BfB-Themen: Stillstand auch bei dem Neubau der Sparkasse, Grünflächen in Bensheim, abwertende Äußerungen gegenüber Stadtverordneten und Vorschlag für einen breiten Konsens am Marktplatz !

Bensheim. Ihre nächste Fraktionssitzung als Telefonkonferenz führt die BfB-Fraktion am Dienstag, den 21. April 2020 um 18.00 Uhr durch. Die Bürgerinnen und Bürger können Anregungen und Hinweise unter info@bfb-bensheim.de an die BfB-Kommunalpolitiker richten.

Den Stillstand bei den Neubauplänen bei der Sparkasse Bensheim wollen wir nutzen um über eine Fusion der Sparkasse Bensheim mit der Heppenheimer Sparkasse zu beraten und Pro und Contra auszutauschen. Der Sparkassen-Neubau am Berliner Ring ist vom Tisch. Das ist aus Sicht der BfB-Fraktion eine richtige Weichenstellung. Doch wer hat diese Weichenstellung Neubau am Berliner Ring überhaupt abgesegnet und ins Spiel gebracht, auch darum wird es bei der Telefonkonferenz der BfB gehen. Die Verwaltung und Beratung bei der Sparkasse Bensheim sollte auf dem bestehenden Grundstück der Sparkasse in der Innenstadt erfolgen, auch bei einer Fusion muß dort die Innenstadt wieder gestärkt werden. Die Sparkasse Bensheim ist in eine schwere Schieflage geraten, deshalb habe ich bereits bei der Beratung des Nachtragsplanes 2019 darauf hingewiesen, dass es keine Denkverbote bei der Sparkasse geben darf, stellt BfB-Stadtverordneter Franz Apfel fest.

Ein weiterer Schwerpunkt sind die Grünflächen in Bensheim. Die Firma Baader-Konzept GmbH hatte 2017 sämtliche Freiflächen und Grünbereiche untersucht und katalogisiert, informierte BfB-Stadtverordnete Dr. Ulrike Vogt-Saggau. Ziel war es eine Übersicht mit stadtökologischer, sozialer und stadtbildprägender Bedeutung zu erhalten. In welchen Bereichen können städtische Grünflächen aufgewertet werden, wo kann entsiegelt werden ? In welcher Weise können diese Untersuchungsergebnisse stärker in die kommunalpolitischen Entscheidungen einbezogen werden um Handlungsempfehlungen auszuschreiben.

In öffentlichen Auseinandersetzungen, insbesondere in Schriften der „Mutbürger“ und in Äußerungen von Mitgliedern des Bürgernetzwerkes ist die legitime Kritik von Stadtverordneten am Wettbewerbsverfahren Haus am Markt infrage gestellt, abgewertet und unrichtig dargestellt worden. Es wurde sogar im Plenum im Kolpinghaus angeregt, gewählte Vertreter/innen vom Beteiligungsprozess auszuschließen. Ebenfalls bei der Vorgehensweise der Rathausspitze, die vom Stadtparlament die beschlossene Planung am Markplatz zurückzuziehen, sind Stadtverordnete in einem schlechten Licht dargestellt worden. Hier geht es nicht um persönliche Befindlichkeiten, sondern darum, ehrenamtlichen Mitgliedern des Stadtparlamentes Respekt entgegenzubringen und zu schützen. Faire Kritik und Diskussionen sind ausdrücklich erwünscht, denn nur so funktioniert Demokratie. Behandelte Sachverhalte sind kompliziert, Kompromiss-Entscheidungen sind in der Öffentlichkeit meist schwer vermittelbar. Gerade in Zeiten zunehmender Bedrohungen und Gewalthandlungen gegen Kommunalpolitiker/innen sollte im öffentlich-demokratischen Raum kein Vorschub geleistet werden. Diese Zusammenhänge wollen wir in den Focus nehmen, teilt Stadtverordneter Norbert Koller mit.

Nachdem was alles bei dem Haus am Markt schief lief erwarten wir jetzt, die Bereitschaft des hauptamtlichen Magistrats einen großen Konsens bei der weiteren Vorgehensweise zu finden. Dazu müssen die Fraktionen, die Bürgerinitiative „Marktplatz besser beleben“ und das Bürgernetzwerk mit dem Magistrat an einen Tisch. Diesen Vorschlag wiederholen wir: es geht nicht an, dass eine knappe Mehrheit kurz vor der Kommunalwahl Entscheidungen trifft, die kurz darauf erneut Schnee von gestern sind. Deshalb fordern wir alle zur Einsicht auf. Die Bürgerinnen und Bürger müssen sich über verschiedene Gestaltungsvorschläge für den Marktplatz/Haus am Markt eine eigene Meinung auf einer Bürgerversammlung bilden können, heißt es abschließend in der Mitteilung der BfB-Fraktion.

BfB: Renaturierung der Lauter wichtiger Beitrag für eine lebendige Innenstadt !

Bensheim. „Die Renaturierung der Lauter im Bereich zwischen der Stadtmühle und Am Rinnentor ist gelungen und besonders jetzt im Frühjahr ein Hingucker. Wir bedanken uns bei dem Gewässerverband Bergstraße und dem ehemaligen 1. Stadtrat Helmut Sachwitz für die Umsetzung der Maßnahme, die bereits im Bürgerbeteiligungsprozess Bensheim 2030 vorgeschlagen wurde“, erklärt BfB-Stadtverordneter Franz Apfel.
Die Bedeutung, die die Lauter für die Ökologie und atmosphärisch für unsere Innenstadt hat, wurde durch eine Vielzahl von Maßnahmen wie die Herstellung von Flachwasserbereichen und Auflandungen sowie dem Einbau von Störsteinen herausgearbeitet. Dies ist ein Gewinn für die Lauter und für die Innenstadt, stellt Yvonne Dankwerth vom Vorstand der BfB-Wählergemeinschaft fest.
Die Renaturierung der Lauter in diesem Bereich fügt sich in eine ganze Reihe von Maßnahmen am Winkelbach, im Rahmen des Hessentages, sowie am Meerbach in Gronau und Zell, sowie an der Lauter in der Bleiche ein. Diese Arbeit soll zwischen der Stadt Bensheim und dem Gewässerverband fortgesetzt werden.
Durch unseren Vorschlag wurde in der Stadtverordnetenversammlung am 19. Dezember 2019 der gemeinsame Antrag von Bürger für Bensheim (BfB), GLB und CDU beschlossen, dass der Magistrat beauftragt wurde, in Zusammenarbeit mit dem Gewässerverband Bergstraße ein Konzept zur ökologischen Aufwertung von Gräben und Gewässerläufen in der Bensheimer Gemarkung in Form eines Maßnahmenkatalogs vorzulegen. Damit wollen wir, in diesem für uns wichtigen Bereich, weiter vorankommen und damit Fehler aus der Vergangenheit korrigieren, stellt BfB-Stadtverordnete Dr. Ulrike Vogt-Saggau abschließend fest.

BfB für Gebührenverzicht während der Schließungen bei den Bildungseinrichtungen

Bensheim. In ihrer Telefonkonferenz sprach sich die BfB-Fraktion
übereinstimmend für einen Gebührenverzicht für die Kindertagesstätten, die
Musikschule und die Stadtbibliothek während der Schließungen aus, berichtet
BfB-Stadtverordneter Franz Apfel.

Wenn unsere Bildungseinrichtungen wegen der Corona-Krise nicht geöffnet
haben und deshalb nicht genutzt werden können, ist dieser Vorschlag eine
folgerichtige Entscheidung, findet BfB-Stadtverordnete Dr. Ulrike
Vogt-Saggau.

Bisher bereits wird auf die Erhebung dieser Gebühren verzichtet. Die
Stadtverordnetenversammlung hat das letzte Wort und wird noch darüber
abschließend zu entscheiden haben ob auf diese Gebühren während der
Schließung verzichtet wird. Die BfB ist für den Verzicht auf diese Gebühren,
da die Einrichtungen nicht geöffnet sind, erklärt die BfB-Fraktion
abschließend.

BfB: Breiter Dialog zum Marktplatz der Zukunft gefordert !

Bensheim. Durch die Corona-Krise ist der Zeitplan für den städtebaulichen
Wettbewerb zum „Marktplatz der Zukunft“ erledigt. In der Woche vom 20.
April bis 24. April 2020 sollte das Preisgericht zu einem Vorgespräch
zusammenkommen. In einem Schreiben der 1. Stadträtin Nicole Rauber-Jung an
die TeilnehmerInnen des Dialogprozesses heißt es u. a. „Aufgrund der
aktuellen Situation und der damit einhergehenden Einschränkungen, muß der
Zeitplan jedoch überarbeitet werden. Eine Auslobung einer
Sachverständigen/eines Sachverständigen für das Preisgericht ist daher
aktuell nicht möglich und nicht sinnvoll“. Nachdem der vorgesehene Zeitplan
nicht mehr einzuhalten ist, schlagen wir vor, das alle Fraktionen die Zeit
nutzen um den städtebaulichen Wettbewerb auf eine breite Grundlage zu
stellen und die Spaltung unserer Stadt zu beenden“, bemerkt Stadtverordneter
Norbert Koller vor, der die BfB im Bau-, Umwelt- und Planungsausschuss der
Stadtverordnetenversammlung vertritt.

Die Fraktionen im hessischen Landtag haben ein Gesetz beschlossen, wonach
die jetzt anstehenden Bürgermeisterwahlen frühestens ab 1. November 2020
sattfinden. Wir begrüßen diese Entscheidung. Bei dieser Entscheidung fehlt
allerdings, dass auch Bürgerbegehren verschoben werden müssen. Wenn hier
keine Regelung noch nachträglich kommt, dann ist das Bürgerbegehren zur
Gestaltung des Marktplatzes alleine schon dadurch ausgehebelt worden, dass
keine Informationsstände und Veranstaltungen derzeit stattfinden dürfen.
„Als BfB-Fraktion schlagen wir deshalb vor, dass – sobald die aktuellen
Einschränkungen beendet oder abgemildert sind – sich alle Fraktionen, das
Bürgernetzwerk und die Bürgerinitiative für einen städtebaulichen
Ideen-Wettbewerb für den Bensheimer Marktplatz in den Dialog dazu kommen,
wie das weitere Vorgehen auf einer breiteren Grundlage aussehen kann“,
informiert BfB-Stadtverordnete Dr. Ulrike Vogt-Saggau.

„Einige Kaufleute hatten im BA vom 12. März 2020 argumentiert, dass bei
einem neuerlichen Stillstand „die Bensheimer Innenstadt tot“ sei. Der
Stillstand ist wegen dem Coronar-Virus nun eingetreten. Niemand kann sich
derzeit ausmalen wie die Bensheimer Fußgängerzone durch die verordneten
Geschäftsschließungen am Ende aussehen wird. Wir hoffen, dass die von der
Bundesregierung angekündigten schnellen Hilfsmaßnahmen für kleinere
Geschäfte und Solo-Selbstständige wirklich unbürokratisch sind und schnell
helfen. Weiterhin ist derzeit völlig unklar, wie sich die städtische
Einnahmesituation und die der Eigenbetriebe entwickeln wird“, darauf weist
BfB-Stadtverordneter Franz Apfel hin.

BfB zur Corona-Krise: Ausnahmesituation erfordert enge Zusammenarbeit aller Fraktionen

Bensheim. „Wir müssen alle umdenken. Die finanziellen Auswirkungen der Corona-Krise werden uns dazu zwingen bisher selbstverständliches und liebgewonnenes auf den Prüfstand zu stellen. Alle maßgeblichen Wirtschaftsinstitute erwarten eine deutliche Rezession. Die bisher im Haushalt erwarteten Einnahmen aus Gewerbesteuer, Einkommensteueranteil der Kommunen und Einnahmen für Leistungen der Kommunen werden stark zurückgehen. Die hessische Landesregierung muß die Vorgaben für die Haushalte der Kommunen ändern bzw. außer Kraft setzen und einen Rettungsschirm für die hessischen Kommunen beraten. Sonst wird kaum eine Kommune einen genehmigungsfähigen Haushalt bzw. Nachtragshaushalt in nächster Zeit vorlegen können. In dieser Situation bieten wir allen Fraktionen in der Stadtverordnetenversammlung eine enge Zusammenarbeit an um diese Ausnahmesituation zu überstehen und Lösungen gemeinsam zu entwickeln“, informiert BfB-Stadtverordneter Franz Apfel.

Die Stadtverordnetenversammlung hatte in ihrer Sitzung am 7.11.2019 auf Antrag der Fraktionen von CDU, GLB und BfB u. a. beschlossen, dass der Magistrat bis nach der Sommerpause 2020 Vorschläge für Kürzungen, Reduzierungen bzw. Abplanungen als Gegenfinanzierung für die wegfallenden Straßenbeiträge vorzulegen hat. Die finanziellen Auswirkungen der Corona-Krise kommen jetzt noch dazu. Die vorbereiteten Arbeiten und Gespräche müssen nun sofort beginnen. Die BfB-Fraktion ist dazu bereit, heißt es in der Mitteilung der BfB-Fraktion.

Trockene Sommer, Sturmschäden und Schädlingsbefall setzen unseren Wäldern zu !

Bensheim. Ihre wöchentliche Fraktionssitzung hält die BfB-Fraktion erneut
als Telefon-Konferenz ab. Am Dienstag, 31. März 2020 berät die
BfB-Fraktion ab 18.00 Uhr u. a. das Thema Zustand der städtischen Wälder
nach den extrem trockenen vergangenen Jahren, den starken Stürmen und dem
zunehmenden Schädlingsbefall sowie über notwendige Unterstützungsmaßnahmen
zur Stabilisierung unserer städtischen Wälder, berichtet BfB-Stadtverordnete
Dr. Ulrike Vogt-Saggau.

So ist u. a. auch der Wald um den Hemsberg sehr in Mitleidenschaft gezogen
worden, berichtet BfB-Stadtverordneter Helmut Reuter und wird per Fotos die
eingetretenen Sturm-Schäden dokumentieren.

Auf Vorschlag von Barbara Ottofrickenstein-Ripper, die die BfB im Ortsbeirat
Auerbach vertritt, sprechen wir über eine fehlende Bedarfsampel an der
Bushaltestelle an der Seniorenresidenz Fürstenlager und über ein fehlendes
Stück Fußweg von der Seniorenresidenz zur Bachgasse.

Als weiteres Thema wird die Wählergemeinschaft Bürger für Bensheim (BfB)
über die Änderungen der Hessischen Gemeindeordnung (HGO) in Zeiten der
Corona-Krise beraten. So soll u. a. in einer begrenzten Zeit der Haupt- und
Finanzausschuss in seinen Beschlussfassungen eine stärkere Rolle erhalten,
berichtet BfB-Stadtverordneter Franz Apfel.

Die BfB ist für Fragen, Anregungen und Vorschläge unter
info@bfb-bensheim.de erreichbar.

Bürger für Bensheim (BfB) sprechen sich für Verschiebung der Bürgermeisterwahl aus

Bensheim. In einem gemeinsamen Antrag haben die Fraktionen in der Bensheimer Stadtverordnetenversammlung den Wahltermin für die Bürgermeisterwahl auf den 21 Juni 2020 festgelegt. Dieser Beschluss wurde vor der Corona-Krise gefasst. Da auf absehbare Zeit keine Informations-Stände, keine Wahlveranstaltungen, keine Firmen- und Einrichtungsbesuche stattfinden
würden spricht sich die Wählergemeinschaft Bürger für Bensheim (BfB) für
eine Verschiebung der Bürgermeisterwahl aus, informiert BfB-Sprecherin Dr.
Ulrike Vogt-Saggau.

Ein Wahlkampf kann in der derzeitigen Situation nicht stattfinden. Nach § 42
Absatz 3 der Hessischen Gemeindeordnung (HGO) kann die Wahl des
Bürgermeisters/der Bürgermeisterin frühestens sechs und spätestens drei
Monate vor Freiwerden der Stelle durchgeführt werden. Bürgermeister Richter
ist bis Mitte Dezember 2020 gewählt. Wir haben somit Zeit, die
Bürgermeisterwahl zu verschieben, erklärt BfB-Sprecher Norbert Koller.

BfB: verschiedene Modelle für das Haus am Markt – die BürgerInnen sollen sich ein eigenes Bild machen dürfen !

Bensheim. Die BfB-Fraktion fordert, dass alle drei Varianten – keine Bebauung, einstöckige Bebauung und zweistöckige Bebauung – in einem städtebaulichen Wettbewerb dargestellt werden. Im Gegensatz zur CDU vertrauen wir auf das Urteil der Bensheimerinnen und Bensheimer, die ein Recht auf Auswahl und Vergleich an dieser für unsere Innenstadt zentralen Stelle haben müssen“, erklärt BfB-Stadtverordneter Norbert Koller.

Bensheim braucht einen ergebnisoffenen städtebaulichen Wettbewerb für die Gestaltung des Marktplatzes und des Hauses am Markt. Dafür standen wir als BfB-Fraktion von Anfang an und haben dazu konkrete Vorschläge für die Bürgerbeteiligung, den Wettbewerb und die abschließende Bürgerversammlung gemacht. An der Umsetzung dieses Ziels werden wir weiter arbeiten, informiert BfB-Stadtverordneter Helmut Reuter.

Wir hoffen, dass die unabhängige Bürgerinitiative für ein Bürgerbegehren zum Marktplatz/Haus am Markt Erfolg haben wird. Als BfB-Fraktion setzen wir uns für ein zweistöckiges Gebäude ein. Dabei ist die Rosette von St. Georg zu sehen. Für uns steht die Belebung des Marktplatzes im Mittelpunkt. Wir stellen uns sowohl ein Cafe als auch eine weitere Einrichtung vor, die Besucher in die Innenstadt zieht. Dabei denken wir u. a. an das Familienzentrum, dass sehr große Raumsorgen hat und denen bereits ein unterschriebener Vertrag der Stadt für das Haus am Markt vorlag, erinnert BfB-Stadtverordnete Dr. Ulrike Vogt-Saggau.

Bürgermeister Richter und die CDU haben erneut die Chance verpasst, die Gestaltung des Marktplatzes auf eine breite Grundlage in der Bürgerschaft zu stellen. Noch nicht einmal im zuständigen Ortbeirat Mitte bekam die CDU Zustimmung zu ihrem Vorgehen. Wir bedauern diese Entwicklung und hoffen darauf, dass die Einsicht wächst, das Bensheims Bürgerinnen und Bürger verschiedene Entwürfe vorgelegt bekommen sollen. Diese Chance zu ergreifen ist noch nicht zu spät, stellt BfB-Stadtverordneter Franz Apfel fest.

Kommunen müssen selber entscheiden können wo Tempo 30 angeordnet wird !

Bensheim. Die Stadtverordnetenfraktion der Wählergemeinschaft Bürger für Bensheim (BfB) unterstützt die Forderung der Gremien des Hessischen Städtetages nach mehr Entscheidungskompetenz bei der Anordnung von Geschwindigkeitsbeschränkungen auf Tempo 30 und bei der Anlegung von Zebrastreifen, informiert BfB-Stadtverordneter Helmut Reuter.
Es ist doch für niemanden nachvollziehbar, dass eine Stadt wie Bensheim mit über 40.000 Einwohnern nicht selber entscheiden kann wo Tempo 30-Zonen entstehen oder wo ein Zebrastreifen angelegt werden soll, meint BfB-Stadtverordneter Norbert Koller.

Nach der Beratung im Ortsbeirat Mitte zum Thema Tempo 30 wird es höchste Zeit, dass unsere Gremien selber entscheiden können, dass auf der Friedhofstraße und auch in anderen Wohngebieten Tempo 30 angeordnet werden kann. Wir haben deshalb einen Antrag eingereicht, der die Forderung des Städtetages unterstützt und diesen Antrag allen anderen Fraktionen für eine gemeinsame Antragstellung angeboten, informiert BfB-Stadtverordneter Franz Apfel.

Der Antrag lautet:

Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen:
„Die Stadtverordnetenversammlung unterstützt den vom Präsidium und Hauptausschuss des Hessischen Städtetages vorgelegten Text:

Mehr Handlungsspielräume für verkehrsrechtliche Anordnungen

Land und Bund müssen die Handlungsspielräume der Kommunen bei verkehrsrechtlichen Anordnungen ausweiten, zum Beispiel bei der Anordnung von Geschwindigkeits- und Zufahrtsbeschränkungen, Zebrastreifen oder City-Maut. Im Zusammenhang mit den Themen Verkehrssicherheit, Luft und Lärm wird deutlich, dass die Städte vor allem bei der Entscheidung über Geschwindigkeitsreduzierungen innerorts mehr Kompetenz brauchen. Eine reduzierte Geschwindigkeit verbessert die Verkehrssicherheit für Radfahrer und Fußgänger und kann dazu beitragen, den Lärm sowie die Luftschadstoffe zu senken. Die situationsgerechte Anpassung der Geschwindigkeiten ist eine wichtige Voraussetzung für ein verträgliches Miteinander verschiedener Nutzer im öffentlichen Raum. Rechtliche Hindernisse im Straßenverkehrsgesetz des Bundes sind zu beseitigen. Bis dahin müssen Maßnahmen notfalls über Pilotversuche realisiert werden können. Land und Bund sollen dabei auch Verkehrsversuche zur Regelgeschwindigkeit Tempo 30 und Ausnahmegeschwindigkeit Tempo 50 in geschlossenen Ortschaften unterstützen.

Der Magistrat wird beauftragt, die Entscheidung der Stadtverordnetenversammlung der Bundesregierung, der Landesregierung, den Bundestagsabgeordneten und den Landtagsabgeordneten im Kreis Bergstraße mitzuteilen und um Unterstützung zu bitten.“

Erinnerung an den Gewerkschafter und Antifaschist Jakob Kindinger ist der BfB ein wichtiges Anliegen !

Bensheim. Die Würdigung von Jakob Kindinger ist uns ein wichtiges Anliegen.
In einem Schreiben der BfB-Fraktion an den Vorsatnd des DGB Bensheim heißt
es: „Jakob Kindinger hat in Bensheim ein ehrendes Andenken erhalten. Davon
zeugt die Jakob-Kindinger-Straße, der Gedenkstein für Jakob-Kindinger am
Sozialzentrum der AWO und der Verein Geschichtswerkstatt Jakob Kindinger.
Nach einem Magistratsbeschluss wurde der Grabstein gesichert. Es fehlt die
Informationstafel mit einer Würdigung von Jakob Kindinger und ein passender
Platz. Mit Ihnen sind wir der Auffassung, dass gerade in der heutigen Zeit
eine antifaschistische Erinnerungskultur einen wichtigen Beitrag leistet.
Die Erinnerung an Jakob Kindinger als Gewerkschafter und Antifaschist, der
nachweislich Mithäftlinge im KZ Buchenwald unter Einsatz seines Lebens vor
dem Tob bewahrt hat, ist für uns wichtig“, informiert BfB-Stadtverordneter
Franz Apfel.