STVV 15.7.2021 “ Städtebaulichen Ideenwettbewerb und 365 Tage-Prozess“, Franz Apfel

Frau Stadtverordnetenvorsteherin Christine Deppert,

meine Damen und Herren,

in der STVV am 1.12.2020 beantragte die CDU die Durchführung der mit dem

Bürgerbegehren vom 3. Juli 2020 verlangten Maßnahmen. Nur durch diesen

Antrag, konnte die Durchführung des Bürgerentscheides abgewendet

werden. Beschlossen wurde dieser Antrag mit 29 Ja-Stimmen gegen 7 Nein-

Stimmen der SPD und bei 4 Enthaltungen der FDP.

Und am 20.5.2021 beschloss diese STVV einstimmig u.a.: „Hierbei ist

insbesondere darzustellen, wie der Beschluss der STVV vom 1.12.2020 zur

Gestaltung der Ostseite des Marktplatzes unter Einbeziehung des gesamten

Marktplatzareals weiter umgesetzt wird.“ Zitat Ende.

Eigentlich soweit so gut, könnte „man“ meinen.

Für uns als BfB-Fraktion stellt sich aber die entscheidende Frage: warum

koppelt „man“ nicht den ergebnisoffenen städtebaulichen Wettbewerb von

dem 365-Tage-Prozess ab. Alle argumentierten doch, wir dürfen keine Zeit

verlieren. Das spielt jetzt plötzlich keine Rolle mehr.

Die BfB-Fraktion unterstützt eindeutig die Ziele des Bürgerbegehrens

Durchführung des ergebnisoffenen städtebaulichen Wettbewerbs mit

anschließender Bürgerbeteiligung, so wie das beschlossen wurde – das ist

unsere Position und die wollen wir auch nicht mit sprachlichem Hokuspokus

aufweichen lassen.

Meine Damen und Herren,

wenn wir den BA und die Stellungnahmen der BI Bensheimer Marktplatz

richtig lesen, dann hat diese BI Angst, dass der Prozess den ergebnisoffenen

städtebaulichen Ideenwettbewerb aushöhlt. Diese Befürchtung kann „man“

in der Tat haben.

Sehr unglücklich empfingen wir, dass es der Bürgermeisterin und der 1.

Stadträtin nicht gelungen ist, die BI im Prozess so zu beteiligen, dass sie sich

darin wiederfindet und gut aufgehoben fühlt. Da sind sie an ihrer eigenen

Vorlage schon gescheitert.

Ich muß die Seite 10 der Vorlage zitieren und zwar zwei Fragestellungen:

Nr. 2 lautet: „Wie können Vertreterinnen und Vertreter der Bürgerschaft in

laufende Prozesse – zum Beispiel zum Thema Marktplatz – eingebunden

werden ?“ Der wichtigste Akteur zum Thema Marktplatz ist die

Bürgerinitiative und die ist gerade ausgestiegen.

Nr. 4. Lautet: „Wie können Entscheidungen zustande kommen, die nicht

sofort wieder neuerlichen Disputen zum Opfer fallen.“

Scheitern Sie zu Beginn schon an ihren Ansprüchen ?

Sie müssen die „BI Bensheimer Marktplatz besser beleben“ wieder mit ins

Boot holen und dazu werden sie den Prozess ergebnisoffener städtebaulicher

Ideenwettbewerb vom Prozess 365 Tage abkoppeln müssen.

Wir haben als BfB-Fraktion auch ein Interesse, dass die Bensheimer

Innenstadt darüber hinaus weiter betrachtet wird. Das unterstützen wir

ausdrücklich, aber das sollte abgekoppelt werden.

Sie schreiben im Papier vom „Bensheimer Weg“ – wenn die Bürgerinitiative

nicht mit dabei ist, dann geht der „bisherige Bensheimer Weg“ im Streit

gerade so weiter. Das war nicht ihr Interesse und dass kann nicht unser aller

Interesse sein. Wir wollen, dass der Prozess weiter geht, dass Sie als

Bürgermeisterin, Frau Klein, und Sie als 1. Stadträtin, Frau Rauber-Jung, das

notwendige tun, damit die BI mit ins Boot geht, dazu gehört unserer Meinung

nach eine klare Trennung des städtebaulichen Ideenwettbewerbs und des

365 Tage Prozesses. Sonst ist der heutige Beschluss auf Sand gebaut !

Die dürftige Mitteilung vom 22.6.2021, dass die BI aus dem Prozess

ausgestiegen ist war im Übrigen das Gegenteil von hilfreich. Hier hätten wir

erwartet, dass die Gründe der BI mitgeteilt würden. Eine Kommunikations-

panne erster Güte ! Die BI hat ihre Gründe über die Presse Mitgeteilt. Als BfB können wir diese Gründe jetzt gut nachvollziehen.

Meine Damen und Herren,

zum Schluss, beachten Sie die Vorstellungen von Klaus Becker zum

Marktplatz, die sind lesens- und bedenkenswert. Dieses Wissen und dieses

Können, dass die BI mobilisieren kann ist ein Schatz und muß in den Prozess !

Wir stimmen zu – aber wir erwarten, dass es Anstrengungen gibt, die Bürgerinitiative wieder mit in das Boot zu holen und wir erwarten, dass die beiden Prozesse voneinander getrennt werden: der ergebnisoffene städtebauliche Ideenwettbewerb muß nicht auf den 365-Tage-Prozess warten. Wir sehen die Sinnhaftigkeit des 365-Tage-Prozesses, da stehen wir aber am Anfang. Bei dem städtebaulichen Ideenwettbewerb stehen wir am Start. Wir Stimmen der Vorlage zu – haben aber ganz konkrete Erwartungen.

STVV 15.7.2021 „Haushalt 2021“, Franz Apfel

Frau Stadtverordnetenvorsteherin Christine Deppert,

meine Damen und Herren, sehr geehrte Gäste,

ich bedanke mich als erstes für die BfB-Fraktion für die Beantwortung

unserer Fragen, für die Weiterleitung an die anderen Fraktionen und für

die Weiterleitung der Antworten auf Fragen der anderen Fraktionen. Das

ist transparent und so sollte es auch generell beibehalten werden.     

Bei den Haushaltsberatungen im HFA setzte die neue Koalition aus CDU,

SPD und FDP ihre Änderungs-Anträge durch und enthielt sich beim

Haushaltsplan, Stellenplan und Investitionsprogramm was zur Ablehnung

im HFA führte. Ganz wenige Anträge der Fraktionen von BfB und Grünen

wurden beschlossen, so dass wir als BfB ablehnten. Nach der Beratung im

HFA hatte sich übrigens der Gesamtbetrag der Kredite von bisher 5,4 Mio

auf über 6,3 Mio erhöht, das sind rund 1 Mio Euro Kreditaufnahme mehr.

Ja, die Helden der FDP müssen einer extrem hohen Kreditaufnahme

zustimmen. Wie schnell frühere vollmundige Erklärungen Schnee von

gestern sind. Und die SPD setzt ihre Wünsche im Haushalt durch und

genau das wird dazu führen, dass die FDP auch der Erhöhung der

Grundsteuer B und der Gewerbesteuer zustimmen muß, natürlich

Bedauernd. Und die zielgerichteten Anträge der FDP um ihr früher !

erklärtes Ziel zu erreichen, müssen als vermisst gemeldet werden.

Ich mache das nur an zwei Beispielen deutlich:

Auf Wunsch der SPD werden 15.000 Euro für einen B-Plan zur Anbindung

der Westtangente an die Straße Neuwiesenfeld eingestellt. Frau Rauber-

Jung erklärte, dass dieser Betrag für den B-Plan nicht ausreichen wird.

Aber uns geht es um folgendes: sie werden dann rund eine halbe Million für

den Bau bereitstellen müssen, natürlich als Darlehen.

Und als zweites: Die Buslinie Berliner Ring Ärztehaus wird Jahr für Jahr

ca. 330.000 Euro kosten, nicht einmalig. Und da fehlen noch die Kosten für

die Bushaltestellen, auch kein Pappenstiel. Und ob der Bus angenommen

wird, auch Fragezeichen. Wir subventionieren im Grunde eine falsche

strategische Entscheidung, damit meine ich das fast alle Ärzte aus der

Innenstadt dahin gezogen sind.

Die Innenstadt wird durch diese Entwicklung auf jeden Fall geschwächt,

die Innenstadt, die wir alle stärken wollten !  Sinnvoller wäre es, zum

Wechsel im Sommerfahrplan 2022 die Buslinie zu beschließen und zwar

wenn diese finanzierbar ist. Da schlagen zwei Herzen in unserer Brust.

Und es gibt noch etwas wichtiges, was wir an dieser Stelle erwähnen

müssen.

Die MEGB gibt ihren Anteil an der Tiefgarage Beauner Platz an

die Stadt Bensheim zurück. Ich fragte dazu im HFA nach. Eine TG, der

man es schon von außen ansieht, wie es um sie bestellt ist. Gehen sie mal

runter in die Geschosse, da muß niemand ein Fachmann sein um zu wissen,

dass da Millionen für die Sanierung anstehen.

Zur Erinnerung: Die BfB-Fraktion hat mehrmals, zuletzt 2020, zu der stark

Sanierungs-bedürftigen Tiefgarage Beauner Platz nachgefragt. Bereits 2011

hat die MEGB mit dem Aufbau von Rückstellungen für die Sanierung

begonnen. Im April 2011 wurden die Sanierungskosten bereits mit 944.000

Euro angegeben. Da lauert seit Jahren ein Millionengrab. Je nachdem wie

die Prüfung zur MEGB ausgeht: diese Entscheidung der Rückgabe an die

Stadt muß dann ebenfalls kritisch bewertet werden, gegebenenfalls auch

mit alternativen Möglichkeiten.

Meine Damen und Herren,

so etwas gab es noch nie: eine Koalition bringt ihre Anträge im HFA durch

und lässt HH, Stellenplan du Investitionsprogramm scheitern. Es hackt

sichtbar bei der Zusammenarbeit.

Entweder die Haushaltssitzung war von der Koalition schlecht vorbereitet

oder sie konnten sich nicht einigen, letzteres verstehen wir !

Schließlich hatte die SPD im Wahlkampf mit dem Wechsel geworben um

dann in einer festen Koalition mit der CDU zu landen. Was die

WählerInnen davon halten haben sie der BfB bei der Kommunalwahl ins

Stammbuch geschrieben. Wir haben unsere Leeren daraus gezogen: zurück

zu unseren Wurzeln – wir gehen keine Koalition ein. Wir waren für eine

Zusammenarbeit mit Grüne, SPD und FWG bereit – aber nicht für eine

Koalition, die andere in der Regel ausgrenzt, das werden wir auch hier

erleben. Aber jede und jeder hat das Recht seine eigenen Fehler zu machen.

Fest steht jedenfalls, dass hier eine massive Wählertäuschung durch FDP

und SPD vorliegt.

Dabei haben wir in den letzten 14 Monaten vor der Kommunalwahl doch

eine offene Situation in der STVV, die gezeigt hat, es geht auch ohne

Koalition, man muß das nur wollen. Natürlich hatte die CDU die

Forderung die Stelle der 1. Stadträtin, mit wem auch immer weiter zu

besetzen. Und niemand weiß, ob der oder die Beste dafür gewählt werden

soll. Eine solche Vereinbarung wird SPD und FDP noch auf die Füße fallen.

Meine Damen und Herren,

die Finanzen der Stadt Bensheim sind in einer schwierigen Lage, die jetzt

mit der Umsetzung der Wünsche der Koalitionspartner noch sehr viel

schwieriger wird. Die SPD setzt ihre teuren Wünsche durch, die FDP wirft

ihre Grundsätze über Bord und die CDU macht das mit weil sie die Zusage

zur Wahl des 1. Stadtrates/1.Stadträtin bekommt.

Wenn wir wirklich die Anhebung der Grundsteuer B und der

Gewerbesteuer ab 2024 verhindern wollen – also nicht nur erklären, dass

Sie das verhindern wollen -, sondern handeln, dann müßten wir im Grunde

so vorgehen:

  • den Haushaltsplan erneut gemeinsam vornehmen und weitere deutliche Streichungen vornehmen. Da gehört auch die Annahme einiger Anträge der BfB dazu.
  • Gleichzeitig hergehen und alle zusätzlichen Wünsche auf Eis legen.       
  • Sach- und Dienstleistungen auf den Pelz rücken
  • Und gleichzeitig die 14 neu geplanten Stellen durchforsten – da dürfen nur sehr wenige übrig bleiben. Das ist mittlerweile geschehen und deshalb können wir dem Stellenplan und dem HH-Sicherungskonzept auch zustimmen.
  • Dann müssen wir ran an das von der BfB beantragte und jetzt vorliegende aktualisierte Immobilienkataster. Da muß was passieren, auch über die bisher von der BfB vorgeschlagenen Punkte hinaus. Da ist nicht nur die Koalition gefordert sondern auch die Verwaltung.
  • Das 10-Punkte-Programm zur HH-Konsolidierung und das Papier

zur Kompensierung der weggefallenen Straßenbeiträge muß

vollständig überarbeitet werden – natürlich will von uns niemand, dass die Straßenbeiträge wieder eingeführt werden.

Bensheim hat kein Einnahmeproblem sondern ein Ausgabenproblem –

wenn wir das beherzigen, dann schaffen wir das gemeinsam die Anhebung

der 2024 vorgesehenen Steuern zu verhindern. Das wäre ein gutes Signal an

unsere Bürgerinnen und Bürger.

Die weitgehende Einigung beim Stellenplan und bei dem HH-

Sicherungskonzept sind ein von uns unterstützter Baustein. Aber da muß

viel mehr passieren um eine Steueranhebung 2024 zu verhindern und wir

sind dazu bereit, dass mehr passiert.

Meine Damen und Herren,

im Haushalt stehen 200.000 Euro für einen Wohnmobilstandort an der

völlig falschen Stelle. Bitte beachten sie bei dem Standort Festplatz folgendes:

Für das Impfzentrum ist der Festplatz nach wie vor ein wichtiger Parkplatz.

Das Musiktheater Rex und andere Künstler sind dort ab Ende Juli mit

mehreren hochkarätigen Musikgruppen. Der Festplatz wird auch als

Flohmarktgelände genutzt. Noch nicht lange her, da wurde auf dem

Festplatz vom 30. April auf den 1. Mai Jugend-Musikveranstaltungen

durchgeführt. Dieser Festplatz ist für unsere Bürgerinnen und Bürger ganz

wichtig und wird für unsere Bürgerinnen und Bürger benötigt. Wo bleibt den

der Aufschrei der SPD, die sich doch immer um die Belange der jungen

Bensheimer kümmert, hier könnte die SPD tatsächlich was im Sinne unserer

jungen BürgerInnen bewegen.

Meine Damen und Herren,

am 20. Juni stand ein Leserbrief des neuen SPD-Vorsitzenden

Jürgen Kaltwasser in einer Internet-Zeitung. Ich zitiere den letzten

Satz: „Gleichwohl dürften die Zeiten, in denen Investoren

bestimmen, wo es in unserer Stadt langgeht, vorbei sein.“ Zitat

Ende.

Super Ansage, lieber Jürgen Kaltwasser, da freuen wir uns nachher

wenn ihr den Investoren im Alten Stellwerk und auf dem

Seegenberg – mal richtig Eure Krallen zeigt. Schaun mer mal ob die

wirklich um ihre Gewinne auf Kosten der Allgemeinheit bangen

müssen. Den die Allgemeinheit wird die Infrastrukturkosten

bezahlen müssen, die ihr dem Investor am Alten Stellwerk erlasst.

Meine Damen und Herren,

die Sparkasse Starkenburg hat ihre Bilanz vorgestellt: 2,3 Mio Euro

Gewinn und Ausschüttung an die Kommunen – wie seit vielen

Jahren. Die Sparkasse Bensheim 1,3 Mio Gewinn und wieder keinen

Beschluss über die Ausschüttung – das ist ein Trauerspiel und der

Gewinneinbruch lag bei fast 50 %.

Und dann auch noch einen unbeliebten Neubau für viele Millionen

stemmen. Unsere Position bleibt: Sanierung dieses markanten

Gebäudes und Gespräche über einen Zusammenschluss

aufnehmen. Das wäre die beste Entscheidung für die Sparkassen-

Kunden, für die Stadt Bensheim und die weiteren beteiligten

Kommunen und letztlich auf Dauer auch für die Mitarbeiterinnen.

Frau Bürgermeisterin Klein, Sie sind jetzt die Vorsitzende des

Verwaltungsrates – handeln Sie.  

Handeln Sie auch im Sinne ihrer Aussagen vor ihrer Wahl zur Groß-

KITA zwischen Schwanheim und Fehlheim, sonst könnte zum

Schluss das geflügelte Wort Berechtigung finden: „Alter Wein in

neuen Schläuchen“ – das war doch nicht ihr Anspruch als sie

dieses Amt antraten ! Sie haben das noch selber in der Hand.

Meine Damen und Herren,

wir sehen im HH-Entwurf falsche Weichenstellungen bei dem Standort für

Wohnmobile, bei der Anbindung der Westtangente und bei den

Planungskosten für eine Groß-KITA im regionalen Grünzug  und wir sehen

keinen wirklichen Sparwillen. Und beim Klimaschutz zu sparen ist nicht

gerade originell. Deutschlandkoalition halt. Wir sehen die Umsetzung von

Wünschen der SPD, die uns einen großen Schritt Richtung Anhebung der

Steuern 2024 bringen werden. Das sind falsche Signale und deshalb werden

wir den Haushaltsentwurf ablehnen. Dem geänderten Stellenplan werden wir

zustimmen, ebenfalls dem HH-Sicherungskonzept. Für letzteres hätten wir

uns gewünscht, das schon zu diesem HH-Entwurf sichtbares und mit Zahlen

belegbares vorgelegt worden wäre.     

Wenn die HH-Genehmigung kommt dann wird die deftig ausfallen, da werden

sich manche die Augen reiben, was wir an Hausaufgaben aufgebrummt

bekommen. Auch will wir diesen HH nicht zum sparen genutzt haben !    

Es tut sich was Positives bei dem B-Plan ehemals CBM-Gelände….!

Bensheim. Wir begrüßen ausdrücklich die Stellungnahme von Bürgermeisterin Klein und 1. Stadträtin Rauber-Jung zum Baugebiet für das ehemalige CBM-Gelände. Die vielen sachlich sehr gut begründeten Einsprüche von Bürgerinnen und Bürgern haben dazu geführt, dass der Bebauungsplan überarbeitet wird und neue Gutachten eingeholt werden und ein Umweltbericht angefertigt wird, nimmt BfB-Stadtverordnete Dr. Ulrike Vogt-Saggau Stellung.

Der sehr gut besuchte Ortstermin der BFB-Fraktion, an der auch Vertreter der FWG und der SPD teilnahmen machte deutlich, dass hier große Änderungen notwendig werden. Offenbar plant der Magistrat Änderungen im Bebauungsplan vorzunehmen mit erneuter Offenlage. Diese Schritte sollten immer im enger Abstimmung mit den beiden Ortsbeiräten Bensheim-Mitte und Schönberg stattfinden und die Bürger dabei weiter zu beteiligen, informiert Yvonne Dankwerth, die die BfB im Ortsbeirat Mitte vertritt.

Saubere Unterführung Auerbacher Bahnhof – Thema bei der BfB

Auerbach. Mit einem Leserbrief im BA, der den schmutzigen Zustand der
Unterführung am Auerbacher Bahnhof kritisierte, befasste sich die
BfB-Fraktion zusammen mit der BfB-Vertreterin im Ortsbeirat Auerbach,
Barbara Ottofrickenstein-Ripper.

Nach dem Leserbrief wurde die Unterführung Richtung Norden gesäubert, die
Unterführung nach Westen zum Berliner Ring ist nach wie vor in einem sehr
schmutzigen Zustand und nicht gerade einladenden Zustand, darauf weist Barbara Ottofrickenstein-Ripper hin. Brombeerranken hängen tief herunter, daß Kinder sich daran verletzen können, die rechts am Rand laufen und sich am Geländer festhalten möchten


In einem Schreiben an Bürgermeisterin Christine Klein bittet die
BfB-Fraktion die Bürgermeisterin darum sich mit den zuständigen Stellen bei
der Deutschen Bahn in Verbindung zu setzen um einen regelmäßigen
Reinigungszyklus der gesamten Unterführung zu erreichen.

7-zügige KITA im regionalen Grünzug Thema bei der BfB

Bensheim. Zu ihrer nächsten Video-Konferenz trifft sich die BfB-Fraktion am 20. Juli 2021 um 18.00 Uhr. Wir besprechen die Dauer unserer Sommerpause und unser Sommerprogramm, informiert Andreas Born, der die BfB im Magistrat vertritt.

Unabhängig von der Entscheidung der Stadtverordnetenversammlung sprechen wir darüber wie wir zwei kleinere Kindertagestätten in Schwanheim und Fehlheim erreichen und die geplante 7zügige Groß-KITA im regionalen Grünzug verhindern können. Als BfB wollen wir die deutliche Meinung aus den Ortsbeiräten Schwanheim und Fehlheim, von Eltern und KITA-Leitungen und Beschäftigen berücksichtigen, betont BfB-Stadtverordnete Dr. Ulrike Vogt-Saggau.

Zu den geplanten zwei weiteren Turnhallen am Berliner Ring werden wir über erste Fragestellungen beraten, deren Beantwortung vor einer Entscheidung wichtig sein werden, informiert BfB-Stadtverordneter Norbert Koller.

Die Kindertagesstätte am Berliner Ring nimmt bauliche Formen an. Wir sprechen über das bisher noch fehlende Verkehrskonzept für diesen Bereich. Tempo 30 im Bereich der neuen Kindertagesstätte könnte aus Sicherheitsgründen wichtig werden, meint BfB-Stadtverordneter Franz Apfel.

Haushalt und Stellenplan wurden abgelehnt – wie sieht eine Lösung aus ?

Bensheim. Auf ihrer nächsten Video-Konferenz am Dienstag, den 13. Juli 2021 um 18.00 Uhr befasst sich die BfB-Fraktion im Schwerpunkt mit der Stadtverordnetenversammlung und der Beratung des Haushaltsplanes und Stellenplanes, beide Pläne waren in der Sitzung des Haupt-, und Finanzausschusses gescheitert. Wir sind bereit an einer Lösung mitzuarbeiten, die mehr Einsparungen vornimmt um die geplante Erhöhung der Grundsteuer B und der Gewerbesteuer überflüssig macht, erklärt BfB-Stadtverordneter Franz Apfel.

„Wir begrüßen den Beschluss im Bau-, Umwelt- und Planungsausschuss die Tagesordnungspunkte zur Änderung des Flächennutzungsplanes und des Bebauungsplanes KITA Fehlheim-Schwanheim in die nächste Sitzungsrunde zu verschieben. Wir setzen uns für zwei KITAs, davon jeweils eine in Fehlheim und in Schwanheim, ein. Die 7-zügige Groß-KITA im regionalen Grünzug lehnen wir ab und bauen darauf, dass auf die KITA-Mitarbeiterinnen und Eltern stärker als bisher gehört wird. Die beiden Ortsbeiräte in Schwanheim und Fehlheim haben das Groß-Projekt abgelehnt, da kann niemand einfach so weiterplanen“, meint dazu BfB-Stadtverordneter Norbert Koller.

Das Thema Gestaltung des Auerbacher Bahnhofes und der Zustand der Unterführung am Auerbacher Bahnhof wird ebenfalls Thema, berichtet Babara Ottofrickenstein-Ripper, die die BfB im Ortsbeirat Auerbach vertritt.

Mit den geplanten weiteren Sporthallen am Berliner Ring befasst sich die BfB-Fraktion. „Wir sehen hier noch einen erheblichen Informationsbedarf betont BfB-Stadtverordnete Dr. Ulrike Vogt-Saggau, nach einem Ortstermin der BfB mit Initiative „GrünverbindungWinkelbach stärken“. Wir werden dazu eine umfangreiche Anfrage an den Magistrat in der Sommerpause vorbereiten.

„Absetzung TOP Flächennutzungsplan und Bebauungsplan BF 20 KITA Fehlheim-Schwanheim von der Tagesordnung der Stadtverordnetenversammlung am 15. Juli 2021“

BfB-Fraktion,Grüne Fraktion und FWG-Fraktion 9. Juli 2021

Frau

Stadtverordnetenvorsteherin

Christine Deppert

Über parlamentarisches Büro

Sehr geehrte Frau Deppert,

wir bitten Sie, nachfolgenden Änderungsantrag der Fraktionen von BfB, Grünen und FWG zum Thema „Absetzung TOP Flächennutzungsplan und Bebauungsplan BF 20 KITA Fehlheim-Schwanheim von der Tagesordnung der Stadtverordnetenversammlung am 15. Juli 2021“ auf die Tagesordnung der Stadtverordnetenversammlung am 15. Juli 2021 zu setzen und zu Beginn der Tagesordnung darüber abstimmen zu lassen.

Mit freundlichen Grüßen

BfB-Fraktion Grüne Fraktion FWG-Fraktion

Franz Apfel, Doris Sterzelmaier, Moritz Müller Dr. Rolf Tiemann,

Fraktionsvorsitzender Fraktionsvorsitzende Fraktionsvorsitzender Fraktionsvorsitzender

Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen:

„Die Tagesordnungspunkte Änderung Flächennutzungsplan und Bebauungsplan BF 20 KITA Fehlheim-Schwanheim werden in die nächste Sitzungsrunde (September/Oktober 2021) verschoben. Bis dorthin ist eine Informationsveranstaltung mit beiden betroffenen Ortsbeiräten durchzuführen.“

Kurzbegründung:

Mit dem Änderungs-Antrag übernehmen wir den Beschluss des Bau-, Umwelt- und Planungsausschusses in seiner letzten Sitzung.

Beide Ortsbeiräte haben die Verwaltungsvorlage einstimmig bzw. mit sehr großer Mehrheit abgelehnt. Die Gründe sind aus dem Protokoll zu ersehen.

Kritik der neuen Koalition an Stadtrat Oyan ist ein Ablenkungsmanöver

Bensheim. In der letzten Wahlperiode wurden Altfehlbeträge abgebaut. 2012 hatten wir einen Kassenkredit von sage und schreibe 42 Mio Euro. In der letzten Wahlperiode wurden seit 2016 durch die Bank weg positive Haushalte aufgestellt und beschlossen, die bei dem Jahresergebnis noch positiver ausfielen. Seit 2018 betrug der Kassenkredit 12 Mio Euro. Ein Blick in den Jahresabschluss 2018 zeigt, dass zum 31.12.2018 kein Kassenkredit in Anspruch genommen wurde. Die Altfehlbeträge – 2014 lagen sie bei 25 Mio Euro – wurden vollständig abgebaut. Derzeit stehen flüssige Mittel für den Haushalt 2021 in einer Größenordnung zur Verfügung, die erst eine Genehmigung der Kommunalaufsicht für den Haushalt erwarten lässt, stellt BfB-Stadtverordneter Franz Apfel fest.

Die Angriffe der neuen Koalition auf Stadtrat Oyan haben die Sachebene jedenfalls verlassen. Die CDU hätte mit dem abgewählten Bürgermeister dafür sorgen können, dass der Haushalt 2021 noch im alten Jahr eingebracht worden wäre. Die CDU weiß aber ganz genau, dass dieser Haushalt dann nicht genehmigungsfähig gewesen wäre weil Bensheim stark von der Gewerbesteuer abhängig ist. Die Erwartungen an die Gewerbesteuer haben sich erst in den letzten Wochen erhöht.

Gerade die CDU hat keinerlei Grund sich an den Angriffen der neuen Koalition zu beteiligen, hat sie die Haushalte der letzten Jahrzehnte doch entscheidend geprägt und Verschuldungen und Steuererhöhungen bei der Grundsteuer B maßgeblich zu verantworten. In der letzten Wahlperiode gab es keine Erhöhung der Grundsteuer B.

Die Kritik am Finanzdezernent Oyan ist wohl als Ablenkungsmanöver gedacht. Diese Kritik soll ganz offensichtlich verschleiern, dass CDU, SPD und FDP im Haupt- und Finanzausschuss nicht in der Lage waren, mit Änderungs-Anträgen einen Haushalt und Stellenplan zu beschließen. Beide Punkte wurden abgelehnt.

Die Anträge der BfB für Einsparungen wurden fast alle abgelehnt. Wenn die neue Koalition die wundersame Stellenvermehrung genehmigt und ihre Wunschprojekte durchsetzt, dann läuft das auf eine Erhöhung der Grundsteuer B und der Gewerbsteuer im Jahr 2024 hinaus. Unter Holger Steinert (FDP) wäre diese wundersame Stellenvermehrung jedenfalls nicht zu machen gewesen, stellt die BfB-Fraktion abschließend fest.

„Umsetzung der lange anstehenden Sanierung der Tiefgarage Beauner Platz“

BfB-Fraktion Bensheim, 02.07.2021

Frau
Stadtverordnetenvorsteherin Christine Deppert
über das parlamentarische Büro

Sehr geehrte Frau Deppert,

wir bitten Sie nachfolgende Anfrage der BfB-Fraktion bezüglich „Umsetzung der lange anstehenden Sanierung der Tiefgarage Beauner Platz“ auf die Tagesordnung der Stadtverordnetenversammlung am 15. Juli 2021 zu setzen.

Mit freundlichen Grüßen

BfB-Fraktion,
Franz Apfel

Vorbemerkung:

Die BfB-Fraktion hat mehrmals zu der stark sanierungsbedürftigen Tiefgarage Beauner Platz nachgefragt, zuletzt für die (ausgefallene) Sitzung der Stadtverordnetenversammlung am 26.03.2020. Aus der Antwort der Verwaltung/der MEGB ging u. a. hervor, dass die MEGB 1 Million Euro an Rückstellungen für die TG Beauner Platz gebildet hat. Bereits 2011 hatte die MEGB mit dem Aufbau der Rückstellungen für die TG Beauner Platz aufgrund einer Schätzung aus dem Jahr 2011 der Firma CSZ Ingenieurconsult begonnen. Laut Kostenschätzung vom April 2011 wurden die Sanierungskosten für den Tiefgaragenanteil der MEGB mit 944 TEUR brutto angegeben. Mit einer Kostensteigerung gegenüber 2021 werde mit 20 bis 30 % gerechnet, so die Auskunft der MEGB vom 11.3.2020.

Wir fragen den Magistrat:

  1. Wurden die Rückstellungen für die Sanierung des TG-Anteils der MEGB mittlerweile wenigstens um die 20 bis 30 % geschätzten Kostensteigerungen erhöht ? Uns kommen die geschätzten 20 % bis 30 % seit 2011 ohnehin sehr niedrig vor.
  2. Wann erfolgt die Sanierung der TG Beauner Platz gemeinsam zwischen der MEGB und dem weiteren Eigentümer ?
  3. Wann erfolgte die letzte technische/bauliche Prüfung der Tiefgarage Beauner Platz ?
  4. Welche Mängel wurden konkret festgestellt ?
  5. Welche Mängel-Änderungen wurden im Vergleich zu der Prüfung davor festgestellt ?

Gespeichert unter: Anfrage BfB-Fraktion 2021 TG Beauner Platz, 2.7.2021

Änderungs-Antrag der BfB-Fraktion und der Grünen Fraktion zum Thema „Verwendung Finanzmittel zum B-Plan KITA Fehlheim/Schwanheim auf die Tagesordnung des Haupt- und Finanzausschusses

BfB-Fraktion und Grüne Fraktion 25. Juni 2021

Frau

Stadtverordnetenvorsteherin

Christine Deppert

Herrn Ausschussvorsitzender

Werner Bauer

über parlamentarisches Büro

Sehr geehrte Frau Deppert, sehr geehrter Herr Werner Bauer,

nehmen Sie bitte den nachfolgenden Änderungs-Antrag der BfB-Fraktion und der Grünen Fraktion zum Thema „Verwendung Finanzmittel zum B-Plan KITA Fehlheim/Schwanheim auf die Tagesordnung des Haupt- und Finanzausschusses am 5. Juli 2021 und der Stadtverordnetenversammlung am 15. Juli 2021.

Mit freundlichen Grüßen

Franz Apfel, Moritz Müller, Doris Sterzelmaier,

BfB-Fraktion Grüne Fraktion Grüne Fraktion

Der Haupt- und Finanzausschuss und die Stadtverordnetenversammlung mögen beschließen:

„Die im Teilergebnishaushalt auf Seite 470/471 6120000 und 6770000 eingestellten Finanzmittel für den B-Plan Kindergarten Fehlheim/Schwanheim in Höhe von 25.000 + 5.000 Euro werden für die Planung einer 5-gruppigen Kindertagesstätte im Baugebiet Langgewann in Fehlheim sowie für die Planung eines 2-gruppigen Neubaus am bestehenden Standort der Kindertagesstätte in Schwanheim verwendet.“

Kurzbegründung:

Die Fraktionen von BfB und GRÜNEN unterstützten nicht den Bau einer siebengruppigen KITA im regionalen Grünzug unserer Stadt. Wir sind der Auffassung, dass zwei KITAS – eine in Fehlheim und eine in Schwanheim – geplant und gebaut werden sollen.

Wir verweisen auf die Widerstände in beiden KITAs/ Kirchengemeinden aus den Ortsteilen und der Naturschutzverbände gegen die große gemeinsame Kindertagesstätte.

Wir erinnern an die alternative Möglichkeit, aus der Vorlage 265/20. Diese sah eine 5 zügige KITA für Fehlheim und ein Ersatzneubau für Schwanheim vor.

Auf eine Frage der BfB-Fraktion an die Bürgermeister-Kandidatin Christine Klein wurde am 6.11.2020 geantwortet:

Frage: Werden Sie sich als gewählte Bürgermeisterin/Bürgermeister für einen neuen Anlauf für einen anderen Standort der Groß-KITA zwischen Schwanheim/Fehlheim einsetzen? Wir meinen damit keinen Standort im regionalen Grünzug.

Antwort: Die STVV hat mehrheitlich nach langen Diskussionen und unter Abwägung der Vor- und Nachteile inklusive der Auswirkungen des Eingriffes in den Grüngürtel entschieden. Diese Entscheidung gilt es zunächst zu respektieren. Dennoch werde ich erneut prüfen lassen, welche Flächen alternativ im Bereich Fehlheim Schwanheim für eine Groß-Kita unter Berücksichtigung aller Aspekte (Naturschutz, finanzielle, zeitliche, Bedürfnisse der Kinder und Eltern) geeignet wären. Im Vordergrund steht für mich dabei, Grünflächen und Naturschutzbereiche mit keinen bzw möglichst geringen Eingriffen zu erhalten. Zu diesen Flächen gehört natürlich auch das freiwerdende Gelände der Firma Blechschmitt. Das Ergebnis muss mit den betroffenen Bürgern und den politischen Gruppierungen mit dem Ziel eines tragfähigen Kompromisses diskutiert werden. Letztlich muss die STVV entscheiden.