Frau Stadtverordnetenvorsteherin, meine Damen und Herren, sehr geehrte Gäste
Der steigende Wohnungsbau in unseren
Städten wird immer deutlicher sichtbar – auch in Bensheim. Es gilt die Regel:
Innenverdichtung vor Außenverdichtung. Aber bei der Innenverdichtung sind die
Kapazitäten nahezu erschöpft. Gleichzeitig verschwinden hierbei ökologisch
wichtige Freiflächen, die auch für unsere Gesundheit unentbehrlich sind.
Was tun, wenn die Innenbereiche erschöpft
sind? Nach dem Motto: Wachstum ist wichtig – werden nun die Außenbereiche
bebaut.
Mit unserem Antrag zum Schutz der
Außenflächen möchten wir diesem Trend einen Riegel vorsetzen.
Die SPD hatte vor einem Jahr das Projekt „Südstadt“ ins Gespräch gebracht – eine Bebauung am Südrand von Bensheim.
Dort, wo die Menschen heute entlang von Wiesen, Äckern und Feldern spazieren gehen, soll ein Geschosswohnungsbau für 1 500 Menschen entstehen.
Mit dieser Bebauung würden wertvolle Grün- und Ackerflächen versiegelt – die nicht nur Lebensraum für Vögel, Insekten und weiteren Tieren bietet. Diese Grünfläche ist ein wichtiges stadtnahes Naherholungsgebiet in Bensheim – wie uns bei einem Ortstermin Anfang des Jahres viele Bürger und Bürgerinnen bestätigten.
Wo sollen die Menschen – und noch zusätzlich 1 500 Menschen – Natur erleben? Stadtgrün und Stadtrandgrün sind wichtig – für die Gesundheit, die Lebensqualität, als Frischluftschneisen für das Stadtklima und nicht zu vergessen für die Tiere und Pflanzen.
Und wie wichtig und wir rar Naherholungsgebiete sind, konnten wir während der Corona-Krise sehr gut erkennen. Der Niederwald oder auch der Weg zum Kirchberghäuschen glichen zu bestimmten Zeiten einer Völkerwanderung.
Wohnungsbau ist zudem immer mit weiterer
Infrastruktur verbunden, z.B dem Verkehr.
Aus diesem Grunde werden auch gleichzeitig immer neue Verkehrswege
gefordert. So geschehen in dem Antrag der SPD im Juni 2019:
(Prüfauftrag im Zusammenhang mit der Aufstellung eines Verkehrsentwicklungsplanes . Ich zitiere die Forderung:
„Weiterführung des Berliner Rings in
südlicher bzw. östlicher Richtung mit Anschluss an der Kreisverkehrsplatz
Bundesstraße 3 (Schwarzwaldstraße) / Heidelbergerstraße“
Gleiches gilt auch für den
Norden von Bensheim. Auch der Bereich nördlich von Auerbach / In den Zeilbäumen
bis Zwingenberg darf nicht bebaut werden und wird in unserem Antrag ausdrücklich
als geschützte Außenfläche aufgeführt.
Mit dem gemeinsamen Antrag der GLB setzen
wir uns für eine Stadtentwicklung ein, die zum einen Umwelt und Natur
respektiert und andererseits die Bedürfnisse und die Lebensqualität der Bürger
und Bürgerinnen von Bensheim.
„Naturschutz ist Menschenschutz“.
Bitte unterstützen Sie unseren Antrag.