Bürger für Bensheim und VuA sprechen sich gegen Bensheim als Entlastungsstadt für Frankfurt aus !

Bensheim. Die Stadt Bürstadt hat bereits Mitte März 2025 die Themen Regionalplan und Entlastungskommune für Frankfurt besprochen. Aus den Veröffentlichungen geht hervor, dass der neue Regionalplanentwurf des Regierungspräsidiums Darmstadt Bensheim als eine von fünf Kommunen vorsieht, die zukünftig Wohnraum zur Entlastung der Metropole Frankfurt bereitstellen sollen. Diese Einordnung lehnen wir entschieden ab – nicht aus grundsätzlicher Wachstumsfeindlichkeit, sondern aus Verantwortung gegenüber Stadtstruktur, Lebensqualität und realistischer Planung, betont Stadtrat Andreas Born ( Bürger für Bensheim.

Bensheim ist strukturell nicht dafür ausgelegt

Bensheim ist eine Stadt mit gewachsener Identität, kleinteiliger Bebauung und begrenzten Flächenreserven. Zwischen Odenwald und Bergstraße gelegen, ist das geografische Wachstum bereits heute stark eingeschränkt. Der Verlust wertvoller Natur- und Erholungsräume wäre der Preis eines überzogenen Wachstums – ein Preis, den wir nicht bereit sind zu zahlen, erklären die Stadtverordneten Franz Apfel (BfB) und Rolf Kahnt (VuA).  

Entfernung macht tägliches Pendeln unattraktiv

Mit einer Distanz von rund 60 bis 70 Kilometern nach Frankfurt und einer einfachen Fahrzeit von bis zu einer Stunde ist Bensheim kein prädestinierter Pendlerstandort. Die Vorstellung, durch Wohnraumausbau hier eine spürbare Entlastung für Frankfurt zu erreichen, verkennt grundlegende Pendlerrealitäten und führt zu zusätzlichem Druck auf bereits heute überlastete Verkehrswege wie die A5 oder die Bahnstrecke Frankfurt–Heidelberg, darauf macht Matthias Penteker (VuA) aufmerksam. 

Infrastruktur am Limit

Unsere sozialen Einrichtungen – Schulen, Kitas, medizinische Versorgung – arbeiten bereits heute an der Belastungsgrenze. Weitere Bevölkerungszuwächse würden nicht zur Entspannung, sondern zur Überforderung führen. Wer echte Entlastung für Frankfurt will, muss in bereits eng verflochtenen Städten wie Offenbach, Hanau oder Bad Vilbel ansetzen – dort, wo funktionale Nähe besteht, erklärt BfB-Sprecherin Yvonne Dankwerth. 

Keine Verstädterung auf Kosten der Lebensqualität

Bensheim ist keine Vorstadt Frankfurts. Wir stehen für hohe Wohnqualität, regionale Verwurzelung und eine eigenständige Entwicklungsperspektive. Die von außen verordnete Rolle als „Entlastungskommune“ gefährdet diese Prinzipien und läuft Gefahr, unsere Stadt in eine Richtung zu drängen, die die Bürgerschaft nicht mitträgt, darauf weist BfB-Stadtverordnete Dr. Ulrike Vogt-Saggau hin. 

Unser Standpunkt: Selbstbestimmte, maßvolle Stadtentwicklung

Wir bekennen uns zu einer verantwortungsvollen Stadtentwicklung im Einklang mit Umwelt, Infrastruktur und gesellschaftlichem Zusammenhalt – aber nicht zu einer fremdgesteuerten Wachstumsstrategie, die auf veralteten Annahmen über Mobilität und Ballungsraumlogik beruht, meint Dazu BfB-Stadtverordnete Barbara Ottofrickenstein-Ripper. 

Deshalb fordern BfB und VuA: Die Herausnahme Bensheims aus der Liste der Entlastungskommunen und werden dazu auch entsprechende Anträge stellen. Betonen die BfB-Fraktion und die VuA-Fraktion.

Bürger für Bensheim (BfB) suchen engagierte Mitstreiter für die Kommunalwahl 2026

Bensheim, Juli 2025. Die Wählergemeinschaft Bürger für Bensheim e.V. (BfB) ruft engagierte Bürgerinnen und Bürger dazu auf, sich aktiv an der Kommunalwahl am 15. März 2026 zu beteiligen. Gesucht werden motivierte Kandidatinnen und Kandidaten, die sich für eine lebenswerte, soziale und ökologische Stadt einsetzen möchten. Ob als Kandidat:in, Unterstützer:in oder Mitglied – jede Form des Engagements ist willkommen.

Die BfB verfolgt unter anderem folgende Ziele:- Erhalt von Grün- und Landwirtschaftsflächen
– Nachhaltige Stadtentwicklung mit Herz und Verstand
– Keine weitere Flächenversiegelung
– Schutz sensibler Naturräume: Keine Windkraftanlagen oberhalb von Gronau und Hochstädten
– Bensheim darf keine „Entlastungskommune“ für Frankfurt werden
– Mehr Bürgerbeteiligung
– Deutliche Senkung der Grundsteuer B

Interessierte sind herzlich eingeladen, ihre Ideen einzubringen, mitzudiskutieren und Verantwortung für ihre Stadt zu übernehmen.

Die öffentlichen Fraktionssitzungen finden dienstags statt (aktuelle Termine im Bergsträßer Anzeiger).

Kontakt:
E-Mail: info@bfb-bensheim.de
Telefon: 06251 703464 (Anrufbeantworter)
Weitere Informationen: www.bürger-für-bensheim.de

Gestalten Sie die Zukunft Bensheims mit – aktiv, bürgernah und transparent!

BfB berät über das Sommerprogramm und will mehr Grün in der Innenstadt erreichen

Bensheim. Zu ihrer nächsten Sitzung trifft sich die Fraktion der Wählergemeinschaft Bürger für Bensheim am Dienstag, den 8. Juli 2025 ausnahmsweise bereits um 17.30 Uhr zur Fraktionssitzung per Video-Konferenz. Wir blicken zurück auf die letzte Stadtverordnetenversammlung, in der über die Wahl von Frank Daum zum 1. Stadtrat der Stadt Bensheim entschieden wurde und beraten über unser Sommerprogramm, informiert BfB-Sprecherin Yvonne Dankwerth. 

Das neue Wohngebiet auf dem alten Sannergelände wird erneut Thema bei der BfB sein. Für uns ist auch von Interesse ob die Auerbacher Schillerschule die neu zu erwartenden Schüler aufnehmen kann oder ob bauliche Veränderungen notwendig werden, informiert BfB-Stadtverordnete Barbara Ottofrickenstein-Ripper aus Auerbach. Schließlich werden bis zu 1000 neue Mitbürger auf dem Gelände erwartet. 

Immer mehr Hitzetage mit weit über 30 Grad und immer mehr tropische Nächte: am Mittwoch waren es laut Wetteramt 39 Grad in Bensheim. Als Antwort darauf brauchen wir mehr stätisches Grün in der Innenstadt und auf keinem Fall immer weniger Grün. Die großflächige Beseitigung von städtischem Grün in der Dammstraße und in dem großen Stück gegenüber von Sirona bis zur Unterführung dort sind grundlegend falsche Entscheidungen, die die Hitzesituation in der Stadt weiter befördern werden, meint dazu BfB-Stadtverordneter Franz Apfel.

Wahl zum 1. Stadtrat/1. Stadträtin = kein Fraktionszwang bei der BfB

Bensheim. Die Fraktion der Wählergemeinschaft „Bürger für Bensheim“ (BfB) hat sich in ihrer jüngsten Fraktionssitzung ausführlich mit der anstehenden Wahl zur Besetzung der Position des Ersten Stadtrats bzw. der Ersten Stadträtin in Bensheim befasst.

Nach der Vorstellung beider Kandidaten entwickelte sich innerhalb der Fraktion ein vielfältiges Meinungsbild. Die Argumente und Positionen wurden intensiv diskutiert und abgewogen.

Angesichts der unterschiedlichen Einschätzungen innerhalb der Fraktion hat die BfB beschlossen, ihren Mitgliedern in der Stadtverordnetenversammlung die Entscheidung über das individuelle Abstimmungsverhalten am 03.07.2025 freizustellen. Eine einheitliche Fraktionsabstimmung wird es daher nicht geben.

Die BfB-Fraktion betont, dass diese Offenheit Ausdruck ihres demokratischen Selbstverständnisses ist – individuelle Meinungsbildung wird ausdrücklich zugelassen und respektiert teilt BfB-Stadtverordneter Franz Apfel mit.

BfB-Fraktion für Sparen und Reformen um die Grundsteuer B wieder zu senken !

Bensheim. Zu ihrer nächsten Fraktionssitzung trifft sich die Wählergemeinschaft Bürger für Bensheim (BfB) am Dienstag, 1. Juli 2025 um 19.30 Uhr per Video-Konferenz, informiert BfB-Sprecherin Yvonne Dankwerth. 

Wir sprechen u. a. über die Wahl zur 1. Stadträtin bzw. zur Wahl des 1. Stadtrates für die Stadt Bensheim in der nächsten Sitzung der Stadtverordnetenversammlung, informiert BfB-Stadtverordnete Barbara Ottofrickenstein-Ripper.

Die Sommerpause werden wir nutzen um deutlich zu machen, dass die Sparmöglichkeiten und Reformen bei der Stadtverwaltung Bensheim noch lange nicht ausgeschöpft sind. Auf jeden Fall wollen wir die weiteren vorgesehenen Anhebungsschritte bei der Grundsteuer B auf 1275 Punkte und 1660 Punkte verhindern, macht BfB-Stadtverordneter Franz Apfel deutlich. 

In den Ausschüssen des Bergsträßer Kreistages wurde jetzt die Teilnahme von Ausschussmitgliedern per Video ermöglichst. Eine Möglichkeit die wir auch in Bensheim für unsere Ausschüsse in Erwägung ziehen sollten, meint dazu Stadtrat Andreas Born (BfB).

BfB-Fraktion für Bedarfsampel im Bereich der B 3 Ortsausgang Richtung Heppenheim

Bensheim. „Wir verstehen die Initiative einer Reihe von Anliegern der Arminstraße zum Thema gefährliche Verkehrssituation im Bereich des Ortsausgangsschildes/Ortseingangsschildes von und nach Heppenheim. Die Situation ist unübersichtlich und beinhaltet die Gefahr durch Geschwindigkeitsüberschreitungen“, darauf weist Yvonne Dankwerth hin, die die BfB-Fraktion im Ortsbeirat Stadtmitte vertritt.

Die Petition der Anlieger weist auf die Problematik überhöhter Geschwindigkeiten, gefährliches Linksabbiegen und gefährliche Überquerung für Fußgänger und Radfahrer im Bereich der dortigen Verkehrsinsel. Wir verweisen in diesem Zusammenhang nochmals darauf, dass der fließende Verkehr bei der Querungshilfe nicht anhalten muß. Beim überqueren sind Passanten zudem im Gefahrenbereich der Links- und Rechtsabbieger, dies geht zutreffend aus der Petition hervor, meint BfB-Stadtverordneter Franz Apfel. 

„Wir können uns in Teilen der Petition anschließen. Eine Bedarfsampel würde für diesen unübersichtlichen Bereich für mehr Sicherheit sorgen und ein Überholverbot ab Tegut-Kreisel bis Ortsschild Bensheim findet unsere Unterstützung. Wir begrüßen, dass noch überprüft wird ob eine Fußgängerampel installiert wird und sind auf das Ergebnis sprich die Antwort mit Entscheidungsgründen zu den weiteren Forderungen der Resolution gespannt, erklärt die BfB-Fraktion.

 Stadträtin Rauber-Jung zu Gast in der BfB-Fraktion

Bensheim. Zu ihrer nächsten Fraktionssitzung trifft sich die BfB-Fraktion zusammen mit der VUA-Fraktion am Dienstag, den 10. Juni 2025 um 18.00 Uhr im Hotel Felix in der Dammstraße. Die BfB-Fraktion tagt zusammen mit den BfB-Sprecherinnen und Sprechern und der VuA-Fraktion. Wir haben Frau Nicole Rauber-Jung eingeladen. Die 1. Stadträtin bewirbt sich um sechs weitere Jahre für diese Position. Um 18.15 Uhr stellt sie sich vor und steht für Fragen und Anmerkungen zur Verfügung, heißt es in einer gemeinsamen Mitteilung der BfB-Sprecherrinnen und Sprecher Andreas Born, Yvonne Dankwerth und Barbara Ottofrickenstein-Ripper.

Am 24. Juni 2025 um 18.15 Uhr haben wir Frank Daum zu Gast, der sich ebenfalls um die Stelle des 1. Stadtrates in Bensheim bewirbt, darauf weist BfB-Stadtverordneter Franz Apfel hin.

BfB-Fraktion entscheidet sich zum Haushalt 2025 und spricht über Nahversorger in Stadtmitte

Bensheim. Zu ihrer nächsten Fraktionssitzung trifft sich die BfB-Fraktion am Dienstag, den 3. Juni 2025 ausnahmsweise um 19.00 Uhr in den Räumen der marokkanischen Kulturgemeinde auf dem Guntrum-Gelände. Wir entscheiden abschließend über unser Abstimmungsverhalten zum Haushalt 2025, bereiten einen Info-Stand zum Thema Nahversorger in der Innenstadt vor und sprechen übe das Thema Bebauung des bisherigen Firmengeländes der Firma Sanner in Auerbach, informiert BfB-Stadtverordnete Dr. Ulrike Vogt-Saggau. 

Die meisten Fraktionen haben sich auf unseren Vorschlag von 1000 Punkten zur Grundsteuer B geeinigt. Das ist auf der einen Seite ein großer Erfolg für uns das die 1275 Punkte in der letzten Verwaltungsvorlage vom Tisch sind. Auf der anderen Seite könnten wir durch die Annahme mehrerer Anträge der Fraktionen von BfB und VuA unter die 1000 Punkte Grundsteuer B kommen. Da steht uns eine interessante Diskussion bevor, meint dazu BfB-Stadtverordneter Franz Apfel.  

Wir werden immer wieder von Bürgerinnen und Bürgern auf die Notwendigkeit eines Nahversorgers in der Innenstadt angesprochen. Wir sehen, dass durch die Ende des Jahres freiwerdende Fläche des dm-Marktes in der oberen Fußgängerzone eine Chance zur Ansiedelung für einen kleinen Nahversorger ist und erinnern an den mit breiter Mehrheit gefassten Beschluß des Ortsbeirates Stadtmitte für einen Nahversorger im Stadtzentrum. Wir sprechen über einen Info-Stand zu diesem Thema, informiert BfB-Sprecherin Yvonne Dankwerth. 

Auf dem ehemaligen Sanner-Firmengelände sollen später einmal rund 1000 Menschen leben. Diese Zahl wiederspricht den im Bürgerdialog geforderten Grün- und Begegnungsflächen. Auch die Verkehrsbelastung wird dann ein großes Thema werden. Für uns ist wichtig, dass hier ein Teil als Sozialwohnungen und eine Kindertagesstätte entstehen. Das Thema generationenübergreifendes Wohnen bietet sich hier ebenfalls an wie die Prüfung zur Unterbringung der beengten Auerbacher Feuerwehr in der Bachgasse. Das Thema wird uns die nächsten Jahre bis weit nach der Kommunalwahl im März 2026 begleiten, drauf weist BfB-Stadtverordnete Barbara Ottofrickenstein-Ripper hin.

BfB spricht sich zusammen mit der VuA für Kapitalrückführung durch die MEGB an die Stadt Bensheim aus: 4 Millionen !

Bensheim. Die nächste Fraktionssitzung der Wählergemeinschaft Bürger für Bensheim (BfB) findet am Dienstag, den 27. Mai 2025 um 18.00 Uhr statt. 

Wir sprechen uns für eine Kapitalrückführung durch die MEGB an die Stadt Bensheim in Höhe von 4 Millionen Euro aus. Dieser Betrag soll genutzt werden um die drastische Erhöhung der Grundsteuer B deutlich zu reduzieren. Dadurch werden die Bürgerinnen und Bürger weniger belastet. Wir haben als BfB zusammen mit der Fraktion VuA einen entsprechenden Antrag für die nächste Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses und für die Stadtverordnetenversammlung eingereicht, Durch diese Entscheidung muß der vorgesehene Liquiditätskredit in Höhe von 20 Millionen Euro „nur“ zu 16 Millionen Euro aufgenommen werden“, informiert BfB Stadtverordneter Franz Apfel.

„Die Erhöhung der Grundsteuer B auf 1275 Punkte wird von uns klar und deutlich abgelehnt. Die Grundsteuer B auf 1275 Punkte zu erhöhen lehnen wir ab: zu hoch, nicht vermittelbar und vor allem unsozial. Wir haben Änderungs-Anträge zum Haushalt 2025 eingereicht um deutlich zu machen: es muß gespart werden und es gibt weitere Einnahmequellen, darauf weist BfB-Stadtverordnete Barbara Ottofrickenstein-Ripper hin. 

Im BA vom 5. Mai 2025 war nachzulesen, dass der dm-Markt in der oberen Fußgängerzone zum Jahresende schließt. Der dm-Markt in der oberen Fußgängerzone ist ein wichtiger Frequenzbringer für die ganze Fußgängerzone. Die BfB-Fraktion bedauert diese Entwicklung. „Wir sehen, dass diese freiwerdende Verkaufsfläche eine Chance zur Ansiedelung für einen kleinen Nahversorger ist und erinnern an den Beschluß des Ortsbeirates Bensheim-Mitte für die Ansiedelung eines Nahversorgers in Bensheim-Mitte, darauf weist BfB-Stadtverordnete Dr. Ulrike Vogt-Saggau hin. Die BfB-Fraktion hat zusammen mit der Fraktion VuA zwei Fragen zur Beantwortung durch den Magistrat in der nächsten Stadtverordnetenversammlung eingereicht. Die Fragen lauten: 

  1. Wird der Magistrat den Beschluß des Ortsbeirates Bensheim-Mitte aktiv umsetzen ?

Der Beschluß lautet u. a.: „Der Ortsbeirat schlägt dem Magistrat dringend vor konzeptoffen zu prüfen, wie ein Nahversorger in der Innenstadt angesiedelt werden kann. Dazu sind Vorschläge für ein geeignetes Ladengeschäft vorzulegen und Gespräche mit potentiellen Betreibern zu führen.“

  1. Wie wird der Magistrat konkret vorgehen ? Mit welchen Nahversorger-Ketten wird der Magistrat Kontakt aufnehmen und Gespräche mit dem Eigentümer des Gebäudes vermitteln?

Im Garten und ums Haus Licht? Bitte wenig, besser nicht!

Viele Menschen lieben ihre Gärten und stecken viel Mühe in Herrichtung und Pflege. In den letzten Jahren ist jedoch zunehmend zu beobachten, dass die Straßenbeleuchtung Konkurrenz aus den Gärten bekommt. Plastik-Solarstecker und Lichterketten sind zu sehen, Hausfassaden werden wie Kirchen angeleuchtet. Die lebensnotwendige natürliche Dunkelheit verschwindet und geht einher mit vielen Problemen für die Tierwelt und Nachteilen für Menschen, darunter auch die Wahrnehmung der Dunkelheit und der Sternenhimmel.

Siedlungen, Gärten und Bäume sind Lebensräume

Unsere Siedlungen bieten vielen Tieren einen wichtigen Rückzugs- und Lebensraum. Bäume, Hecken und blühende Gärten sorgen für ein reichhaltiges Nahrungsangebot. Davon profitieren vor allem nachtaktive Insekten wie die für die Bestäubung wichtigen Nachtfalter. Auch Fledermäuse, Glühwürmchen, Eulen, Igel und Co. sind nachts unterwegs, sie sind lichtempfindlich, lichtscheu und meiden beleuchtete Bereiche, z.B. um nicht gesehen und Opfer zu werden (Prädationsrisiko). Unzählige Käfer, Gliederfüßer und Bodenbewohner haben ebenfalls ihren Aktivitätszeitraum in der Nacht. Schon wenig künstliches Licht stört sie sehr, denn sie sind auf die natürliche Schwachlichtumgebung der Nacht angepasst. Künstliches Licht stört sie – es blendet, verwirrt, vertreibt und beeinträchtigt. Regenwürmer z.B. kommen zur Paarung an die Oberfläche und brauchen dazu absolute Dunkelheit – sie spüren mit ihrer Haut, wie hell es ist. Durch die Beleuchtung geht notwendiger Lebensraum verloren, der ohne Beleuchtung wieder zurückgewonnen wird.

Auch für tagaktive Gartenbewohner wie Singvögel und Eichhörnchen ist ein natürlich dunkler Garten wichtig. Er dient als Ruheraum und zur Erholung und Aufzucht des Nachwuchses. Wir Menschen können das nachvollziehen – für unsere eigene Erholung nehmen wir gern die Dunkelheit in Anspruch, indem wir unsere Schlafzimmer verdunkeln. Leider haben die tierischen Garten- und Siedlungsbewohner keine Möglichkeit, sich vor Lichtverschmutzung zu schützen. Ihre Lebensräume gehen verloren, werden verkleinert; das Leben wird unnötig erschwert – oft mit fatalen Folgen.

Nicht recyclebare Plastikprodukte aus Fernost

Zur Lichtverschmutzung tragen auch moderne Deko-Produkte wie Solarleuchten bei. Diese erreichen in Bodennähe hohe Beleuchtungsstärken. Das beeinträchtigt z.B. Bodenbewohner und zwingt den Igel zu kräftezehrenden Umwegen. Nicht zu vergessen, dass es sich bei diesen Produkten in der Regel um Importware mit hohem Plastik- und Ressourceneinsatz handelt und nicht recycelbar ist. Die günstigen Akkus müssen als Sondermüll entsorgt werden.

Lichterketten wiederum benötigen Plastik und hohe Anteile an problematischen Weichmachern für deren Biegsamkeit. In Bäumen, Hecken oder an Zäunen aufgehängt, stören sie ganzjährig, in dem sie z.B. in der Sommerzeit Tiere vergrämen und erschrecken, die Flugaktivität der Insekten beeinflussen und im Winter die Entwicklung von Larven an Blattunterseiten oder Rindenüberständen beeinträchtigen. Singvögel verlieren durch die künstliche Helligkeit ihre Schlafplätze bzw. ihre Lebensstätten an Qualität. Angestrahlte Hausfassaden reflektieren das Licht stark in die Umgebung und erhellen diese unnötig. Vergessen wird dabei auch oft, dass sich durch all diese zusätzlichen Lichtquellen Nachbarn gestört fühlen können.

Der Sternenhimmel über unseren Gärten und Balkons

– auch eine Angelegenheit von Kommunen und Unternehmen

Im 19. Jahrhundert, als die Straßenbeleuchtung in den Städten Einzug hielt, stieß sie nicht überall auf Begeisterung. „Jede Straßenbeleuchtung ist verwerflich, weil sie als Eingriff in Gottes Ordnung (Anm. Natur) erscheint, die Diebe kühn macht und die Sitten verschlimmern lässt“, hieß es damals. Und tatsächlich scheint etwas Wahres daran zu sein, denn eine der dramatischsten Veränderungen, die sich in den letzten Jahrzehnten ist flächendeckend vollzogen hat, ist die Veränderung bis hin zum Verlust der natürlichen Abfolgen von Tag und Nacht, den Mondphasen und den Tageslängen im Jahreslauf, durch die ganznächtliche Nutzung von künstlichem Licht in der Nacht. Dies ist auch im ländlichen Raum spürbar und hat die menschliche Wahrnehmung der Dunkelheit verändert.

Vielen Menschen geht mit ganznächtlicher flächendeckender Beleuchtung auch der Sternenhimmel in den Siedlungen verloren, der über alle Kulturen und Altersgrenzen hinweg verbindet, fasziniert und beruhigt. Auf diese Weise schwächt die Lichtverschmutzung unsere Verbindung mit der Natur, denn wir nehmen die natürliche Dunkelheit und den Sternenhimmel weniger wahr. Jedes Engagement gegen Lichtverschmutzung dagegen gewinnt Lebensräume zurück, reduziert Ressourcen- und Energieverbrauch und gibt Groß und Klein den Sternenhimmel in der Siedlung zurück. Das gilt auch für Unternehmen und die Straßenbeleuchtung, denn viele Kommunen machen seit Jahren gute Erfahrungen mit der Abschaltung.

Nachtschutz ist Arten- und Klimaschutz

Im Garten und auf Grünflächen sollte Kunstlicht grundsätzlich vermieden werden. „Omas Garten“ ohne künstliche Lichtquellen ist dabei das Vorbild.

Und falls man doch etwas Licht braucht – z.B. am Hauseingang – dann gilt:

  • zuerst lichtunabhängige Lösungen wie Markierungen, Reflektoren oder die sachgemäße Nutzung mobiler Lichtquellen wie Taschenlampen bevorzugen
  • sparsam, nur so viel Licht wie nötig – 100 – 300 Lumen Lichtstrom (Intensität) reichen in der Regel völlig aus. Sogar mit 20 lm Lichtstrom kann mit guter Lichtverteilung gut gesehen werden. Der Lichtstrom steht auf der Packung.
  • wenn künstliches Licht, dann nur nach unten strahlen mit gut abgeschirmten Leuchten, möglichst niedrige Lichtpunkthöhen
  • warme, bernsteinfarbene Lichtfarbe einsetzen bis max. 2700 Kelvin, besser unter 2200 Kelvin Farbtemperatur
  • ausschalten, wenn nicht benötigt und in der Nacht
  • Schalter mit Zeitschaltuhr bevorzugen, Bewegungsmelder prüfen und gut einstellen bzw. abkleben, da sie sonst unkontrolliert auslösen

Eine ausführliche Zusammenstellung von Studien und Quellen zu den Auswirkungen der Lichtverschmutzung finden Sie hier: https://naturnacht-fulda-rhoen.de/ressourcen/sammlung-auswirkungen-von-kunstlicht-bei-nacht/   

Weitere Infos zur Lichtverschmutzung:

hhttps://www.lichtverschmutzung-hessen.de

ttp://www.sternenpark-rhoen.de