Bäume braucht das Land – und Bensheim auch

BfB will Baumschutzsatzung überarbeiten und an die Klimakrise anpassen

Bensheim. Noch vor rund 20 Jahren wurde in Bensheim gerne mit dem Wohnen in einer Stadt mit besonders vielen Sonnenstunden geworben. Was früher nach Sommer, Lebensqualität und Leichtigkeit klang, hat heute eine andere Bedeutung bekommen: Sonnenschein bedeutet im Jahr 2026 immer häufiger auch „wieder ein Tag ohne Regen“.

Die Bürgerinnen und Bürger für Bensheim (BfB) nehmen diese Entwicklung zum Anlass, die Bensheimer Baumschutzsatzung grundlegend zu überprüfen und eine Überarbeitung anzustoßen. Einen wichtigen fachlichen Impuls dazu gab Annette Hennemann, Dipl.-Ingenieurin der Landespflege. Sie macht deutlich, dass Menschen, Tiere und Pflanzen zunehmend unter Hitze, Trockenheit und extremen Wetterlagen leiden.

Gerade die Stadt heize sich besonders stark auf, Menschen, die in der Stadtmitte wohnen, seien den Belastungen besonders ausgesetzt. Dort, wo viele Flächen versiegelt sind, wo wenig Schatten vorhanden ist und wo sich Wärme zwischen Gebäuden, Straßen und Plätzen staut, werde der Sommer schnell zur gesundheitlichen und alltäglichen Herausforderung.

Die Antwort darauf ist aus Sicht der BfB klar: Bensheim braucht mehr wirksames Grün und vor allem einen besseren Schutz bestehender Bäume. „Wir brauchen dringend Schatten, Verdunstung und kühle Orte, um wieder durchatmen zu können. Wir brauchen Bäume, Bäume und nochmals Bäume“, erklärt Annette Hennemann.

Bäume sind nicht nur ein schöner Bestandteil des Stadtbildes, sondern eine notwendige Infrastruktur für die Stadt der Zukunft. Sie spenden Schatten, binden Staub und CO₂, produzieren Sauerstoff, speichern Wasser, verdunsten Feuchtigkeit und kühlen dadurch ihre Umgebung spürbar. Gerade in Hitzesommern leisten große Bäume damit etwas, was technische oder gestalterische Ersatzlösungen nicht annähernd erreichen.

„Kein Sonnensegel, kein künstlicher Wassersprühnebel und kein noch so großes Gehölz in künstlichen Pflanzkästen kann die Dimension der Leistung eines Baumes erreichen“, betont Annette Hennemann. Diese Feststellung bringt aus Sicht der BfB den Kern der Debatte auf den Punkt: Wer über Klimaanpassung, Aufenthaltsqualität und Gesundheit in der Stadt spricht, muss über Bäume sprechen.

„Bäume sind einer der besten Schutzfaktoren gegen Hitze, Trockenheit und Starkregen“, erklärt BfB-Fraktionsvorsitzender Stefan Beckmann. „Sie sind keine Dekoration, sondern ein entscheidender Bestandteil einer klimaangepassten Stadtentwicklung. Gerade angesichts zunehmender Trockenperioden und extremer Wetterereignisse müssen wir prüfen, ob unsere aktuelle Baumschutzsatzung noch ausreichend wirksam ist.“

Nach Auffassung der BfB reicht es nicht aus, immer wieder neue Bäume zu pflanzen. Das sei wichtig, aber gerade in der Stadt werde es zunehmend schwieriger, junge Bäume dauerhaft groß und widerstandsfähig zu bekommen. Hitze, Trockenheit, verdichtete Böden, enge Pflanzräume, Leitungen im Untergrund und Nutzungskonflikte erschweren das Anwachsen. Umso wichtiger sei es, die vorhandenen, großen und klimawirksamen Bäume konsequent zu erhalten.

Der Schutz bestehender Bäume und eine verlässliche Nachpflanzung bei notwendigen Fällungen seien daher zentrale Aufgaben der Stadtentwicklung der Zukunft – auch in Bensheim.

Die bestehende Bensheimer Baumschutzsatzung ist grundsätzlich ein wichtiges Instrument. Sie ist aber in die Jahre gekommen und muss auf ihre Wirksamkeit überprüft werden. Aus Sicht der BfB geht es dabei nicht nur um juristische Formulierungen, sondern um die praktische Frage, ob am Ende tatsächlich mehr Bäume erhalten bleiben, Ersatzpflanzungen erfolgen und Ausgleichszahlungen sichtbar in neues Grün investiert werden.

Die BfB hat deshalb bereits die Fraktionen und Wählergemeinschaften in Bensheim angeschrieben und um Unterstützung für eine Weiterentwicklung der Baumschutzsatzung geworben. Dabei geht es der BfB nicht um ein fertiges Endergebnis, sondern um den gemeinsamen Einstieg in eine sachliche Beratung auf Grundlage eines konkreten Vorschlags. Geprüft werden sollen unter anderem der Schutzumfang, Ersatzpflanzungen, die Verwendung von Ausgleichszahlungen und der Umgang mit Ausnahmen.

Ein besonderer Punkt ist aus Sicht der BfB die Frage, welche Bäume geschützt werden. Künftig sollten mehr Bäume in den Schutz einbezogen werden – ausdrücklich auch Weiden, Pappeln und Nadelbäume. Entscheidend dürfe nicht allein sein, ob eine Baumart in alten Kategorien als besonders schützenswert gilt. Entscheidend müsse auch sein, welche Funktion ein Baum konkret erfüllt: Schatten, Kühlung, Lebensraum, Wasserverdunstung, Staubbindung und Beitrag zum Stadtklima.

„Jeder Baum zählt“, betont BfB-Stadtverordneter Franz Apfel. „Wenn ein gesunder Baum gefällt wird, verliert die Stadt nicht nur Grün, sondern auch Schatten, Kühlung und Lebensqualität. Deshalb muss bei jeder Fällung klar sein, ob sie wirklich notwendig ist und wie verlässlich Ersatz geschaffen wird.“

Die BfB verweist auch auf die europäische Entwicklung. Die EU-Verordnung zur Wiederherstellung der Natur setzt bereits europaweit ein Zeichen und fordert von Kommunen, die Baumkronenbedeckung in den Städten bis 2030 zu erhalten und danach kontinuierlich zu vergrößern. Für die BfB zeigt dies, dass Baumschutz längst nicht mehr nur eine lokale Geschmacksfrage ist, sondern Teil einer umfassenden Klimaanpassungspolitik.

Gerade in einer Stadt wie Bensheim, die weiter wächst und sich baulich entwickelt, müsse der Schutz von Grünstrukturen frühzeitig mitgedacht werden. Innenentwicklung, Wohnungsbau und neue Infrastruktur seien wichtig. Sie dürften aber nicht dazu führen, dass alte Bäume, gewachsene Grünstrukturen und kühlende Flächen immer weiter verschwinden. Stadtentwicklung müsse künftig stärker die Frage beantworten, wie Bensheim auch bei großer Hitze lebenswert bleibt.

Aus Sicht der BfB betrifft das besonders die Innenstadt, dicht bebaute Wohnquartiere, Schulwege, Spielplätze, Bushaltestellen, Parkplätze, Plätze und Straßenräume. Dort entscheiden Schatten, Bäume und Grün oft darüber, ob Menschen sich gerne aufhalten, Wege zu Fuß zurücklegen oder öffentliche Räume im Sommer überhaupt nutzen können.

„Baumschutz ist auch eine soziale Frage“, so Beckmann. „Nicht jeder Mensch hat einen eigenen Garten oder einen kühlen Rückzugsort. Gerade deshalb müssen öffentliche Räume so gestaltet werden, dass sie auch an heißen Tagen nutzbar bleiben. Große Bäume sind dafür unverzichtbar.“

Die BfB möchte die Überarbeitung der Baumschutzsatzung ausdrücklich nicht als parteipolitisches Einzelprojekt verstanden wissen. Vielmehr freue man sich auf den Austausch und die Beratung mit den anderen Fraktionen und Wählergemeinschaften. Gerade nach vielen Tagen mit Temperaturen um oder nahe 40 Grad müsse deutlich sein, dass der Schutz von Bäumen alle Menschen in Bensheim betreffe.

Eine verbesserte Baumschutzsatzung könne nicht alle Probleme lösen. Sie könne aber ein wichtiger Baustein sein, damit Bensheim auf Hitze, Trockenheit und extreme Wetterereignisse besser vorbereitet wird. Dazu gehöre, bestehende Bäume ernsthaft zu schützen, Ersatzpflanzungen verlässlich zu regeln und Ausgleichszahlungen tatsächlich für ökologische Verbesserungen und neue Bäume einzusetzen.

Bensheim habe bereits eine Baumschutzsatzung. Das sei gut. Aber sie sei in die Jahre gekommen. Wenn die Bestandsbäume der Stadt besser geschützt werden sollen, müsse die Satzung jetzt verbessert werden.

Die BfB hat hierfür einen konkreten Änderungsvorschlag erarbeitet und den anderen Fraktionen zur Beratung vorgelegt. Dabei geht es um mehr Schutz, mehr Verbindlichkeit und eine bessere praktische Umsetzung. Das Ziel sei eine Stadt, in der Bäume nicht erst dann Thema werden, wenn sie gefällt werden sollen, sondern als wichtiger Teil von Gesundheit, Klimaschutz, Klimaanpassung und Lebensqualität verstanden werden.

Bäume braucht das Land – und Bensheim auch. Die BfB unterstützt diesen Appell und will daraus konkrete kommunalpolitische Arbeit machen.

BfB startet nach der Sommerpause – Baumschutzsatzung im Mittelpunkt

Bensheim. Die Bürgerinnen und Bürger für Bensheim (BfB) nehmen nach der Sommerpause ihre öffentliche Fraktionsarbeit wieder auf. Die nächste öffentliche Sitzung findet am Dienstag, 11. August 2026, um 18 Uhr in der Kleingartenanlage „Schloßblick“ in Bensheim-Auerbach statt.

Ein Schwerpunkt der Sitzung wird die Bensheimer Baumschutzsatzung sein. Die BfB hat die Sommerpause genutzt, um die bestehende Satzung genauer zu prüfen und sich mit der Frage zu beschäftigen, wie der Schutz von Bäumen in Bensheim zeitgemäß weiterentwickelt werden kann.

„Bäume sind einer der besten Schutzfaktoren gegen Hitze, Trockenheit und Starkregen“, erklärt Annette Hennemann. „Gerade angesichts zunehmender, sehr langer Trockenperioden und extremer Wetterereignisse müssen wir daher prüfen, ob unsere aktuelle Baumschutzsatzung noch ausreichend wirksam ist.“

„Die Erfahrungen der letzten Jahre zeigen, dass wir beim Schutz von Bäumen genauer hinschauen müssen“, sagt BfB-Stadtverordnete Marion Malachowski. „Es reicht nicht, Ersatzpflanzungen nur festzuschreiben. Wichtig ist auch, dass sie kontrolliert werden und dass Ausgleichszahlungen tatsächlich sichtbar in neues Grün und zusätzliche Bäume investiert werden.“

Die BfB will deshalb beraten, ob die bestehende Satzung klarer, verbindlicher und praxistauglicher gefasst werden sollte. Dabei sollen unter anderem Ersatzpflanzungen, Ausgleichszahlungen, Kontrollen und die tatsächliche Nachverfolgung von genehmigten Baumfällungen eine Rolle spielen. Ziel sei es, einen Baumschutz zu schaffen, der nicht nur auf dem Papier steht, sondern im Alltag auch Wirkung entfaltet.

Ein weiteres Thema wird der frühere Kaufhaus-Krämer-Komplex sein. Bereits in der Stadtverordnetenversammlung am 14. November 2024 hatten die Wählergemeinschaften Bürgerinnen und Bürger für Bensheim, Vernunft und Augenmaß sowie die FWG eine Klärung im Zusammenhang mit dem Kaufhaus-Krämer-Komplex beantragt. „Als BfB sahen wir bereits zu diesem Zeitpunkt einen erheblichen Klärungsbedarf, ob saniert oder verkauft wird. Nach über eineinhalb Jahren ist die Entscheidung endlich gefallen: Der Komplex um das ehemalige Kaufhaus Krämer wird verkauft. Das tragen wir mit, auch wenn diese Entscheidung erst sehr spät gefallen ist und dadurch weitere Kosten entstanden, sind“, informiert BfB-Fraktionsvorsitzender Stefan Beckmann.

Aus dem Artikel der städtischen MEGB vom 29. Juli 2026 gehe hervor, dass der Investorenwettbewerb für ein transparentes Verfahren sorgen soll. Interessierte Investoren können ihre Angebote bis zum 31. August 2026 einreichen. „Die Fristsetzung halten wir für sehr kurz gegriffen. Insofern sind wir gespannt, wie viele Investoren sich daran beteiligen beziehungsweise überhaupt beteiligen können“, darauf weist BfB-Stadtverordneter Franz Apfel hin.

Neben der Baumschutzsatzung und dem Kaufhaus-Krämer-Komplex sollen in der Sitzung weitere kommunalpolitische Themen vorbereitet werden. Dazu gehören die Auswertung der Antworten auf mehrere BfB-Anfragen aus der letzten Stadtverordnetenversammlung, die weitere Entwicklung des früheren Thermoplastik-Geländes, Fragen zur Zukunft der Innenstadt sowie die barrierefreie Anbindung des Bahnhofs Auerbach im Zusammenhang mit der geplanten Entwicklung östlich des Berliner Rings.

Auch die Bürgermeisterwahl am 16. August wird Thema sein. Die BfB hatte vor der Sommerpause mit allen sechs Bürgermeisterkandidaten öffentliche Einzelgespräche geführt und zieht daraus eine positive Bilanz. Eine Wahlempfehlung spricht die BfB nicht aus. Stattdessen ruft sie die Bürgerinnen und Bürger dazu auf, sich umfassend zu informieren und von ihrem Wahlrecht Gebrauch zu machen.

„Kommunalpolitik lebt davon, dass Menschen sich einmischen, Fragen stellen und ihre Stadt mitgestalten“, so Beckmann. Die öffentlichen Fraktionssitzungen der BfB sollen auch nach der Sommerpause ein Angebot an alle interessierten Bürgerinnen und Bürger bleiben, sich über aktuelle Themen zu informieren und eigene Anliegen einzubringen.

Die BfB lädt daher alle Interessierten herzlich zur öffentlichen Fraktionssitzung am Dienstag, 11. August, um 18 Uhr in die Kleingartenanlage „Schloßblick“ ein.

BfB macht Sommerpause – wir sind trotzdem für Sie da

Die Fraktion der Bürgerinnen und Bürger für Bensheim (BfB) legt eine kurze Sommerpause ein. In den kommenden drei Wochen finden daher keine öffentlichen Fraktionssitzungen statt.

Unsere erste öffentliche Fraktionssitzung nach der Sommerpause ist für Dienstag, den 11. August 2026, vorgesehen. Über den genauen Ort und die Uhrzeit informieren wir rechtzeitig.

Auch während der Sommerpause bleiben wir selbstverständlich ansprechbar. Kommunalpolitik lebt vom Austausch mit den Bürgerinnen und Bürgern – und viele Hinweise, Ideen oder Fragen entstehen nicht nur während regulärer Sitzungen. Wenn Sie ein Anliegen haben, eine Anregung zur Entwicklung unserer Stadt geben möchten oder uns auf ein Problem aufmerksam machen wollen, freuen wir uns über Ihre Nachricht.

Sie erreichen uns jederzeit per E-Mail unter info@bfb-bensheim.de oder telefonisch über unsere Mailbox unter 06251 70346. Hinterlassen Sie einfach eine Nachricht auf dem Anrufbeantworter – wir melden uns so schnell wie möglich zurück.

Die BfB wird die Sommerpause außerdem nutzen, um die Themen der vergangenen Sitzungen nachzubereiten und die Arbeit für die kommenden Wochen vorzubereiten. Auch nach der Pause wollen wir weiter sachlich, transparent und bürgernah kommunalpolitische Themen aufgreifen.

Wir wünschen Ihnen und Ihren Familien eine schöne, sonnige und erholsame Sommerzeit und freuen uns darauf, nach der Sommerpause wieder persönlich mit Ihnen ins Gespräch zu kommen.

BfB zieht positive Bilanz der Gespräche mit den Bürgermeisterkandidaten

Bensheim.  Die Bürgerinnen und Bürger für Bensheim (BfB) haben ihre öffentliche Gesprächsreihe mit den Bewerbern um das Bürgermeisteramt abgeschlossen. In insgesamt sechs Einzelgesprächen hatten alle zugelassenen Kandidaten die Gelegenheit, sich persönlich vorzustellen, ihre Motivation für die Kandidatur zu erläutern und ihre Ideen für die zukünftige Entwicklung Bensheims darzustellen.

Zu Gast waren Carmelo Torre von der CDU, Stefan Juchems von Bündnis 90/Die Grünen sowie die Einzelbewerber Harry Hegenbarth, Justin Arnold, Matthias Penteker und Kevin Bösel. Damit führte die BfB Gespräche mit allen sechs Bewerbern, die bei der Bürgermeisterwahl antreten.

Im Mittelpunkt der jeweils rund 45-minütigen Gespräche standen die persönliche Motivation der Kandidaten, ihre Vorstellungen für das Amt und ihre politischen Schwerpunkte. Gefragt wurde unter anderem nach der finanziellen Situation der Stadt, den politischen Prioritäten, der Stadtentwicklung, dem bezahlbaren Wohnen, dem verantwortungsvollen Umgang mit Flächen, der Bürgerbeteiligung und dem politischen Stil. Darüber hinaus konnten die anwesenden Bürgerinnen und Bürger eigene Fragen stellen.

„Wir sind mit der gesamten Gesprächsreihe sehr zufrieden“, erklärt BfB-Fraktionsvorsitzender Stefan Beckmann. „Alle sechs Kandidaten haben sich unseren Fragen gestellt und ausführlich erläutert, warum sie Bürgermeister werden möchten und welche Vorstellungen sie für die Zukunft Bensheims haben. Die Gespräche waren offen, sachlich und sehr informativ.“

Besonders erfreut zeigt sich die BfB über das große Interesse aus der Bevölkerung. Zu den einzelnen Terminen seien zahlreiche Gäste gekommen, die die Gespräche aufmerksam verfolgt und sich mit vielen eigenen Fragen beteiligt hätten. Dadurch sei ein lebendiger Austausch entstanden, der weit über kurze Wahlkampfbotschaften und Aussagen auf Plakaten hinausgegangen sei.

BfB-Stadtverordnete Marion Malachowski hebt die Offenheit der Kandidaten hervor: „Die Bewerber hatten ausreichend Gelegenheit, ihre Persönlichkeit, ihre Beweggründe und ihre politischen Ziele darzustellen. Gleichzeitig konnten die Gäste gezielt nachfragen. Auf diese Weise entstand ein wesentlich umfassenderes Bild, als es durch kurze öffentliche Stellungnahmen allein möglich wäre.“

„Die hohe Beteiligung zeigt, dass die Menschen ein großes Interesse daran haben, die Kandidaten persönlich kennenzulernen und ihre Positionen direkt zu vergleichen“, erklärt BfB-Stadtverordneter Franz Apfel. „Gerade bei einer Bürgermeisterwahl ist es wichtig, nicht nur Programme zu lesen, sondern auch einen Eindruck von der Haltung, der Arbeitsweise und dem Umgang der Kandidaten mit kritischen Fragen zu gewinnen.“

Auch BfB-Stadtverordnete Barbara Ottofrickenstein-Ripper bewertet die Veranstaltungsreihe positiv: „Die Gespräche waren eine gute Möglichkeit, politische Inhalte verständlich und direkt zu vermitteln. Besonders wichtig war uns, dass alle Kandidaten unter vergleichbaren Bedingungen zu Wort kamen und die gleichen grundlegenden Themen angesprochen wurden.“

Die BfB bedankt sich bei allen sechs Bürgermeisterkandidaten für ihre Bereitschaft, an der Gesprächsreihe teilzunehmen und die Fragen offen zu beantworten. Der Dank gilt ebenso den zahlreichen Besucherinnen und Besuchern, die mit ihrem Interesse, ihren Fragen und ihren Beiträgen maßgeblich zum Gelingen der Veranstaltungen beigetragen haben.

Allen Kandidaten wünscht die BfB für den weiteren Wahlkampf und die bevorstehende Wahl viel Erfolg. Zugleich ruft die Wählergemeinschaft alle wahlberechtigten Bürgerinnen und Bürger nachdrücklich dazu auf, von ihrem Wahlrecht Gebrauch zu machen.

„Freie Wahlen sind eine unverzichtbare Grundlage unserer Demokratie“, betont BfB-Fraktionsvorsitzender Stefan Beckmann. „Demokratie lebt jedoch nicht allein davon, dass Wahlen angeboten werden. Sie lebt von der aktiven Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger. Die Stimmabgabe ist deshalb nicht nur ein Recht, sondern auch eine demokratische Verantwortung. Jede abgegebene Stimme stärkt die demokratische Legitimation und trägt dazu bei, die Zukunft unserer Stadt mitzugestalten.“

Als zusätzliche Orientierungshilfe weist die BfB auf den Bensheim-Kompass 2026 hin. Das digitale Angebot ermöglicht es, die eigenen Positionen zu kommunalpolitischen Thesen mit den Antworten der teilnehmenden Kandidaten zu vergleichen. Das Ergebnis stellt keine Wahlempfehlung dar, sondern soll Unterschiede und Übereinstimmungen sichtbar machen und die persönliche Wahlentscheidung unterstützen.

Die Gesprächsreihe und zusätzliche Informationsangebote sollen dazu beitragen, dass die Bürgerinnen und Bürger ihre Entscheidung auf einer breiten, sachlichen und gut informierten Grundlage treffen können.

BfB setzt öffentliche Gespräche mit Bürgermeisterkandidaten fort

Bensheim. Die Fraktion der Bürgerinnen und Bürger für Bensheim (BfB) trifft sich am Dienstag, 14. Juli, um 18 Uhr im Vereinsheim der Kleingartenanlage „Schloßblick“, Berliner Ring 125, zu ihrer nächsten Fraktionssitzung.

Ein Schwerpunkt der Sitzung wird die Auswertung der öffentlichen Gespräche mit den Bürgermeisterkandidaten Justin Arnold und Carmelo Torre sein, die in der vergangenen Woche bei der BfB zu Gast waren. Beide Kandidaten stellten sich den Fragen der Fraktion und der anwesenden Bürgerinnen und Bürger.

Die BfB bewertet die Gespräche als sehr informativ und aufschlussreich. Justin Arnold und Carmelo Torre hätten glaubhaft dargestellt, was sie zu ihrer Kandidatur bewegt, welche Vorstellungen sie für die Zukunft Bensheims haben und warum sie das Amt des Bürgermeisters übernehmen möchten.

„Die Gespräche haben gezeigt, wie wichtig der persönliche Austausch mit den Kandidaten ist“, erklärt BfB-Fraktionsvorsitzender Stefan Beckmann. „In einem solchen Format können die Bewerber ausführlicher erläutern, warum sie Bürgermeister werden wollen, welche politischen Schwerpunkte sie setzen und wie sie mit den finanziellen und gesellschaftlichen Herausforderungen der Stadt umgehen möchten.“

BfB-Stadtverordneter Franz Apfel hebt hervor, dass beide Kandidaten die gestellten Fragen offen und ausführlich beantwortet hätten. „Die Bürgerinnen und Bürger konnten sich dadurch ein deutlich besseres Bild von den Personen, ihren Beweggründen und ihren politischen Vorstellungen machen.“

Die öffentlichen Einzelgespräche werden am 14. Juli fortgesetzt. Um 19 Uhr stellt sich Matthias Penteker den Fragen der BfB und der anwesenden Bürgerinnen und Bürger. Um 20 Uhr folgt das Gespräch mit Harry Hegenbarth. Beide Veranstaltungen finden ebenfalls im Vereinsheim der Kleingartenanlage „Schloßblick“ statt und sind öffentlich.

„Wir freuen uns auf zwei weitere interessante Gespräche“, erklärt BfB-Stadtverordnete Barbara Ottofrickenstein-Ripper. „Uns ist wichtig, dass die Bürgerinnen und Bürger die Kandidaten nicht nur von Plakaten oder kurzen Aussagen kennen, sondern ihre Ziele, ihre Arbeitsweise und ihre Haltung zu den wichtigen Bensheimer Themen kennenlernen können.“

Im Mittelpunkt der Gespräche stehen unter anderem die finanzielle Situation der Stadt, politische Prioritäten, Stadtentwicklung, Wohnen, Flächenverbrauch, Bürgerbeteiligung und der persönliche politische Stil der Kandidaten. Darüber hinaus erhalten die anwesenden Bürgerinnen und Bürger Gelegenheit, eigene Fragen zu stellen.

Mit großer Freude habe die BfB einem Bericht über den Zweckverband Kommunalwirtschaft Mittlere Bergstraße entnommen, dass der KMB einen früheren Vorschlag der BfB aufgegriffen habe, die Bensheimer Bevölkerung stärker zur Mitwirkung bei der Bewässerung und Pflege des öffentlichen Grüns anzuregen.

Die Idee, diesen Gedanken wieder aufleben zu lassen, sei auch beim Besuch der BfB beim KMB in der vergangenen Woche zur Sprache gekommen. Der Austausch sei sehr offen, konstruktiv und detailreich gewesen. Die BfB dankt dem Team des KMB für das Gespräch, die Offenheit und das Engagement für den neuen Aufruf.

„Gerade in trockenen Sommermonaten kann die Unterstützung der Bürgerinnen und Bürger einen wichtigen Beitrag zum Erhalt von Bäumen und Grünflächen leisten“, erklärt BfB-Stadtverordnete Marion Malachowski. Die BfB unterstütze den Aufruf ausdrücklich und hoffe auf eine breite Beteiligung.

Mit der öffentlichen Gesprächsreihe möchte die BfB einen Beitrag zu einer sachlichen und transparenten Bürgermeisterwahl leisten. Alle Kandidaten sollen die gleiche Möglichkeit erhalten, sich vorzustellen und ihre Vorstellungen für Bensheim darzulegen.

BfB wertet erstes Bürgermeistergespräch aus

Bensheim. Die Fraktion der Bürgerinnen und Bürger für Bensheim (BfB) trifft sich am Dienstag, 7. Juli, um 18 Uhr im Vereinsheim der Kleingartenanlage „Schloßblick“, Berliner Ring 125, zu ihrer nächsten Fraktionssitzung. Im Mittelpunkt stehen die Auswertung des ersten öffentlichen Gesprächs mit Bürgermeisterkandidat Stefan Juchems von Bündnis 90/Die Grünen, die Nachbereitung des Informationsstands in der Innenstadt sowie weitere kommunalpolitische Themen.

In der vergangenen Woche hatte die BfB Stefan Juchems zu einem öffentlichen Einzelgespräch eingeladen. Ziel der Gesprächsreihe ist es, Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit zu geben, die Bewerber persönlich kennenzulernen und deren Positionen zu wichtigen Bensheimer Themen zu vergleichen.

Nach Einschätzung der BfB war das erste Gespräch sehr interessant, offen und inhaltlich ergiebig. Die Fragen aus der Fraktion und aus der Bürgerschaft seien aufgenommen und ausführlich beantwortet worden. Dabei sei deutlich geworden, wie wichtig solche Gesprächsformate sind, um über Schlagworte hinaus ins Gespräch zu kommen.

„Uns ist wichtig, dass die Bürgermeisterwahl nicht nur über Plakate und kurze Botschaften geführt wird“, erklärt BfB-Fraktionsvorsitzender Stefan Beckmann. „Wer Bensheim führen will, sollte öffentlich erklären, wie er zu Finanzen, Stadtentwicklung, Wohnen, Verkehr, Klimaschutz, Kitas und Bürgerbeteiligung steht.“

Auch der Informationsstand der BfB in der Innenstadt soll Thema der Fraktionssitzung sein. Nach der jüngsten Stadtverordnetenversammlung hatte die BfB dort über wichtige Beschlüsse und Anträge informiert. Dabei ging es unter anderem um Stadtentwicklung, das Mobilitätskonzept, natürlichen Klimaschutz, das Stadtteilbüro, Katzenschutz, Mähroboter, Laufbahnsanierung und Finanzen.

BfB-Stadtverordnete Marion Malachowski bewertet den Austausch positiv: „Viele Themen der Stadtverordnetenversammlung wirken auf den ersten Blick sehr technisch. Im Gespräch merkt man aber schnell, dass sie ganz konkrete Auswirkungen auf den Alltag der Menschen haben.“ Genau deshalb wolle die BfB weiterhin verständlich erklären, worum es in den Gremien gehe.

Ein Schwerpunkt bleibt aus Sicht der BfB die Frage, wie Bensheim sich weiterentwickelt. Dazu gehören bezahlbarer Wohnraum, der Schutz von Grün- und Freiflächen, die Stärkung der Stadtteile und eine frühzeitige Beteiligung der Bürgerschaft. BfB-Stadtverordnete Barbara Ottofrickenstein-Ripper betont: „Bürgernähe darf nicht erst beginnen, wenn Entscheidungen schon gefallen sind. Die Menschen müssen frühzeitig erfahren, was geplant ist, und die Möglichkeit haben, ihre Sicht einzubringen.“

Im Anschluss an die Fraktionssitzung setzt die BfB ihre öffentlichen Einzelgespräche mit den Bürgermeisterkandidaten fort. Am Dienstag, 7. Juli, ist um 19 Uhr Justin Arnold zu Gast. Um 20 Uhr folgt Carmelo Torre. Beide Gespräche finden ebenfalls im Vereinsheim der Kleingartenanlage „Schloßblick“, Berliner Ring 125, statt und sind öffentlich.

BfB-Magistratsmitglied Andreas Born weist zudem auf die beginnende Briefwahl zur Bürgermeisterwahl hin. „Wählen zu gehen ist ein wichtiger Teil unserer demokratischen Verantwortung. Wer am Wahltag verhindert ist oder frühzeitig abstimmen möchte, kann ab sofort die Briefwahl nutzen. Wichtig ist, dass möglichst viele Bürgerinnen und Bürger von ihrem Wahlrecht Gebrauch machen.“

„Wir freuen uns über interessierte Bürgerinnen und Bürger, die zuhören, Fragen stellen und sich selbst ein Bild machen möchten“, so Beckmann. Die BfB wolle mit der Gesprächsreihe einen Beitrag dazu leisten, die Bürgermeisterwahl sachlich, offen und bürgernah zu begleiten.

STVV 25.6.2026 „Günstigeren Zugang für Kinder und Jugendliche zu den Bensheimer Bädern“, B. Ottofrickenstein-Ripper

Sehr geehrte Frau Stadtverordnetenvorsteherin,
sehr geehrte Damen und Herren,

die BfB unterstützt das Anliegen, Kindern und Jugendlichen in den Sommerferien einen günstigeren Zugang zu den Bensheimer Bädern zu ermöglichen.

Das ist sozialpolitisch nachvollziehbar. Gerade Familien mit mehreren Kindern merken solche Eintrittspreise deutlich. Schwimmbäder sind nicht nur Freizeitangebote, sondern auch Orte für Bewegung, Begegnung und Teilhabe.

Trotzdem müssen wir nach den vorliegenden Zahlen genau hinschauen. Die Stellungnahme der GGEW geht überschlägig von rund 65.000 Euro Mindereinnahmen aus. Das ist keine kleine Summe. Dazu kommen mögliche Auswirkungen auf Aufsichtskapazitäten, räumliche Kapazitäten und Sicherheit im Badebetrieb.

Deshalb halten wir es für richtig, keinen direkten Umsetzungsbeschluss zu fassen, sondern einen sauberen Prüfauftrag. Der Antrag der Grünen geht bereits in diese Richtung. Mit unserem Änderungsantrag wollen wir diesen Prüfauftrag aber konkreter und haushaltspolitisch belastbarer machen.

Für uns ist wichtig: Wenn die Stadt ein vergünstigtes Angebot politisch will, muss klar sein, wer es bezahlt. Die Kosten dürfen nicht einfach ungeklärt bei der GGEW oder später indirekt im Haushalt landen.

Hinzu kommt: Die GGEW ist nicht nur für Bensheim da. Deshalb sollte mit den weiteren Mitgliedskommunen beziehungsweise beteiligten kommunalen Akteuren geklärt werden, ob auch dort Interesse besteht, sich einem vergünstigten Eintrittsmodell für Kinder und Jugendliche in den jeweiligen Badeeinrichtungen anzuschließen. Eine faire Lösung sollte nicht einseitig gedacht werden.

Außerdem sollten wir prüfen, ob ein zielgenaueres Modell möglich ist – zum Beispiel über Ferienkarten, Gutscheine, Sozialkarten, Familienpass oder ein begrenztes städtisch finanziertes Kontingent. So könnten gerade die Familien unterstützt werden, die eine Entlastung besonders brauchen.

Unser Änderungsantrag hält also am sozialen Ziel fest, verbindet es aber mit klaren Bedingungen: vollständige Kostendarstellung, Gegenfinanzierung, Klärung mit der GGEW und weiteren Kommunen, Prüfung der Kapazitäten und ein ausdrücklicher Haushaltsbeschluss für 2027.

Wir wollen Kindern den Zugang zu den Bädern erleichtern. Aber wir wollen keine gut gemeinte Entscheidung treffen, deren Kosten, Finanzierung und Folgen noch nicht geklärt sind.

Deshalb bitten wir um Zustimmung zu unserem Änderungsantrag.

STVV 25.6.2026 „Erstattung der Beseitigung wild abgelagertem Müll“, Franz Apfel

Franz Apfel, BfB-Fraktion – es gilt das gesprochene Wort                  25.06.2026 

Frau Stadtverordnetenvorsteherin, meine Damen und Herren, sehr geehrte Gäste,

das Thema Erstattung der Beseitigung wild abgelagertem Müll war bereits 

mehrmals Thema in der Stadtverordnetenversammlung. In der Sitzung am 21. 

März 2024 haben wir beschloßen, dass das Zusammentragen von wildem 

Müll auf die Stadt Bensheim übertragen wurde, mit entsprechender 

Vergütung. 

Der ZAKB hat die Rückvergütungspraxis ab 2013 deutlich gekürzt und die 

Erstattung für wild eingesammelten Müll gestrichen. 

Ale Bemühungen der Stadt auf Erhöhung der Rückvergütung unter 

Wiedereinbeziehung der Kosten für die Beseitigung des wild lagerndem Müll 

scheiterten. 

Ein Änderungsantrag der BfB und der VuA in der STVV am 21.3.2024 fand eine 

Mehrheit: Der Magistrat wurde beauftragt Stellungnahmen der beiden 

kommunalen Spitzenverbände einzuholen um zu klären, ob der ZAKB 

verpflichtet ist, für die letzten 10 Jahre die Pauschale für wild gelagertem 

Müll an die Stadt zu zahlen. 

Laut Stellungnahme der beiden Verbände sehen beide einen 

Erstattungsanspruch der Stadt Bensheim für den noch nicht verjährten 

Zweitraum von 2021 bis 2023 mit immerhin 186.256, 39 Euro.

Bei dem darauf folgendem Gespräch der Stadt mit dem ZAKB und dem 

Hessischen Gemeindebund wurde durch den HSGB zur Vermeidung einer 

gerichtlichen Auseinandersetzung und der erheblichen Prozeßkosten eine 

vergleichsweise Einigung mit einer hälftigen Kostenerstattung vorgeschlagen. 

Der ZAKB forderte vom HSGB eine weitere Stellungnahme an. In seiner 

Stellungnahme erscheint aufgrund fehlender einschlägiger Rechtsprechung 

jedoch ein Prozessrisiko nicht ausgeschlossen. 

Der ZAKB lehnte daraufhin die Forderung für Zeiträume vor 2024 ab, da 

rechtliche Gründe dagegenstünden. 

Die Stadt forderte daraufhin eine Empfehlung zu den 

Handlungsmöglichkeiten der Stadt an. Der HSGB hält eine vergleichsweise 

Einigung mit hälftiger Kostenerstattung für die Jahre 2021 bis 2023 auch nach erneuter Prüfung für angemessen und empfehlenswert. Eine gerichtliche 

Auseinandersetzung berge jedoch aufgrund des nicht unerheblichen 

Streitwertes ein enormes Kostenrisiko für die Prozeßbeteiligten. 

Und jetzt kommt das entscheidende: der ZAKB würde, wenn er den Prozeß 

verlieren würde, eine entsprechende Verbandsumlage von den Mitgliedern 

erheben. Dies hätte zur Folge, dass bei der Stadt Bensheim den Einnahmen 

aus der Kostenerstattung die Ausgaben in gleicher Höhe für die 

Verbandsumlage gegenüberstünden. Wir ziehen als Stadt somit keinen 

finanziellen Vorteil sondern haben dann noch das Risiko und die 

Prozeßkosten, wenn wir den Prozeß verlieren. Deshalb stimmen wir der 

Verwaltungsvorlage zu. Aber: wir fordern den ZAKB und die Stadt Bensheim 

auf genauer hinzusehen: wer lagert diesen Müll in der freien Landschaft ab ? 

Manchmal kann man das nachvollziehen wer das veranlasst hat. Da sollte ein  zusätzlicher Augenmerk mit saftigem Ordnungsgeld stattfinden.

STVV 25.6.2026 „Einladung von Vertretern des Vereins Makista e.V. als Sachverständige“, Franz Apfel

Franz Apfel, BfB-Fraktion – es gilt das gesprochene Wort     25.06.2026 

Frau Stadtverordnetenvorsteherin, meine Damen und Herren, sehr geehrte Gäste,

die Fraktion Volt beantragt heute Vertreterinnen bzw. Vertreter des Vereins 

Makista e. V. als Sachverständige einzuladen. Der Verein Makista befasst sich 

seit 2000 für die Verwirklichung der Kinderrechte in Schulen und 

Bildungseinrichtungen und will dazu beitragen, dass Kinder von klein auf 

Respekt erfahren und Demokratie lernen. 

Diesen Antrag unterstützen wir gerne. Bensheim hat hier große Defizite. Und 

gut, dass die SPD ihre Anfrage bereits eingereicht hatte, bevor der neue 

Koalitionsvertrag von CDU, SPD und FWG in Kraft trat. Sonst wäre es 

anzunehmen, dass die SPD-Anfrage nicht gestellt worden wäre. 

Der Antrag von Volt befasst sich mit Beteiligungsformaten sowie mit den 

Erkenntnissen des Hessischen Kinder- und Jugendrechtemonitoring. Das 

unterstützen wir als Fraktion der Bürgerinnen und Bürger für Bensheim. Und 

in Hessen regieren doch CDU und SPD.

Meine Damen und Herren,

am Rande will ich noch erwähnen: hätten wir in Bensheim keine Koalition sondern eine Sachzusammenarbeit über alle politischen Gruppen hinweg, dann würde dieser Antrag mindestens von Volt, Grünen, SPD und BfB gestellt werden und bekäme eine Mehrheit in der Stadtverordnetenversammlung. Der Änderungs-Antrag der Koalition ist überflüssig. Die Anfrage der SPD wird heute beantwortet und der Antrag von Volt kann ohne weitere Verzögerung beschloßen werden.

STVV 26.6.2026 “ Einsatz von Mährobotern“, Marion Machalowski

Sehr geehrte Frau Stadtverordnetenvorsteherin,
sehr geehrte Damen und Herren,

Mähroboter gehören inzwischen zum Alltag in vielen Gärten. Sie stehen für Komfort und Arbeitserleichterung. Gleichzeitig bergen sie erhebliche Risiken für unsere heimische Tierwelt.

Besonders betroffen sind nachtaktive Tiere wie Igel, aber auch Amphibien und Insekten. Igel fliehen bei Gefahr nicht, sondern rollen sich ein. Gegenüber Mährobotern sind sie dadurch weitgehend schutzlos. Die Folgen können schwere Verletzungen oder der Tod sein.

Der Kreis hat inzwischen eine Allgemeinverfügung erlassen, die die Nutzung von Mährobotern zu bestimmten Zeiten einschränkt. Damit besteht eine rechtliche Grundlage. Aus Sicht der BfB ist deshalb entscheidend, dass die Stadt nun ihre eigene Aufgabe wahrnimmt: gute, verständliche und wirksame Öffentlichkeitsarbeit.

Wir halten es grundsätzlich für richtig, mit Verboten zurückhaltend umzugehen. Bürgerinnen und Bürger sollen nicht zuerst über Einschränkungen erreicht werden, sondern über Information, Einsicht und Verantwortung. Deshalb finden wir eine städtische Informationskampagne weiterhin sinnvoll – unabhängig davon, ob einzelne Anträge weiterverfolgt oder zurückgezogen werden.

Informationen auf der Internetseite der Stadt oder bei Naturschutzverbänden sind wichtig. Sie reichen aber allein nicht aus. Eine gute Kampagne sollte sichtbar, niedrigschwellig und verständlich sein: etwa durch Flyer, Plakate, Hinweise in städtischen Medien und eine klare Ansprache während der Gartensaison.

Die BfB hat sich mit dem Thema intensiv beschäftigt und ein Motiv entworfen, das aus unserer Sicht für eine solche Informationskampagne geeignet ist. Dieses Motiv stellen wir der Stadt gerne zur Verfügung.

Wichtig ist, dass die Aufklärung zeitnah beginnt. Sinnvoll wäre außerdem, nach einer Saison gemeinsam mit den beteiligten Akteuren zu prüfen, ob die Maßnahmen Wirkung gezeigt haben oder verbessert werden müssen.

Unser Ziel ist eine moderne und lebenswerte Stadt – für Menschen und Tiere gleichermaßen.
Wir stimmen dem Antrag der Grünen zu.


Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.

(P.S. Das Bilddokument wurde Frau Bürgermeisterin Klein sowie Herrn 1. Stadtrat Daum ausgehändigt zur freien Verwendung.)