, um 18 Uhr zu ihrer nächsten turnusmäßigen Fraktionssitzung in der Kleingartenanlage Schloßblick.

Nach der umfangreichen Sitzungsrunde im September ist die nächste Stadtverordnetenversammlung noch einige Wochen entfernt. Für die BfB bedeutet das jedoch keine politische Pause. Die Fraktion nutzt die Zeit, um Antworten auf ihre Anfragen auszuwerten, offene Punkte weiterzuverfolgen und Gespräche mit Bürgerinnen und Bürgern zu führen.

„Wir haben nach der letzten Sitzungsrunde unseren Arbeitsplan festgelegt. Jetzt geht es darum, die einzelnen Themen in Ruhe abzuarbeiten und zu schauen, wo tatsächlich weiterer Handlungsbedarf besteht“, erklärt Stefan Beckmann, Fraktionsvorsitzender der BfB.

Dabei sollen auch Rückmeldungen aus der Bürgerschaft stärker einfließen. Immer wieder erreichen die Fraktion Hinweise und Fragen zu ganz unterschiedlichen Bereichen – von Entwicklungen in den Stadtteilen über Verkehr und Stadtgrün bis hin zu sozialen und finanziellen Themen.

Für die BfB gehört es zur politischen Arbeit, nicht auf jede Frage sofort mit einem neuen Antrag zu reagieren. „Manchmal ist es sinnvoller, erst genau hinzuhören, Antworten der Verwaltung auszuwerten und sich vor Ort ein eigenes Bild zu machen“, so Marion Machalowski. Daraus könne sich später eine Anfrage, ein Antrag oder auch ein direktes Gespräch mit den zuständigen Stellen ergeben.

Auch bereits angestoßene Themen wie die weitere Entwicklung der Alten Stobbefabrik, die Baumschutzsatzung, Fragen rund um Mobilität und Stadtteile sowie die Situation derSchwimmvereine bleiben auf der Arbeitsliste. Mit Blick auf die kommenden Beratungen wartet die Fraktion zudem auf den Entwurf des städtischen Haushaltsplans, der für die weitere politische Arbeit und die nächste Sitzungsrunde eine wichtige Grundlage bilden wird.

„Kommunalpolitik besteht eben nicht nur aus den Abenden im Sitzungssaal“, so Beckmann. „Ein großer Teil der Arbeit findet dazwischen statt.“

Die Fraktionssitzung ist öffentlich. Gäste und interessierte Bürgerinnen und Bürger sind herzlich willkommen. Um vorherige Anmeldung unter info@bfb-bensheim.de wird gebeten.

BfB arbeitet Themen aus der Stadtverordnetenversammlung weiter auf

Die BfB – Bürgerinnen und Bürger für Bensheim trifft sich am Dienstag, 29. September, um 19 Uhr zu ihrer regelmäßigen Fraktionssitzung in der Kleingartenanlage Schloßblick.

Im Mittelpunkt steht noch einmal die Nachbereitung der vergangenen Stadtverordnetenversammlung. Die Fraktion will sich dabei nicht nur mit den Abstimmungsergebnissen beschäftigen, sondern vor allem prüfen, welche Themen weiterverfolgt werden müssen und wo aus den Beratungen neue Fragen entstanden sind.

Ein Schwerpunkt wird die Auswertung der von der BfB gestellten Anfragen sein. In den vergangenen Wochen hatte die Fraktion unter anderem Themen wie Flutlicht und Lichtverschmutzung, das ehemalige Thermoplastik-Gelände, das Kommunale Flexibilisierungsgesetz und den Kundenservice der GGEW aufgegriffen. „Mit einer Antwort ist ein Thema für uns nicht automatisch erledigt“, erklärt BfB-Fraktionsvorsitzender Stefan Beckmann. „Entscheidend ist, was wir daraus für die weitere politische Arbeit ableiten und wo noch nachgehakt werden muss.“

Auch die Entwicklung der Alten Stobbefabrik in Auerbach wird die Fraktion weiter beschäftigen. Nach den umfangreichen Beratungen in Ortsbeirat, Ausschuss und Stadtverordnetenversammlung will die BfB beobachten, wie die angesprochenen Punkte im weiteren Planungsverfahren berücksichtigt werden. Gleiches gilt für Themen wie Baumschutz, Mobilität und die Situation der Schwimmvereine im Basinusbad.

Für die BfB gehört es zur kommunalpolitischen Arbeit, Themen auch nach einer Sitzung weiterzuverfolgen. Anträge und Anfragen seien kein Selbstzweck, sondern dienten dazu, Informationen öffentlich zu machen, Entwicklungen kritisch zu begleiten und gegebenenfalls konkrete Verbesserungen anzustoßen.

Die Fraktionssitzung ist öffentlich. Gäste und interessierte Bürgerinnen und Bürger sind willkommen. Um vorherige Anmeldung unter info@bfb-bensheim.de wird gebeten.

STVV 17.9.2026 „Bedarfsanalyse Heizen und aktives Kühlen in Kitas“, B. Ottofrickenstein-Ripper

Frau Stadtverordnetenvorsteherin, meine Damen und Herren,

auch diesem Antrag wird die BfB zustimmen.

Dass Hitze in Kindertagesstätten inzwischen ein reales Problem ist, darüber müssen wir eigentlich nicht mehr grundsätzlich diskutieren. Wenn sich Gruppen- oder Schlafräume im Sommer über längere Zeit stark aufheizen, ist das weder für die Kinder noch für die Beschäftigten eine vernünftige Situation.

Bereits 2023 hat sich die Stadtverordnetenversammlung mit dem Thema Vorsorge bei Hitze beschäftigt. Deshalb ist es richtig, jetzt den nächsten Schritt zu gehen und nicht nur allgemein über Hitzeschutz zu sprechen, sondern jede Einrichtung konkret anzuschauen.

Genau diesen Ansatz finden wir an dem vorliegenden Antrag richtig: Nicht jede Kita ist gleich. Alter und Bauweise des Gebäudes, Fensterflächen, Verschattung, vorhandene Lüftungsmöglichkeiten und Photovoltaik unterscheiden sich. Deshalb braucht es eine individuelle Bedarfsanalyse und daraus einen Investitionsplan für jede Einrichtung.

Wichtig ist uns dabei, dass wir nicht nur eine einzige technische Lösung betrachten. Verschattung, Bäume im Außengelände, außenliegender Sonnenschutz, Lüftung, Dämmung oder gegebenenfalls bessere Fenster können verhindern, dass sich ein Gebäude überhaupt so stark aufheizt.

Aber wir sollten ebenso ehrlich sein: Dort, wo solche Maßnahmen nicht ausreichen, darf auch aktive Kühlung kein Tabu sein. Luft-Luft-Wärmepumpen oder geeignete Klimageräte können insbesondere in stark belasteten Gruppen- und Schlafräumen sinnvoll sein.

Gut finden wir deshalb auch die Verbindung mit Photovoltaik. Gerade dann, wenn an heißen Sommertagen viel Kühlenergie benötigt wird, steht gleichzeitig viel Solarstrom zur Verfügung. Das sollte bei jeder geeigneten Einrichtung mitgeprüft werden.

Besonders wichtig ist für die BfB außerdem die Priorisierung. Wir sollten dort beginnen, wo in diesem Sommer bereits besonders hohe Temperaturen gemessen wurden, statt alle Einrichtungen gleichzeitig und nach dem Gießkannenprinzip behandeln zu wollen.

Dazu gehört für uns aber auch eine vernünftige Datengrundlage. Deshalb ist es richtig, künftig in den Einrichtungen geeignete Temperaturmessstellen vorzusehen. Nur wenn wir wissen, wie sich die Temperaturen tatsächlich entwickeln, können wir Prioritäten setzen und später auch überprüfen, ob unsere Maßnahmen funktionieren.

Natürlich müssen wir angesichts der Haushaltslage auf die Kosten achten. Deshalb erwarten wir, dass Förderprogramme konsequent geprüft und genutzt werden. Aber Gesundheitsschutz in unseren Kindertagesstätten darf nicht daran scheitern, dass wir notwendige Maßnahmen immer wieder auf den nächsten Sommer verschieben.

Unser Ziel sollte deshalb sein: Aufheizung möglichst vermeiden, dort wo nötig wirksam kühlen und zuerst bei den Einrichtungen handeln, bei denen der Bedarf am größten ist.

Aus diesen Gründen stimmt die BfB dem Antrag zu.

STVV 17.9.2026 „Bedarfsgerechte Weiterentwicklung der Bensheimer Spielplätze“, B. Ottofrickenstein-Ripper

Frau Stadtverordnetenvorsteherin, meine Damen und Herren,

die BfB wird dem Hauptantrag zur bedarfsgerechten Weiterentwicklung der Bensheimer Spielplätze zustimmen. Auch den Änderungsantrag von Volt, Kinder und Jugendliche bereits bei der Bedarfsermittlung und der Erarbeitung des Gesamtkonzepts angemessen zu beteiligen, unterstützen wir.

Spielplätze sind für uns weit mehr als eine Ansammlung von Spielgeräten. Sie sind Treffpunkte im Quartier, Orte für Kinder und Familien und damit ein wichtiger Bestandteil einer familienfreundlichen Stadt.

Richtig finden wir deshalb, dass zunächst geschaut werden soll, welche Spielplätze tatsächlich wie genutzt werden. Wohngebiete verändern sich, Kinder werden älter, Familien ziehen zu oder weg. Die vorhandenen Mittel sollten dort eingesetzt werden, wo sie tatsächlich gebraucht werden.

Eine geringe Nutzung darf aber nicht automatisch bedeuten, dass ein Spielplatz nicht mehr gebraucht wird. Vielleicht wird ein Platz gerade deshalb wenig genutzt, weil attraktive Spielgeräte, Schatten, Sitzmöglichkeiten oder Angebote für ältere Kinder fehlen.

Genau hier setzt der Änderungsantrag von Volt sinnvoll an: Kinder und Jugendliche sollen nicht erst beteiligt werden, wenn an einem einzelnen Standort bereits Veränderungen geplant sind, sondern schon bei der Bedarfsermittlung und beim Gesamtkonzept. Das entspricht auch dem Grundgedanken des § 4c der Hessischen Gemeindeordnung, Kinder und Jugendliche bei Planungen und Vorhaben, die ihre Interessen berühren, angemessen einzubeziehen.

Das ist aus unserer Sicht wichtig, weil Kinder und Jugendliche selbst am besten sagen können, was ihnen auf Spiel- und Bewegungsflächen fehlt und warum sie bestimmte Orte nutzen oder nicht nutzen. Der Änderungsantrag schreibt dabei bewusst kein bestimmtes Beteiligungsformat vor. Es geht also nicht darum, neue komplizierte Strukturen aufzubauen, sondern ihre Perspektive in geeigneter Form einzubeziehen.

Sehr positiv sehen wir außerdem den Schwerpunkt auf Verschattung. Gerade bei zunehmend heißen Sommern brauchen Spielplätze Bäume, Schatten und Aufenthaltsbereiche, in denen sich Kinder und Begleitpersonen auch an heißen Tagen aufhalten können. Wo möglich, sollten natürliche Lösungen wie großkronige Bäume eine wichtige Rolle spielen und durch Sonnensegel ergänzt werden.

Ebenso unterstützen wir inklusive und generationenübergreifende Angebote. Auch bei wenig genutzten Standorten gefällt uns der Ansatz, die Fläche nicht einfach aufzugeben oder anderweitig zu bebauen, sondern sie möglichst als öffentliche Grün- oder Bewegungsfläche im Quartier zu erhalten.

Die vorgesehenen 500.000 Euro sind allerdings eine erhebliche Summe. Deshalb ist für uns die Reihenfolge wichtig: erst den Bedarf sauber ermitteln, dabei Kinder und Jugendliche sowie die Menschen vor Ort beteiligen, dann ein Gesamtkonzept erstellen und anschließend gezielt investieren.

Wenn wir so vorgehen, können wir unsere Spiel- und Bewegungsflächen attraktiver, klimaangepasster, inklusiver und vor allem bedarfsgerechter machen.

Deshalb stimmt die BfB dem Hauptantrag und dem Änderungsantrag von Volt zu.

Vielen Dank.

STVV 17.9.2026 “ Zukunft Innenstadt“, Franz Apfel

Frau Stadtverordnetenvorsteherin, meine Damen und Herren, sehr 

geehrte Gäste,

die BfB-Fraktion unterstützt ausdrücklich Maßnahmen zur Stärkung der 

Bensheimer Innenstadt. Die drei vorgeschlagenen Maßnahmen werden 

unsere Innenstadt allerdings nicht retten. Aber es wird Verbesserungen 

geben.

Insbesondere der Punkt 2 „Wasser in der Innenstadt“ wird zu spürbaren 

Verbesserrungen bei dem Thema Versorgung mit Trinkwasser durch drei 

weitere Trinkwassersäulen führen. 

Zusätzlich werden drei Sprühnebelsäulen in der Innenstadt installiert. Die per 

Knopfdruck einen feinen Wassernebel erzeugen. Das ist in heißen 

Sommertagen eine Wohltat. Die zusätzlichen Trinkwassersäulen und die 

Sprühnebelsäulen verbessern die Aufenthaltsqualität in der Innenstadt. Das 

sind 6 Maßnahmen, die zu spürbaren Verbesserungen führen werden.

Die Weiterentwicklung der Stadtterrasse am oberen Marktplatz ist positiv

In Bezug auf Barrierefreiheit dieser Fläche zu sehen. Dort können in Zukunft 

kulturelle Veranstaltungen den Marktplatz und die Innenstadt beleben. Ich 

erinnere hier an das Konzept von Klaus Peter Becker. Schade, dass hier keine 

Bäume möglich sind, Bäume fehlen an vielen Stellen in der Innenstadt.

Als drittes Projekt soll der Beauner Platz mit Spiel- und Sportgeräten 

ausgestattet werden. Ob es der Beauner Platz letztendlich wird ist in der 

Verwaltungsvorlage nicht endgültig festgeschrieben. In der 

Verwaltungsvorlage wird von der angrenzenden großzügigen Grünfläche 

geschrieben – darauf sind wir gespannt, denn da muß erst mal was in diese 

Richtung passieren.

Die BfB-Fraktion unterstützt die Verwaltungsvorlage. Wir vermissen aber 

folgende Punkte um die Innenstadt attraktiver zu machen:

einen Nahversorger, ein Leerstands-Konzept das neue inhabergeführte 

Geschäfte unterstützt und Bäume, Bäume und nochmals Bäume. Die fehlen in 

der Innenstadt und würden die Innenstadt attraktiver machen. Bäume, 

Trinkwasserbrunnen und Sprühnebelsäulen sind das richtige Konzept gegen 

diese unerträglichen und zunehmenden Hitzetage im Sommer. Insofern sind 

wir natürlich auch gespannt was unser neuer Bürgermeister Harry 

Hegenbarth hier noch erklärtermaßen einbringen wird, z. B. ein Konzept von 

neuen Bäumen in der Innenstadt, das wäre doch das richtige Projekt für das 

Landesprogramm Innenstadt. 

Diese drei Maßnahmenbereiche kosten insgesamt 235.000 Euro. Davon 

werden vom Land 80 % übernommen, das sind 188.000 Euro. Die BfB-Fraktion 

stimmt der Verwaltungsvorlage zu.

BfB zieht Bilanz zur Stadtverordnetenversammlung

Die Bürgerinnen und Bürger für Bensheim (BfB) treffen sich am Dienstag, 22. September, um 18 Uhr zu ihrer nächsten Fraktionssitzung in der Kleingartenanlage Schloßblick.

Im Mittelpunkt steht die Nachbereitung der vergangenen Stadtverordnetenversammlung. Die Fraktion wird die Beratungen und Abstimmungen auswerten, die öffentliche Berichterstattung besprechen und die nächsten Schritte für die anstehenden kommunalpolitischen Themen festlegen.

Ein Schwerpunkt wird dabei das ehemalige Sanner-Gelände beziehungsweise das künftige Quartier „Alte Stobbefabrik“ in Auerbach sein. Die BfB hatte das Projekt insgesamt unterstützt, aber mehrere Änderungsanträge eingebracht. Dabei ging es unter anderem um eine bessere Visualisierung der Gebäudehöhen, einen höheren Anteil sozial geförderten Wohnraums, eine barrierefreie Anbindung an den Bahnhof Auerbach, eine weitere Bürgerbeteiligung sowie um ein reguläres Verfahren mit Umweltprüfung.

Auch wenn diese Anträge in der Stadtverordnetenversammlung keine Mehrheit fanden, sieht die BfB ihre Rolle bestätigt. „Unsere Anträge waren keine Blockade. Sie waren der Versuch, ein großes Projekt an wichtigen Stellen besser, transparenter und bürgernäher zu machen“, erklärt Stefan Beckmann, Fraktionsvorsitzender der BfB. „Gerade bei einem Quartier, das Auerbach über viele Jahre prägen wird, muss man genau hinschauen.“

Auch die Anfragen der BfB werden Thema der Fraktionssitzung sein. Dazu gehören unter anderem Fragen zu Flutlicht und Lichtverschmutzung, zum ehemaligen Thermoplastik-Gelände, zur Nutzung des Kommunalen Flexibilisierungsgesetzes, zum GGEW-Kundenservice sowie zu weiteren Entwicklungen in den Stadtteilen. Für die BfB sind solche Anfragen ein wichtiges Instrument, um Sachstände öffentlich zu machen, offene Punkte zu klären und mögliche Probleme frühzeitig anzusprechen.

Die BfB betont, dass hinter solchen Anträgen und Anfragen viel ehrenamtliche Arbeit steckt. Unterlagen werden gelesen, Ausschüsse ausgewertet, Bürgerhinweise aufgenommen, Gespräche geführt und Formulierungen abgestimmt. Nicht immer werde diese Vorarbeit auf den ersten Blick sichtbar. Dennoch sei sie wichtig, um Fragen frühzeitig zu stellen und mögliche Probleme nicht erst dann zu erkennen, wenn Entscheidungen bereits gefallen seien.

„Wir verstehen uns als kritisches Korrektiv“, sagt Marion Machalowski. „Wir glauben nicht einfach jedes gesprochene Wort, sondern fragen nach, prüfen und machen uns selbst ein Bild. Das ist keine Verzögerungstaktik, sondern verantwortungsvolle Kommunalpolitik.“

Als Beispiel nennt die BfB die Diskussion um die Gebäudehöhen im Bereich der Alten Stobbefabrik. Zunächst seien 19 Meter als eher theoretischer Wert dargestellt worden. Später wurde in den Beratungen eine Reduzierung auf 17 Meter aufgenommen. Für die BfB zeigt dies, dass beharrliches Nachfragen Wirkung entfalten kann – auch dann, wenn Anträge formal abgelehnt werden.

Neben der Alten Stobbefabrik wird die Fraktion auch weitere Themen aus der Stadtverordnetenversammlung nachbereiten, darunter Fragen der Vereinsförderung, des Baumschutzes, der Mobilität und der soliden städtischen Finanzen.

STVV 17.9.2026 „Deutschland lernt schwimmen“, Franz Apfel

Frau Stadtverordnetenvorsteherin, meine Damen und Herren, sehr 

geehrte Gäste,

als erstes Danke ich für die BfB-Fraktion den Vereinen, die sich ehrenamtlich 

im Schwimmsport engagieren und die dafür sorgen, dass möglichst viele 

Kinder schwimmen lernen, also insbesondere der SSG Schwimmabteilung 

aber nicht nur.

Die Fraktionen von Grünen, BfB und Volt hatten für den Sozial-, Sport- und 

Kulturausschuss einen Änderungs-Antrag eingebracht, der die Erhöhung der 

Zuschüsse ins Rollen brachte. Im Ausschuß waren wir uns einig, dass für die 

Sitzung am 21. Oktober 2026 die Schwimmvereinsvertreter eingeladen 

werden. Bis zum 21. Oktober könnte dann auch die Information über die 

Teilnahme am Modellvorhaben des Bundes „Deutschland lernt schwimmen“ 

vorliegen, siehe der Antrag von FDP und der Koalition und der Ergänzungs-

Antrag der Grünen dazu und zum Thema „Hessen lernt schwimmen“. Die 

Vereinbarung im Sozialausschuss zum 21. Oktober sehen wir also nach wie 

vor als gegeben an. 

Ich hoffe, dass Sie, Frau Vorsitzende Filippone, das auch so sehen.

Die Zahl der Badetoten 2026 ist in der Saison im Vergleich zu 2025 deutlich 

angestiegen. Das hat verschiedene Gründe, u. a. die extrem heißen 

Temperaturen und das lange anhaltende Sommerwetter. Generell hat es aber 

auch damit zu tun, dass Hallenbäder- und Schwimmbäder aus Kostengründen 

geschlossen werden. Es fehlen dort die Möglichkeiten zur Erteilung von 

Schwimmunterricht. Insofern haben wir in Bensheim eine sehr gute 

Infrastruktur und diese Infrastruktur müssen wir nutzen und nochmal: wir 

sind den Vereinen, die sich im Schwimmsport engagieren dankbar für ihr 

Ehrenamt. Und so Situationen, dass Vertreter der Schwimmvereine die 

Pistole auf die Brust gesetzt wird, diese Situationen sollten in Zukunft wirklich 

unterbleiben. Das Ehrenamt wird immer hoch gehalten – wenn es aber darauf 

ankommt, sind die Vereine ganz schön alleine gelassen worden. Ein 

gemeinsamer Antrag aller Fraktionen hat das zum Glück korrigiert. Wir haben 

darüber bei TO-Punkt 17a bereits abgestimmt. Das lässt den Vereinen Luft 

zum atmen ohne diese finanziell zu zerstören. 

Die FDP hat den Antrag für die Teilnahme an einem Modellvorhaben 

„Deutschland lernt Schwimmen“ eingereicht. Die Fraktion der Grünen hat 

darauf hingewiesen, dass das Programm Deutschland lernt schwimmen erst 

im Herbst startet und hat auf das bestehende Programm “Hessen lernt 

schwimmen“ verwiesen und einen Unterstützens werten Änderungs-Antrag 

zum FDP-Antrag eingereicht. Beide Anträge haben unterstützenwerte Ansätze 

und uns wäre es am liebsten wenn die KOA, Grüne, BfB, Volt und FDP sich 

auf einen gemeinsamen Antrag verständigt hätten. Das haben sie leider nicht. 

Als BfB-Fraktion werden wir beiden Anträgen zustimmen.

STVV 17.9.2026 „Mobilitätskonzept“, Marion Machalowski

Sehr geehrte Frau Stadtverordnetenvorsteherin,

meine Damen und Herren,

die BfB unterstützt grundsätzlich die Ziele des Mobilitätskonzeptes und auch viele der im Änderungsantrag der Grünen genannten Maßnahmen.

Wir hatten deshalb ursprünglich vorgesehen, dem Änderungsantrag mehrheitlich zuzustimmen.

Inzwischen liegt uns jedoch die Stellungnahme der Verwaltung zum aktualisierten Änderungsantrag vor. Und diese enthält aus unserer Sicht zwei Punkte, die wir vor einer endgültigen Beschlussfassung noch einmal genauer beraten sollten.

Zum einen erklärt die Verwaltung zu Punkt 1 ausdrücklich, dass die im Antrag geforderte Bearbeitung einer Vielzahl von Maßnahmen innerhalb von zwei Jahren mit den derzeit vorhandenen personellen und finanziellen Ressourcen nicht realistisch ist.

Zum anderen können für einen erheblichen Teil der in Punkt 3 genannten Maßnahmen derzeit noch gar keine Haushaltsmittel angegeben werden. Nach Aussage der Verwaltung sind die notwendigen Kosten noch nicht bekannt und damit fehlen momentan auch die Voraussetzungen für eine konkrete Veranschlagung im Haushalt.

Diese Hinweise sollten wir ernst nehmen.

Es wäre aus unserer Sicht nicht sinnvoll, heute einen umfassenden Auftrag zu beschließen und gleichzeitig bereits zu wissen, dass weder der vorgesehene Zeitrahmen realistisch ist noch die finanziellen Auswirkungen ausreichend bestimmt werden können.

Das bedeutet ausdrücklich nicht, dass wir die Ziele des Mobilitätskonzeptes infrage stellen. Im Gegenteil: Wenn wir wollen, dass die wichtigen Maßnahmen tatsächlich umgesetzt werden, brauchen wir eine realistische Priorisierung, einen nachvollziehbaren Zeitplan und Klarheit darüber, welche personellen und finanziellen Ressourcen dafür erforderlich sind.

Deshalb beantragt die BfB, den Änderungsantrag von Bündnis 90/Die Grünen zur weiteren Beratung in den Haupt- und Finanzausschuss zu verweisen. Dort sollten insbesondere die finanzielle und organisatorische Umsetzbarkeit sowie eine realistische Priorisierung noch einmal beraten werden.

Sollte die Mehrheit der Stadtverordnetenversammlung einer solchen weiteren Beratung heute nicht folgen, wird sich die BfB bei der anschließenden Abstimmung über den Änderungsantrag enthalten.

Wir wollen das Mobilitätskonzept voranbringen – aber mit einem Beschluss, der anschließend auch tatsächlich umsetzbar und finanzierbar ist.

Vielen Dank.

STVV 17.9.2026 „Befristete Hundesteuerbefreiung für Hunde aus dem Tierschutz“, Marion Machalowski

Sehr geehrte Frau Stadtverordnetenvorsteherin, meine Damen und Herren,

unsere Tierheime arbeiten an der Belastungsgrenze. Jeder vermittelte Hund entlastet das Ehrenamt und die Einrichtungen sofort. Genau dafür wollen wir als Bürgerinnen und Bürger für Bensheim (BfB) einen gezielten Anreiz schaffen.

Unser Antrag fordert: Wer einen Hund aus dem Tierheim oder einer vergleichbaren gemeinnützigen Tierschutzeinrichtung übernimmt, soll für das laufende und das darauffolgende Kalenderjahr von der Hundesteuer befreit werden.

 Drei Punkte sind uns dabei wichtig:

•  Finanzielle Auswirkungen: Bei einem Steuersatz von 96 Euro für den ersten Hund und veranschlagten Gesamteinnahmen von 241.000 Euro für 2026 sind die Haushaltsauswirkungen  voraussichtlich überschaubar; die konkreten Auswirkungen soll die Verwaltung darstellen.


• Sauberes Verfahren: Wir beschließen heute keine fertige Satzung, sondern beauftragen die Verwaltung, einen rechtssicheren Entwurf auszuarbeiten und die finanziellen Auswirkungen darzustellen.


• Kein Neuland: Andere hessische Kommunen haben vergleichbare Vergünstigungen für Tierheimhunde bereits in ihren Hundesteuersatzungen verankert.

Lassen Sie uns als Stadt Bensheim ein klares, pragmatisches Zeichen für den kommunalen Tierschutz setzen.

Ich bitte Sie im Namen der BfB-Fraktion um Zustimmung zu unserem Antrag.

Vielen Dank.

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Marion Machalowski
Bürgerinnen und Bürger für Bensheim (BfB)