STVV 31.3.2022 „Herausnahme von städtischen Waldbeständen aus der Bewirtschaftung“, Dr. Ulrike Vogt-Saggau

Frau Stadtverordnetenvorsteherin,                                  

meine Damen und Herren, sehr geehrte Gäste

Das Thema „Wald“ steht schon lange auf der Agenda der BfB.

Bereits in der letzten Legislaturperiode hatten wir uns dafür eingesetzt, dass in Bensheim städtische Wälder aus der Bewirtschaftung herausgenommen werden.

In der STVV März 2017 – also genau vor 5 Jahren – hatten wir eine Anfrage auf Prüfung gestellt, welche weiteren Waldbestände aus der Bewirtschaftung herausgenommen werden können – inclusive einem Zeitplan.

So wurden 2018 ca. 9 ha. Pappel- und Erlenbuchenwald an der Erlache zum Naturwald. 2020 kamen ca. 1,3 ha im Schwanheimer Wald hinzu – ein Waldstück mit über 200 jährigen Buchen und Eichen.

Nachdem die Agrarlandschaft bis auf Restflächen extrem artenarm geworden ist, kommt den Wäldern heute eine große Bedeutung zu. Naturwälder leisten einen sehr wichtigen Beitrag zur Biodiversität.

Gemäß einem Beschluss der Stadtverordnetenversammlung vom Mai 2020 wurden nun in Zusammenarbeit mit dem Revierförster weitere Waldflächen festgelegt, die zukünftig zum Naturwald werden.

Wir begrüßen diese Entscheidung. Es ist ein Schritt in die richtige Richtung und ein wichtiger Beitrag für mehr Naturschutz in unserer Region.

Die Stadt Bensheim ist Eigentümerin von einem Waldbestand von ca. 900 ha.

  • 20,51 ha davon sind jetzt Naturwald = 2,3 %

Die Fläche des Naturwaldes wird sich nun in etwa verdoppeln.

Unser Ziel bleibt es mindestens 10 % des städtischen Waldes aus der Bewirtschaftung zu nehmen. Wir werden uns weiter dafür einsetzen und diesen Weg konsequent verfolgen.

STVV 31.3.2022 „Umgestaltung des Spielbereiches am Wambolter Hof und des Zugangs zur Lauter im Bereich des Kinderspielplatzes“, Dr. Ulrike Vogt-Saggau

Frau Stadtverordnetenvorsteherin

meine Damen und Herren, sehr geehrte Gäste

In einem gemeinsamen Antrag mit der FWG möchten wir einen Beschluss aus der Stadtverordnetenversammlung vom November 2020 nochmals auf die Tagesordnung bringen.

Es geht um folgende 2 Aspekte:

  • zum einen um die sehr teure Umgestaltung des Spielbereiches am Wambolter Hof,
  • zum anderen um die Umgestaltung des Uferbereiches. Nur wenige Meter vom Kleinkinderspielplatz entfernt soll ein Zugang zur Lauter gebaut werden.

Ich möchte mit dem 2. Punkt beginnen.

Diesen Zugang zur Lauter lehnen wir aus Sicherheitsgründen strikt ab.

Als BfB hatten wir bereits 2020 einen Änderungs-Antrag gestellt damit diese Maßnahme gestoppt wird. Wir wiederholen es heute nochmals.

Es ist zu gefährlich – und dieser Meinung sind nicht nur wir. Viele besorgte Bürger und Bürgerinnen in Bensheim sind der gleichen Meinung – wie wir in Leserbriefen und auch in einem Ortstermin erfahren konnten.

Ich zitiere Ihnen ausschnittsweise aus einem Leserbrief, der erst letzte Woche im BA erschien.

Überschrift: Öffnung der Lauter. Eine Gefahrenquelle für unsere kleinen Kinder

Zitat:

…dieses Projekt bedeutet eine große Gefahrenquelle für unsere kleinen Kinder….

…Renovierungs- und Verschönerungsarbeiten wären sicher in Ordnung – aber keine Todesfalle.

…Was passiert, wenn Kinder ins Wasser fallen und ertrinken? Wenn der TÜV ein solches Projekt genehmigt hat, wäre das sehr bedenklich.

Zitat Ende

Ja, was sagt der TÜV dazu? Ich zitiere aus der Stellungnahme des TÜV:

„Der TÜV SÜD schätzt die Risiken durch den geplanten Zugang zum Lauterufer für auf dem Spielbereich am Wambolder Hof spielende Kinder als gering ein, weil durch die geltende Aufsichtspflicht das allgemeine Verkehrsrisiko auf öffentlich zugänglichen Gewässern nicht wesentlich erhöht wird.

Kinder unter 3 Jahren unterliegen der ständigen Aufsichtspflicht. Bei älteren Kindern ist der Grad der erforderlichen Aufsicht vom Grad der körperlichen sowie geistigen Verfassung und Reife abhängig.“

Zitat Ende.

Der TÜV schiebt das Risiko auf die Eltern – auf deren Aufsichtspflicht – ab. Ja, die Eltern haben selbstverständlich die Aufsichtspflicht.

Nun wissen aber alle, die mir ihren Kindern oder Enkeln einen Spielplatz besuchen, wie es dort abläuft. Die Kinder spielen – mal hier mal dort. Ein Gewusel – besonders wenn man mit zwei kleinen Kindern unterwegs ist.

Ja – und auch die erwachsenen Begleitpersonen freuen sich bei einem Spielplatzbesuch auf den Austausch mit anderen Eltern. Das gehört einfach dazu!

Am Wambolter Hof befindet sich das Stadtcafe mit einer Terrasse und es wird u.a. deswegen so gut besucht, weil „man“ sich da gut treffen und unterhalten kann, während die Kleinkinder auf dem Spielplatz spielen.  

Die Aufsichtspflicht – auch wenn gesetzlich vorgeschrieben – ist da nicht immer im vollen Umfang gegeben. Wir sind Menschen und keine Maschinen!

Im Bereich eines Kleinkinderspielplatzes – und generell in der Nähe eines Spielplatzes – darf es absolut keine Gefahrenquellen geben.

Wir warnen deshalb ausdrücklich vor dem Zugang zur Lauter.

Dazu kommt, die die Fließgeschwindigkeit der Lauter – besonders bei Hochwasser – nicht zu unterschätzen ist.

Kinder spielen gerne mit Wasser – und das sollen sie auch!

Wir haben in Bensheim einen schönen Wasserspielplatz für die Kleinsten in der Hauptstraße, der im Sommer – wenn das Wasser fließt – sehr gut angenommen wird.

Bereits in der STVV am 5.11.2020 hatten wir einen Änderungs-Antrag gestellt in dem wir die Streichung dieses Zugangs zur Lauter  beantragt haben. Unser Antrag wurde damals nicht unterstützt.

Ich bitte Sie Ihre damalige Entscheidung nochmals zu überdenken – es kann Leben retten!

Nun zu einem weiteren Punkt: Wir beantragen einen Stopp für die Umgestaltung des Spielplatzes. Dieser Spielplatz ist in einem guten Zustand und wird – so wie er ist – sehr gut angenommen.

Für die Umgestaltung des Spiel- und des Uferbereiches sind laut

Verwaltungsvorlage 440.000 Euro vorgesehen.

Es kann nicht sein, dass für solche Projekte die Grundsteuer B

und die Gewerbesteuer kräftig erhöht werden.

Alles in allem: Aufgeschoben ist ja nicht aufgehoben – es kommen bessere Zeiten.

Aber zum jetzigen Zeitpunkt können wir diese Ausgaben nicht unterstützen.

Wir bitten um getrennte Abstimmung.

  1. Beschluss über die Umgestaltung des Spielbereichs
  2. Beschluss über den Zugang zur Lauter. Für diesen Punkt beantragen wir eine namentliche Abstimmung

Änderungs-Antrag der BfB-Fraktion zum Antrag von CDU und FDP bezüglich Umgestaltung des Berliner Rings“

BfB-Fraktion 29.03.2022

Frau

Stadtverordnetenvorsteherin

Christine Deppert

über parlamentarisches Büro

Sehr geehrte Frau Deppert,

nehmen Sie bitte den nachfolgenden Änderungs-Antrag der BfB-Fraktion zum Antrag von CDU und FDP bezüglich Umgestaltung des Berliner Rings“ auf die Tagesordnung der Stadtverordnetenversammlung am 31. März 2022.

Ø Wir bitten um Einzelabstimmung der Punkte.

Mit freundlichen Grüßen

Franz Apfel,

BfB-Fraktion

Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen:

  1. Die Stadtverordnetenversammlung unterstützt die bereits umgesetzten Maßnahmen zur Umgestaltung des Berliner Rings im Bereich der Kindertagesstätte Berliner Ring: Fußgängerüberweg mit Mittelinsel, Verschwenkung des Berliner Rings in Höhe der KITA, Wegfall der Parkstreifen auf der Westseite des Berliner Rings, Neumarkierung extra breiter Parkplätze auf der Ostseite des Berliner Rings, Einrichtung und Markierung einer Dooring Zone zwischen Parkplätzen und dem parallel verlaufenden Radweg, Reduzierung der Geschwindigkeit auf 30 km/h. Die dafür benötigen Mittel in Höhe von 50.000 Euro werden freigegeben.
  2. Der Magistrat wird beauftragt bzw. die Straßenverkehrsbehörde wird gebeten, kurzfristig zu prüfen ob die Installierung einer Ampel Ecke Berthold-Brecht-Ring auf den Berliner Ring zur Sicherheit in diesem Bereich beitragen kann. Das Prüfergebnis soll der Stadtverordnetenversammlung vorgelegt werden.
  3. Der Magistrat wird weiterhin beauftragt zu klären wo weitere Parkplätze für den Bring- und Holverkehr kurzfristig bereitgestellt werden können.

Kurzbegründung:

Die bereits umgesetzten Maßnahmen hält die BfB-Fraktion für wichtige Maßnahmen um die Sicherheit in diesem Bereich zu erhöhen. Wir kritisieren ausdrücklich die sehr späte Vorlage und die Zurückziehung der Vorlage Nr. 0586/21. Die Kindertagesstätte steht kurz vor der Eröffnung.

Die im Verkehrsgutachten zugrundegelegte Belegungsdauer von 7,5 Minuten für die Stellplätze halten wir als deutlich zu niedrig. Das wird so nicht funktionieren. Kinder sind keine Stückgutware.

Aus diesem Grund müssen kurzfristig weitere Parkplätze zur Verfügung gestellt werden um kein Verkehrschaos bei den morgendlichen und abendlichen Spitzenstunden im Bring- und Holverkehr mit absehbaren Gefährdungen in diesem Bereich zu provozieren.

Die kurzfristige Überprüfung einer Ampel Ecke Berthold-Brecht-Ring/Berliner Ring ist ebenfalls eine wichtige Maßnahme um mehr Verkehrssicherheit zu erreichen.

Änderungs-Antrag der BfB-Fraktion zur Verwaltungsvorlage „Neue Stadtbuslinie 672 Berliner Ring“

BfB-Fraktion 29.03.2022

Frau

Stadtverordnetenvorsteherin

Christine Deppert

über parlamentarisches Büro

Sehr geehrte Frau Deppert,

nehmen Sie bitte den nachfolgenden Änderungs-Antrag der BfB-Fraktion zur Verwaltungsvorlage „Neue Stadtbuslinie 672 Berliner Ring“ auf die Tagesordnung der Stadtverordnetenversammlung am 31. März 2022.

Mit freundlichen Grüßen

Franz Apfel,

BfB-Fraktion

Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen:

„Der Magistrat wird beauftragt zum Ende des Jahres 2025 eine Überprüfung darüber vorzunehmen wie gut die neue Stadtbuslinie angenommen wird. Diese Überprüfung ist der Stadtverordnetenversammlung mit einer Empfehlung zur Entscheidung vorzulegen.“

Kurzbegründung:

Die BfB-Fraktion hatte auf eine entsprechende Frage folgende Antwort erhalten: „Sollte zu einem späteren Zeitpunkt festgestellt werden, dass die Linie durch NutzerInnen nicht im erwarteten Ausmaß angenommen wird, können die im Rahmen der Linie 672 zubestellten Mehrkilometer auch ohne finanzielle Mehraufwendungen auf andere Gebiete der Stadt aufgeteilt werden.“

Aus unserer Sicht ist es sinnvoll, dass wir Ende 2025 eine Überprüfung vornehmen wie die neue Buslinie angenommen wird. Dann können wir noch handeln und falls erforderlich gegensteuern. Wir bitten deshalb um Unterstützung unseres Änderungs-Antrages dazu.

Änderungs-Antrag der BfB-Fraktion zum Thema „Landesprogramm Zukunft Innenstadt, Teilprojekt 2: Dynamisches Leerstands- und Freiflächenmanagement“

BfB-Fraktion 29.03.2022

Herrn

Ausschussvorsitzender des HFA

Werner Bauer

über parlamentarisches Büro

Sehr geehrter Herr Bauer,

nehmen Sie bitte den nachfolgenden Änderungs-Antrag der BfB-Fraktion zum Thema „Landesprogramm Zukunft Innenstadt, Teilprojekt 2: Dynamisches Leerstands- und Freiflächenmanagement“ auf die Tagesordnung des Haupt- und Finanzausschusses am 31. März 2022.

Mit freundlichen Grüßen

Franz Apfel,

BfB-Fraktion

Der Haupt- und Finanzausschuss möge beschließen:

„Die Entscheidung unter TOP 2 „Begrünung der Innenstadt“ wird zurückgestellt und in die nächste Sitzung verschoben.“

Kurzbegründung:

Als BfB-Fraktion können wir uns gut vorstellen, dass die Freifläche am oberen Marktplatz kulturell genutzt wird bis zur Entscheidung wie es am Marktplatz weiter geht. Dieser Platz hat sowohl für die eine als auch für die andere Richtung viel Potential.

Das Thema Stadtbegrünung ist für uns sehr wichtig. Sicher kann und soll in diesem Bereich auch mehr für die Stadtbegrünung getan werden. Priorität sehen wir für diesen Bereich aktuell in der kulturellen Nutzung bis zur Entscheidung wie es am Marktplatz weiter geht.

Neue Buslinie und Verkehrsprobleme im Bereich der neuen KITA Berliner Ring Themen bei der BfB

Bensheim. Die nächste Video-Konferenz der Wählergemeinschaft Bürger für Bensheim (BfB) findet am Dienstag, den 29. März 2022 ab 18.00 Uhr statt. Dabei stehen letzte Vorbereitungen für die bevorstehende Stadtverordnetenversammlung im Mittelpunkt der BfB-Fraktionssitzung, informiert Stadtrat Andreas Born (BfB).

Wir sprechen u. a. über die Verwaltungsvorlage für die neue Buslinie Berliner Ring Ärztezentrum, die in ein Gesamtkonzept eingebunden wurde. Wir unterstützen die Verwaltungsvorlage und wundern uns darüber, dass es große Ablehnung im Lager der Koalition durch die FDP und die CDU gibt. Ursprünglich war von Mehrkosten für diese Buslinie von ca. 330.000 Euro ausgegangen worden. Jetzt wird diese Busanbindung deutlich günstiger, darauf weist BfB-Stadtverordneter Norbert Koller hin.

Auf Antrag der Fraktionen von BfB, Grünen und FWG mit Unterstützung der Koalition hatte die Stadtverordnetenversammlung am 20. Mai 2021 beschlossen, in Zusammenarbeit mit dem Revierförster zu prüfen, ob weitere Waldflächen aus der Bewirtschaftung genommen werden können. Nach einer Anfrage, die die Koalition vorschlug, sind wir heute soweit, dass wir immerhin eine Verdoppelung der Flächen bis 2026 auf insgesamt 44,5 ha erzielen. Ein gemeinsamer Antrag der meisten Fraktionen wird von uns ausdrücklich unterstützt, darauf weist BfB-Stadtverordnete Dr. Ulrike Vogt-Saggau hin.

Die vorgesehenen Maßnahmen um einen Verkehrskollaps an der neuen Kindertagesstätte am Berliner Ring zu verhindern werden von uns unterstützt. Diese Maßnahmen werden allerdings nicht ausreichen um größere Verkehrsprobleme zu verhindern. Der Knackpunkt dabei ist, dass lediglich 7,5 Minuten vorgesehen sind für Parken, Kind in der KITA übergeben und wieder wegfahren. Das funktioniert in der Realität auf keinen Fall. Wir brauchen deshalb zusätzlich mehr Parkplätze in diesem Bereich und die Prüfung ob eine Ampelanlage vom Berthold-Brecht-Ring auf den Berliner Ring notwendig wird um die Verkehrssicherheit in diesem Bereich zu erhöhen, betont BfB-Stadtverordneter Franz Apfel.

Wir unterstützen Tempo 30 im Bereich der KITA, einen Fußgängerüberweg mit Mittelinsel und eine Verschenkung des Berliner Rings um die Sicherheit zu erhöhen. Für uns ist nicht nachvollziehbar, dass CDU und FDP als Teile der Koalition diese Maßnahmen kurz vor der Eröffnung der KITA stoppen wollen. Soll hier die Bürgermeisterin und Stadtrat Oyan vorgeführt werden ?, fragt die BfB-Fraktion. Schade, dass der hauptamtliche Magistrat die Vorlage nicht schon früher vorgelegt hatte. Warum haben CDU und FDP ihre Hausaufgaben nicht gemacht und das Thema rechtzeitig bearbeitet ? Über die 1. Stadträtin ist die CDU doch prominent im Magistrat vertreten, stellt die BfB-Fraktion abschließend fest und fragt sich was in dieser Koalition los ist.

Anfrage der BfB-Fraktion bezüglich „Fragen zum Verkehrsgutachten Kindertagesstätte Berline Ring“

BfB-Fraktion
Bensheim, 21. März 2022

Frau

Stadtverordnetenvorsteherin Christine Deppert

über das parlamentarische Büro

Sehr geehrte Frau Deppert,

wir bitten Sie nachfolgende Anfrage der BfB-Fraktion bezüglich „Fragen zum
Verkehrsgutachten Kindertagesstätte Berline Ring auf die Tagesordnung der
Stadtverordnetenversammlung am 31. März 2022 zu nehmen.

Mit freundlichen Grüßen

BfB-Fraktion,

Franz Apfel

Vorbemerkung:

Die vorgesehenen Maßnahmen – Tempo 30, Fußgängerüberweg mit Mittelinsel,
Verschwenkung des Berliner Rings etc. – werden von uns unterstützt. Diese
Maßnahmen werden aber aus Sicht der BfB-Fraktion nicht ausreichen um eine
starke Verkehrsbehinderung mit Gefahrensituationen auf dem Berliner Ring im
Bereich der Kindertagesstätte nach deren Eröffnung auszuschließen. Der
Knackpunkt in dem Gutachten sind die 7,5 Minuten für Parken, Kind in der
KITA übergeben und wieder wegfahren. Diese Zeiten sind nicht einhaltbar:
„Kinder sind keine Stückgutware“.

Wir fragen den Magistrat:

  1. Wie viele Parkplätze müssen laut Stellplatzverordnung für eine
    Kindertagesstätte dieser Größe – 7-zügig – angelegt werden für

a) die Beschäftigten und

b) für den Bring- und Holverkehr ?

  1. Wie viele Parkplätze stehen für die KITA Berliner Ring tatsächlich
    zur Verfügung ?
  2. Wie viel Minuten sind in der KITA Gartenstraße für den Bring- und
    Holverkehr vorgesehen, sind das 15 Minuten ?
  3. Im Verkehrsgutachten Seite 14/70 steht im ersten Absatz 15 Parkstände
    auf dem Grundstück der KITA. Auf Seite 1/57 der Vorlage stehen 12 Parkplätze – wie ist der Unterschied zu verstehen ? Waren zunächst 15 Parkplätze statt
    der 12 vorgesehen und warum wurden diese vorgesehenen 15 auf 12 verringert ?
  4. Wie würde sich die Verkehrssituation auf dem Berliner Ring und bei
    der Einfahrt vom Berthold-Brecht-Ring auf den Berliner Ring darstellen bei
    10 Minuten Belegungsdauer der Stellplätze ?
  5. Wie würde sich die Verkehrssituation auf dem Berliner Ring und bei
    der Einfahrt vom Berthold-Brecht-Ring auf den Berliner Ring darstellen bei
    15 Minuten Belegungsdauer der Stellplätze ?
  6. Wie würde sich die Verkehrssituation darstellen bei einer
    Ampelregelung Ecke Berthold-Brecht-Ring auf den Berliner Ring ?
  7. Welche Mehrkosten ergeben sich bei der Installation dieser Ampel ?

Verkehrsgutachten Berliner Ring: BfB – Im Bereich der neuen KITA wird es zu größeren Verkehrsproblemen kommen !

Bensheim. Zur Video-Konferenz trifft sich die BfB-Fraktion am Dienstag, den 22 März 2022 um 18.00 Uhr. Wir bereiten zunächst die Stadtverordnetenversammlung vor.

Das Verkehrsgutachten zur neuen Kindertagesstätte am Berliner Ring schlägt
zwar sinnvolle Maßnahmen vor, die von uns unterstützt werden wie Tempo 30,
Fußgängerüberweg mit Mittelinsel und Verschwenkung der Fahrbahn im Bereich
der KITA. Diese Maßnahmen werden aber nicht dazu führen das nach der
Eröffnung der KITA deutliche Verkehrsbehinderungen auf dem Berliner Ring und
bei der Einfahrt vom Berthold-Brecht-Ring auf den Berliner Ring verhindert
werden können. Wir sehen diesen Bereich mit Sorge und verweisen darauf, dass
die vorgesehenen Taktzeiten von 7,5 Minuten für Parken, Kind in der KITA
übergeben und wieder wegfahren nicht einzuhalten sind. „Kinder sind keine
Stückgutware“, macht BfB-Stadtverordnete Dr. Ulrike Vogt-Saggau deutlich.

Die ausgewiesenen Parkplätze werden nicht ausreichen. Hier muß nachgebessert
werden und es muß geprüft werden ob eine Ampelanlage an der Einfahrt vom
Berthold-Brecht-Ring auf den Berliner Ring sinnvoll sein könnte um die
Einfahrt zu verbessern. Zum Schutz der Kinder muß einiges noch überdacht
werden, betont BfB-Stadtverordneter Norbert Koller.

Als weiteren wichtigen Sachpunkt beraten wir über die Vertagung im
Ortsbeirat Mitte des gemeinsamen Antrages von Yvonne Dankwerth und Martin
Zencke (SPD) für die Ansiedlung eines Nahversorgers für die Stadtmitte.
Diesen Nahversorger sehen wir für sehr wichtig für die Nahversorgung der
BewohnerInnen der Stadtmitte an. Deshalb werden wir eine Umformulierung des
Antrages zu beraten mit dem festen Ziel einen Nahversorger zu erreichen,
erklärt Yvonne Dankwerth für die BfB.

Auf die BfB-Fraktion sind mehrere Vereine zugekommen wegen fehlenden
Lager-Räumen bzw. kleineren Übungsräumen. „Wir haben deshalb eine Anfrage an
den Magistrat gestellt ob es zutrifft, dass der Kreis Bergstraße keine
Vereine mehr in seinen Schulgebäuden mehr haben will bzw. vielen Vereinen
die Nutzung der Schulgebäude nicht mehr erlaubt. Die Stadt Bensheim bezahlt
schließlich viele Millionen Euro Schulumlage. Deshalb muß hier von Seiten
des Magistrats und des Kreistages gehandelt werden“, darauf weist
BfB-Stadtverordneter Franz Apfel hin.

Atommüll in Biblis bis 2080? Rainer Scheffler bei der BfB: Zwischenlagerung über Jahrzehnte

Im Rahmen einer Videokonferenz diskutierte die Wählergemeinschaft Bürger für
Bensheim (BfB) kürzlich mit dem Sprecher der Anti-Atom-Initiative AK.W.Ende
Bergstrasse, Rainer Scheffler, über die verlängerte Zwischenlagerung von
hochradioaktivem Atommüll in Biblis, die EU-Taxonomie in Bezug auf Atomkraft
und Gas sowie die Überlegungen zur Laufzeitverlängerung von AKWs in
Deutschland vor dem Hintergrund von Klimawandel und dem Stopp russischer
Gaslieferungen.

Scheffler verwies zunächst auf Angaben der bundesweit verantwortlichen
Gesellschaft für Zwischenlagerung (BGZ), wonach in den 2050er Jahren ein
tiefengeologisches Endlager zur Einlagerung der deutschlandweit etwa 17000 t
hochradioaktiven Atommülls in 1.900 Castor-Lagerbehältern bereitstehen soll.
Allerdings gehe man davon aus, dass die Einlagerung selbst nochmals 30 Jahre
dauern werde.

„Im Standort-Zwischenlager Biblis stehen aktuell 108 Castor-Behälter, deren
Betriebsdauer auf 40 Jahre begrenzt ist. Das Lager selbst hat eine
Betriebsgenehmigung bis Mai 2046″, so der AK.W.Ende-Sprecher.

„Wir sind davon überzeugt, dass die vorhandene Infrastruktur über einen
jahrzehntelangen Zeitraum insbesondere in Bezug auf die Kontrolle und
mögliche Reparaturen der Lagerbehälter am Standort nicht ausreicht.“

Scheffler verwies auf die USA, wo die Zwischenlagerung von hochradioaktivem
Material in Lagerbehältern mit einem Forschungsprogramm einhergeht, bei dem

  • anders als in Deutschland – repräsentative Behälter samt Inventar nach
    einer bestimmten Lagerzeit untersucht werden. Deshalb sei aus seiner Sicht
    die Diskussion über ein neues Sicherheitskonzept für die verlängerte
    Zwischenlagerung dringend geboten.

Mit Hinweis auf den russischen Angriffskrieg in der Ukraine und den Beschuss
dortiger Atomkraftwerke machte Franz Apfel für die BfB auf die zusätzlichen
hohen Risiken und Gefahren bei Nuklearanlagen aufmerksam. in diesem
Zusammenhang betonte Rainer Scheffler, dass auch bei verlängerter
Zwischenlagerung der Schutz vor möglichen Terroranschlägen mit bedacht
werden müsste, und: „um einen sicheren Ablauf von Zwischenlagerung über
viele Jahre, Transport und Einlagerung in ein tiefengeologisches Endlager zu
gewährleisten, bedarf es stabiler politischer Verhältnisse in Deutschland.“

Auf die Frage von Ulrike Vogt-Saggau, wie er die Forderung nach
Laufzeitverlängerung für die restlichen drei Atommeiler in Deutschland
bewerte und was er von der These halte, Atomenergie sei ein Mittel gegen den
Klimakollaps, erwiderte Scheffler: „Ein simples Hochfahren der drei Meiler
ist aktuell gar nicht mehr möglich, weil bereits intensive Vorbereitungen
für das vorgesehene Abschalten Ende 2022 getroffen wurden.“

Atomenergie als Klimaretter sei „absurd“, so Rainer Scheffler. Weltweit
müssten 15000 neue Atommeiler entstehen, um fossile Brennstoffe zu ersetzen.
„Atomenergie ist gefährlich, für den radioaktiven Müll existiert weltweit
kein Endlager und kommerziell lohnt sich Atomkraft nur, weil sie vom Staat
mit Milliarden subventioniert wurde. Atomkraft ist die einzige Technik, die
ständig teurer wird. Das macht sie selbst für Energiekonzerne inzwischen
unpopulär.“

Hier hakte Norbert Koller von der BfB ein und fragte nach, wie es komme,
dass die EU-Kommission „ausgerechnet Atom und Erdgas in der EU-Taxonomie
als nachhaltige Technologien labeln will?“ Zudem bezieht Deutschland jetzt Gas
aus den USA – Fracking-Gas! „Umweltschädlicher geht es ja gar nicht mehr“,
betont Vogt-Saggau. Hierbei wird nicht nur die Natur vergiftet und zerstört,
sondern es entsteht bei deren Förderung Unmengen CO2.

Für Rainer Scheffler ist dies „vor allem ein Ergebnis intensiven Lobbyings.
Insbesondere Frankreich will für Atom das Nachhaltigkeitslabel, weil die
französische Atomindustrie massiv überschuldet ist. Die vorgesehene
Taxonomie ist grundsätzlich eine gute Sache, weil sie ein Wegweiser ist, um
Kapital in den ökologischen Umbau der Wirtschaft – den „Green Deal“ –
umzulenken und „Greenwashing“ zu verhindern. Deutschland wiederum beharrt
auch mit der „Ampel“ auf die Aufnahme von Gas in die Taxonomie, obwohl Gas
dem Klima schadet – nicht nur, wenn es zu CO2 verbrannt wird, sondern auch,
wenn es bei Förderung und Transport über Lecks als Methan in die Atmosphäre
entweicht. Selbst wenn man Gas in Deutschland für eine Übergangstechnologie
verwendet, ist es nicht nötig, dies als „nachhaltig“ zu deklarieren.“

Stadtspaziergang der BfB zur Lauter und zum Marktplatz

Bensheim. Zu einem öffentlichen Stadtspaziergang lädt die Wählergemeinschaft
Bürger für Bensheim (BfB) am Dienstag, den 15. März 2022 um 17.00 Uhr an den
Kleinkinderspielplatz im Bereich des Wambolder Hofes ein. Dort soll – nur
wenige Meter vom Kleinkinderspielplatz – ein Zugang zur Lauter gebaut
werden, den wir aus Sicherheitsgründen ablehnen, betont BfB-Stadtverordneter
Franz Apfel.

Gegen 17.30 Uhr werden wir am Marktplatz sein und wollen Stellung nehmen zum
Beschluss der Stadtverordnetenversammlung, der einen ergebnisoffenen
städtebaulichen Ideen-Wettbewerb für die Gestaltung des Marktplatzes
vorsieht. Diesen von der Bürgerinitiative „Bensheimer Marktplatz besser
beleben!“ erreichte Beschluss wird von der BfB-Fraktion unterstützt. Wir
wollen möglichst viele visualisierte Varianten einer Nicht-Bebauung, einer
einstöckigen und einer zweistöckigen Bebauung erreichen, betont
BfB-Stadtverordneter Norbert Koller. Der ehemalige Stadtbaurat Theo
Sartorius stellt vor Ort die Position der Bürgerinitiative Bensheimer
Marktplatz besser beleben“ (BI-BMBB) vor. Interessierte Bürgerinnen und
Bürger sind zu dem Stadtspaziergang der BfB herzlich eingeladen.

Um 19.00 Uhr trifft sich die BfB-Fraktion zu einer Video-Konferenz und
bereitet die Ausschussrunde vor der Stadtverordnetenversammlung vor. Als
weiteres Sachthema befassen wir uns mit der Firma Sanner. Während die
SPD-Fraktion bereits eine Umfrage gestartet hat, wie das Firmengelände in
Auerbach einmal bebaut werden soll halten wir es zunächst für notwendig zu
klären wie es nach der Mehrheitsübernahme des früheren Familienunternehmens
durch Global Healthcare Opportunities bzw. GHO Capital Partners LLP im
letzten Quartal 2021 weitergeht. Auf eine Anfrage der BfB-Fraktion vom
1.11.2021 konnte der Magistrat dazu bisher keine schlüssigen Antworten
geben, stellt Barbara Ottofrickenstein-Ripper fest, die die BfB im
Ortsbeirat Auerbach vertritt.

Für uns ist es wichtig zu erfahren wie sich die Mehrheitsübernahme von
Sanner auf die bisherigen Beschlüsse und Absichtserklärungen (letter of
intend) auswirkt und ob der Vertrag mit der Firma Sanner mittlerweile von
beiden Seiten unterschrieben wurde was Ende 2021 noch nicht der Fall war,
betont Stadtrat Andreas Born (BfB).

Eine aktuelle Sportentwicklungsplanung für die Stadt Bensheim liegt nicht
vor. Der letzte Plan stammt vom Mai 2009 und wurde durch das Institut für
Kooperative Planung und Sportentwicklung unter Beteiligung der Sportvereine
aufgestellt. Der damalige Sportentwicklungsplan enthält eine Fülle von
nachvollziehbaren Aussagen. Viele der Ziele wurden nicht umgesetzt. Kaum
jemand weiß, dass ein solcher Plan 2009 aufgestellt wurde. Kein Wunder, dass
beispielweise das Fazit des Sportentwicklungsplans aus dem Jahr 2009, dass
organisatorischen Maßnahmen gegenüber Bauvorhaben der Vorzug zu geben sei,
zu keinem Zeitpunkt in Bensheim eine Rolle spielte, stellt Dr. Henning
Müller fest. Die BfB-Fraktion wird sich in den kommenden Wochen noch
mehrmals mit dem Thema Sportentwicklungsplan befassen.