BfB-Fraktion fragt nach Umsetzung von Beschlüssen zum Innenstadtdialog !

Bensheim. Die frühere Koalition aus CDU, GLB und Bürger für Bensheim (BfB) hat viele positive Beschlüsse gefasst. So wurden Vorschläge aus dem Innenstadtdialog Bensheim 2030 in Form von Arbeitsaufträgen an den Magistrat zur Prüfung beschlossen. Die Beschlüsse dazu wurden bereits in der Stadtverordnetenversammlung am 27. September 2018 gefasst. Rund 18 Monate nach der Beschlussfassung sollten die Prüfaufträge mittlerweile abgeschlossen sein, meint BfB-Stadtverordneter Helmut Reuter.
Zu drei der beschlossenen Prüftaufträge hat die BfB-Fraktion eine Anfrage an den Magistrat zur Beantwortung in der Stadtverordnetenversammlung am 26. März 2020 gestellt. Es handelt sich dabei um die Themen A) Mobilität – Parken, B) Kinder und Jugendliche und C) um das Thema Stadtklima, berichtet BfB-Stadtverordneter Franz Apfel.
Die BfB-Anfrage an den Magistrat lautet:
A) Warum wurde die Stadtverordnetenversammlung bezüglich der Umsetzung der obigen Prüfaufträge noch nicht informiert ?

B) Wann ist mit der Vorlage der Ergebnisse zu den drei Prüfaufträgen zu rechnen ?

C) Wann erfolgt gegebenenfalls die Umsetzung

BfB will ergebnisoffenen städtebaulichen Wettbewerb !

Bensheim. Bensheim braucht einen ergebnisoffenen städtebaulichen Wettbewerb für die Gestaltung des Marktplatzes und des Hauses am Markt. An der Umsetzung dieses Ziels werden wir weiter arbeiten. Diese Vorgehensweise hat Bürgermeister Richter und die CDU hintertrieben. Die Verengung des
städtebaulichen Wettbewerbs auf die Sichtbarkeit von 2/3 der Türbögen der
Kirche von St. Georg richtet sich gegen die Bensheimer Bürgerschaft. Nur wer
den Vergleich der Wettbewerbsbeiträge fürchtet kann diese Verengung
beschließen. Wir fürchten den Vergleich nicht. Wir wollen, dass Bensheims
Bürgerinnen und Bürger im weiteren Beteiligungsverfahren auswählen können.
Deshalb sollen sowohl eine Nichtbebauung, ein einstöckiges Gebäude und ein
zweistöckiges Gebäude, wie wir es favorisieren, bei dem Wettbewerb
zugelassen werden, erklären die Stadtverordneten der Wählergemeinschaft
Bürger für Bensheim (BfB) Franz Apfel, Norbert Koller, Helmut Reuter, Dr.
Ulrike Vogt-Saggau und Ruth Wohland in einer gemeinsamen Pressemitteilung.

Als BfB haben wir folgenden Weg in der Koalition vorgeschlagen:
Bürgerbeteiligung, Bürgerversammlung, ergebnisoffener städtebaulicher
Wettbewerb, erneute Bürgerversammlung bevor dann die städtischen Gremien
entscheiden. Dieser Weg hätte ergebnisoffen bis zum Schluss weiter betrieben
werden müssen.

Die FDP hatte von Anfang an von einem gesteuerten Verfahren gesprochen, hat
sich dann aber der Stimme in der Stadtverordnetenversammlung enthalten. Das
soll sie mal den Bürgerinnen und Bürgern erklären anstatt andere
anzugreifen, die daraus Konsequenzen gezogen haben.

Wir kritisieren, dass im Bürgerbeteiligungsprozess keine Abstimmung zu den
drei möglichen Varianten durchgeführt wurde. Der Moderator vom
Bürgernetzwerk ließ auf dem abschließenden Dialogforum mit rund 70
Teilnehmerinnen und Teilnehmern im Kolpinghaus doch wenigsten eine
Abstimmung zu. Zitat aus der Zusammenfassung des Bürgernetzwerkes in der
Verwaltungsvorlage:

„Knapp die Hälfte der Besucherinnen des abschließenden Dialogforums am 20.
November 2019 votierten für ein Gebäude mit zwei Geschossen.“ Eine
Abstimmung, ob die Fläche unbebaut bleiben sollte, wurde unterbunden. Diese
Vorgehensweise zeigt, dass die vorgegebene Richtung durchgesetzt werden
sollte. Das ist einer der Gründe warum wir die Zusammenarbeit mit der CDU
beendet haben. Wenn wir in der Koalition ergebnisoffen beschließen dann muß
das auch ergebnisoffen sein.

Wir als BfB-Fraktion haben kein Problem damit, dass alle drei Varianten in
einem städtebaulichen Wettbewerb dargestellt werden. Im Gegensatz zu CDU und SPD vertrauen wir auf das Urteil der Bensheimerinnen und Bensheimer, die ein Recht auf Auswahl und Vergleich haben müssen“, erklärt BfB-Stadtverordneter Norbert Koller.

Am kommenden Dienstag werden wir als BfB-Fraktion entscheiden ob wir das
Bürgerbegehren unabhängiger Bürgerinnen und Bürger aktiv unterstützen
werden. Bürgermeister Richter und die CDU haben jedenfalls erneut die Chance
verpasst, die Gestaltung des Marktplatzes auf eine breite Grundlage zu
stellen. Wir stehen als BfB weiter für ein ergebnisoffens Verfahren, heißt
es in der BfB-Mitteilung.

Sparkasse muss im Zentrum bleiben !

Bensheim. Die Vorstellung der Idee des Vorstandsvorsitzenden der Sparkasse Bensheim, Dr. Eric Tjarks, die Zentrale der Sparkasse an den Berliner Ring nach Auerbach zu verlegen, stößt bei der BfB auf scharfe Kritik. Dem Verwaltungsratsvorsitzenden, Bürgermeister Richter, sollte klar sein, dass eine möglicher neuer Standort außerhalb der Innenstadt sich sehr negativ für die Innenstadt auswirken wird. Die BfB-Fraktion lehnt diese Entwicklung als weiteren Tiefschlag für die Bensheimer Innenstadt entschieden ab, erklärt BfB-Stadtverordnete Dr. Ulrike Vogt-Saggau.

Am 28. Mai 2019 erhielten die kommunalen Mandatsträger eine Stellungnahme der Sparkasse, in der diese u. a. folgendes zur „Neuen Hauptstelle“ betonte: „Die gesamte Baumaßnahme, die wir „Neue Hauptstelle“ nennen, wird Flächen effizienter nutzen, sodass wir in der Gesamtheit weniger Flächen als in den bisher zwei Standorten in Bensheim benötigen. Für uns Grundlage eines energieeffizienten, maßvollen Handeln: Moderne, kommunikative Flächen – ohne Prunk, aber mit „Wohlfühlatmosphäre“ – denn wir sind gerne „Gastgeber“. Ebenfalls liegt uns die Quartiersentwicklung im Herzen von Bensheim am Herzen. Dieser Verantwortung wollen wir mit der Sanierung und der „Rückgabe“ des Denkmals an die Bevölkerung sowie den Abriss des ehemaligen Bauhofs nachkommen. „Diese Quartiersentwicklung im Herzen von Bensheim mahnen wir an“, betont Yvonne Dankwerth vom Vorstand der BfB.

Wir werden auf unserer nächsten Fraktionssitzung am kommenden Dienstag das Thema Innenstadt und Marktplatz als weiteren Schwerpunkt in den Mittelpunkt unserer Sitzung stellen. Dabei wird es um die Einschränkung des städtebaulichen Wettbewerbes durch CDU und SPD zum Marktplatz/Haus am Markt ebenso gehen wie um das Thema Bürgerbegehren, das von Bürgern unserer Stadt initiiert wurde um alle Ergebnisse aus dem Bürgerdialog zu berücksichtigen. Unsere Bürger sollen selber ergebnisoffen entscheiden können, betont BfB-Stadtverordneter Norbert Koller.

Und das Thema Räumlichkeiten für das Familienzentrum wird an diesem Abend ebenfalls prominent bei der BfB behandelt werden. „Wir sind der Auffassung, dass das Familienzentrum in der Innenstadt einen wichtigen Beitrag zur Belebung leisten wird. Warum Bürgermeister Richter, den bereits unterschriebenen Vertrag mit dem Familienzentrum nicht eingehalten hat, sehen wir sehr kritisch. Wir vermissen wie bei der Sparkasse so auch beim Haus am Markt Verlässlichkeit und Geradlinigkeit des Bürgermeisters“, erklärt BfB-Stadtverordneter Franz Apfel abschließend.

BfB fordert ergebnisoffenen städtebaulichen Wettbewerb

Bensheim. Der Bürgerbeteiligungsprozess zu dem städtebaulichen Wettbewerb zur Gestaltung des Marktplatzes/Haus am Markt wurde von der Stadtverwaltung von Anfang an in die Richtung des von Bürgermeister Richter gewünschten späteren Ergebnisses gesteuert. Wir kritisieren diese Einengung und erinnern daran, dass dieser Prozess ergebnisoffen geführt werden sollte, betont BfB-Stadtverordnete Dr. Ulrike Vogt-Saggau.

Wir bedauern, dass im Bürgerbeteiligungsprozess keine Abstimmung zu den drei möglichen Varianten durchgeführt wurde. Der Moderator vom Bürgernetzwerk ließ auf dem abschließenden Dialogforum mit rund 70 Teilnehmerinnen und Teilnehmern im Kolpinghaus doch wenigsten eine Abstimmung zu. Zitat aus der Zusammenfassung des Bürgernetzwerkes in der Verwaltungsvorlage:

„Knapp die Hälfte der Besucherinnen des abschließenden Dialogforums am 20. November 2019 votierten für ein Gebäude mit zwei Geschossen. Dafür gibt es unterschiedliche Beweggründe, wie bei vorausgegangenen Veranstaltungen des Bürgernetzwerkes zur Zukunft der Innenstadt immer wieder deutlich wurde:

Ø Ein Teil der Befragten stört sich an der Dominanz der Kirche als Sakralbau im Stadtbild und hält das empfundene optische und konfessionelle Übergewicht als unangemessen und unzeitgemäß.
Ø Andere wünschen sich vor allem mehr nutzbare Flächen in einem Neubau, als in einem eingeschossigen Gebäude untergerbacht werden können. Eine dritte Gruppe erachtet eine höhere Kubatur als notwendig, um einen an die historische Gebäudesituation angepassten östlichen Platzabschluss herzustellen.“ Zitat Ende.

Eine Abstimmung, ob die Fläche unbebaut bleiben sollte, wurde unterbunden. „Wir sind der Auffassung, dass an dieser Stelle ein bedeutendes Gebäude den Platz städtebaulich abschließen soll. Die Rosette muß zu sehen sein, damit kommen wir dem Wunsch vieler BensheimerInnen entgegen. Unser Schwerpunkt liegt in der Belebung des Marktplatzes und dem städtebaulichen Abschluss des Marktplatzes. Wir haben aber kein Problem damit, dass alle drei Varianten in einem städtebaulichen Wettbewerb dargestellt werden. Im Gegensatz zu CDU und SPD vertrauen wir auf das Urteil der Bensheimerinnen und Bensheimer, die ein Recht auf Auswahl und Vergleich haben müssen“, erklärt BfB-Stadtverordneter Norbert Koller.

Bürgermeister Richter und die CDU haben diese Chance, den städtebaulichen Wettbewerb zur Gestaltung des Marktplatzes auf eine breite Grundlage zu stellen, erneut verpasst. Wenn wir an die Vorgeschichte erinnern, so müssen wir anhand der Fakten feststellen, dass es keinerlei Verlässlichkeit und Geradlinigkeit bei den Verantwortlichen gibt: Millionen Euro wurden in den Sand gesetzt und die Bürgerbeteiligung auf den Kopf gestellt, stellt BfB-Stadtverordneter Helmut Reuter fest.

Wir fordern die städtische MEGB und deren Geschäftsführer Helmut Richter auf, die Vertragsbestandteile des Mietvertrages mit dem Cafe Extra-Blatt offen zu legen. Die Bürger und die Stadtverordneten haben ein Recht darauf zu erfahren ob Mängel bei der Ausarbeitung des Vertrages vorliegen und ob dadurch gegebenenfalls Schadensersatzansprüche in bedeutender Höhe auf die Stadt zukommen, erklärt BfB-Stadtverordneter Franz Apfel.

Wir werden das Ergebnis (städtebaulicher Wettbewerb), auf das von vornherein hingesteuert wurde, jedenfalls nicht akzeptieren und werden uns weiter für einen Bürgerdialog stark machen, der diesen Namen tatsächlich verdient. Bei der Gestaltung unseres Marktplatzes – unserem zentralen Platz, der in die ganze Fußgängerzone positiv ausstrahlen muß – wird es zu Recht keine Ruhe in der Bürgerschaft geben, betont BfB-Stadtverordnete Ruth Wohland abschließend.

Bensheim soll Austragungsort für Bundesliga-Handball-Spiele der Frauen bleiben !

Bensheim. Kann Bensheim weiter Austragungsort für die Bundesliga-Handball-Spiele der Frauen bleiben ? Diese Frage stand im Mittelpunkt der jüngsten BfB-Fraktionssitzung. Die Handball Bundesliga-Frauen (HBF) hat geänderte Voraussetzungen für die Hallen beschlossen, der BA berichtete darüber am 7.2.2020. Die Weststadt-Halle kann derzeit eine der Voraussetzungen nicht erfüllen: die Hallen müssen zwei Längstribünen vorweisen, darauf macht BfB-Stadtverordneter Franz Apfel aufmerksam.

„Das Thema muß in den drei Fachausschüssen der Stadtverordnetenversammlung und der Sportkommission sowie mit den Sportvereinen und gegebenenfalls Sachverständigen behandelt werden. Die BfB-Fraktion ist an einer gemeinsamen Antragsstellung für die Stadtverordnetenversammlung interessiert, informiert BfB-Stadtverordneter Norbert Koller.

Wir haben folgenden Antrag eingereicht:

„1. Der Magistrat wird beauftragt, in einer Sondersitzung der drei Ausschüsse zusammen mit der Sportkommission, über die Änderungen bei den Hallenanforderungen bei der Handball Bundesliga-Frauen zu informieren und mögliche Wege aufzuzeigen, wie Bensheim die Anforderungen der HBF erfüllen könnte. Der Magistrat wird beauftragt, Vertreter der betroffenen Sportvereine und, falls erforderlich, Sachverständige nach § 62 Abs. 6 HGO zu der Sitzung zuziehen. Die Sondersitzung der drei Ausschüsse und der Sportkommission soll vor der Sommerpause 2020 stattfinden.

  1. Der Magistrat wird beauftragt zu klären, welche finanziellen Aufwendungen für verschiedene Alternativen erforderlich sind um die neuen Hallenanforderungen der HBF zu erfüllen. Dabei ist darüber zu informieren, welche Fördermöglichkeiten von Kreisseite, Landesebene, Bundesebene und gegebenenfalls Europaebene sowie vom Landessportbund Hessen e. V. genutzt werden können. Das Thema Sponsoring ist hier ebenfalls zu klären.

„Der eingereichte Antrag ist selbstverständlich veränderbar. Bei einer gemeinsamen Antragsstellung werden wir unseren Antrag zugunsten eines gemeinsamen Antrages zurückziehen. Erklärt BfB-Stadtverordnete Dr. Ulrike Vogt-Saggau.

„Wir wollen, dass die möglichen Alternativen aufgezeigt und die Fördermöglichkeiten auf allen Ebene abgeklärt werden. Auch das Thema Sponsoring, muß angesprochen werden. „Wir sind bereit an einem Strang zu ziehen, damit die Flames weiter in Bensheim spielen können“. Die Fakten müssen erhoben und breit diskutiert werden, erklärt BfB-Stadtrat Joachim Uhde abschließend.

Sanierung Tiefgarage Beauner Platz notwendig

Bensheim. Mit der Situation in der Tiefgarage Beauner Platz und den
erforderlichen Sanierungsmaßnahmen befasste sich die
Stadtverordnetenfraktion der Wählergemeinschaft Bürger für Bensheim (BfB).
Bereits vor 4 Jahren waren als zwingend festgestellte Sanierungsmaßnahmen anden Magistrat gemeldet worden. Bereits 2010 wurde ein Sanierungskonzept für die Tiefgarage Beauner Platz erstellt, informiert BfB-Stadtverordneter
Norbert Koller.

Wir haben einen Fragenkatalog an den Magistrat eingereicht, der von der MEGB
beantwortet werden soll. Die Zeit des kostenlosen Parkens hätte die MEGB
nutzen müssen um größere Sanierungsmaßnahmen einzuleiten, informiert
BfB-Stadtverordneter Franz Apfel

Die insgesamt 10 Fragen der BfB-Fraktion:

  1. A) Für welche Problemstellungen wurden 2020 Sonstige Rückstellungen
    im Wirtschaftsplan der MEGB gebildet ? 1 B) Wir bitten um Angabe in welcher Höhe Sonstige Rückstellungen für die Sanierung der Tiefgarage Beauner Platz enthalten sind.
  2. Wann wurden erstmals Sonstige Rückstellungen für die Sanierung der
    Tiefgarage Beauner Platz im Wirtschaftsplan der MEGB gebildet ?
  3. Wie konkret und durch welches Fach-Büro wurde die Höhe der Sonstigen
    Rückstellungen für die Sanierung der TG Beauner Platz ermittelt und wann erfolgte die Ermittlung der Höhe der Sanierungskosten für die TG Beauner Platz ?
  4. Mit welcher Kostensteigerung für die Sanierung der TG Beauner Platz
    ist aus heutiger Sicht zu rechnen ? Wir bitten um Angabe der Steigerung der Baukosten im Vergleich zur letzten Ermittlung der Sanierungskosten.
  5. Warum erfolgte die bereits vor vier Jahren als zwingend festgestellte
    Sanierung der TG Beauner Platz bisher nicht ? Was sind die konkreten Gründe?
  6. Warum wurde die Zeit nach dem Wechsel des Betreibers nicht für eine
    umfassende Sanierung genutzt?
  7. War einer der Gründe, warum der vorherige Betreiber der Tiefgarage
    (Q-Park) zum Jahresende 2019 gekündigt hatte, die fehlenden
    Sanierungsmaßnahmen?
  8. Sind gegebenenfalls weitere Einschränkungen bei der Benutzung der
    Tiefgarage zusätzlich zu der notwendigen Sanierung zu erwarten durch z. B. geänderte Brandschutzauflagen oder Belüftungskonzepte ? Werden diese beiden Themen im Sanierungskonzept behandelt und gelöst?
  9. Wurde mit einem weiteren Eigentümer der TG Beauner Platz dazu Kontakt
    aufgenommen ? Wenn ja, wann und mit welchem Ergebnis ? Wenn Nein, warum nicht?
  10. Wann ist die umfassende Sanierung der TG Beauner Platz konkret
    vorgesehen ?

BfB beendet Zusammenarbeit mit der CDU

Bensheim. Die CDU hat uns, nach dem Rausschmiss der Grünen Liste aus der bisher bestehenden Koalition, eine weitere gemeinsame Zusammenarbeit angeboten. Zwei Gespräche haben wir danach geführt . Leider mußten wir dabei einen weiteren Koalitionsbruch der CDU zur Kenntnis nehmen. Dass Veto-Recht bei Verwaltungsvorlagen laut bisherigen Koalitionsvertrag sollte uns nicht mehr zugestanden werden. Wir haben dieses Veto-Recht bisher nie angewandt. Für weitere Zusammenarbeit wird aber genau dieses Veto-Recht für uns von ganz entscheidender Bedeutung sein, z.B. in Bezug auf die Erhaltung des Naherholungsgebietes Südstadt und damit der Verhinderung eines neuen Stadtteiles mit ca. 1500 Einwohnern.

Verfälschung des Wählerwillens

Kein Veto-Recht heißt konkret folgendes: die CDU spricht mit uns über Themen und wenn wir uns nicht einigen, sucht sie sich einen anderen Partner für die Umsetzung. Das wird 100 % CDU-Politik und damit eine Verfälschung des Wählerwillens. Zur Erinnerung, die CDU hat bei der letzten Kommunalwahl nur rund 34 % bekommen.

Wer unter diesen Voraussetzungen meint, dass er beim städtebaulichen Wettbewerb für den Marktplatz auf sinnvolle Vorschläge der BfB, die aus dem Bürgerbeteiligungsprozess abgeleitet wurden, nicht einzugehen braucht, der zeigt, dass er uns nicht als Partner sondern allenfalls als Mehrheitsbeschaffer haben möchte.

Wir jedenfalls ziehen hier die Reißleine und machen deutlich, dass es mit uns als BfB keine 100 %-CDU-Politik geben wird, stellen die vier Sprecher der BfB Franz Apfel, Norbert Koller, Joachim Uhde und Dr. Ulrike Vogt-Saggau in einer gemeinsamen Pressemitteilung fest.

Verantwortung zu übernehmen war richtig !

Wir sind davon überzeugt, dass es eine richtige Entscheidung war, in die Koalition mit CDU und GLB einzutreten. Eine Koalition bedeutet immer auch Kompromisse zu schließen. Trotzdem konnten wir für uns und die Bürger und Bürgerinnen in Bensheim wichtige Erfolge erzielen: Der bisher unter CDU und GLB vernachlässigte soziale Wohnungsbau kommt deutlich voran, die Straßenbeiträge wurden ohne Erhöhung der Grundsteuer B abgeschafft, die Blühwiesen und Blühstreifen wurden sehr deutlich ausgeweitet, kein Einsatz von Glyphosat auf städtischen Pachtflächen, Herausnahme von zwei ökologisch bedeutenden Waldflächen aus der Bewirtschaftung – Erlachewäldchen und ein Teil des Schwanheimer Stadtwaldes -, Verbot sogenannter Schottergärten in den neuen Bebauungsplänen, Begrenzung der Vermarktung im Gewerbegebiet Stubenwald II auf 80 % der Fläche, kein weiterer Zubau im Anschluss an das Neubaugebiet In den Zeilbäumen Richtung Zwingenberg und vieles mehr.

Wir bedanken uns an dieser Stelle ausdrücklich für das „Brücken bauen“ des amtierenden Bürgermeisters Rolf Richter, der oft gute Kompromisse gefunden hat. Auch das wollen wir nicht verschweigen.

Vertrauens- und finanzieller Schaden

Das gilt bis zur einsamen Nacht- und Nebel-Aktion des Bürgermeisters bei dem Haus am Markt. Hier wurde ein schwerer Vertrauensschaden bei beiden Koalitionspartnern verursacht. Und die CDU ? Macht jede Wendung mit. Der entstandene finanzielle Schaden ist bis heute nur im Ansatz sichtbar.

In dieser Situation hatten wir als BfB konstruktive Vorschläge in die Diskussion gebracht: Bürgerbeteiligung durch das Bürgernetzwerk, Bürgerversammlung, ergebnisoffener städtebaulicher Wettbewerb und erneute Bürgerversammlung bevor die kommunalen Gremien entscheiden. Gegen anfängliche Wiederstände wurde es schließlich genau so in der Koalition beschlossen.

Der einzige Fehler war, dass bei der Bürgerbeteiligung nicht nur das Bürgernetzwerk dabei sondern auch die Stadtverwaltung involviert war. So kam genau das Ergebnis heraus, das der Bürgermeister wollte: 2/3 der Türen von St. Georg sollten von der Hauptstraße aus zu sehen sein.

Ergebnisoffener Wettbewerb findet nicht statt

Anstatt eines ergebnisoffenen Wettbewerbs wurde der Bürgerwille auf den Kopf gestellt. So stellen wir uns Bürgerbeteiligung nicht vor. Es gab sehr wohl viele, die keine Bebauung dort wünschten und eine knappe Minderheit wünschte sich dort ein zweigeschossiges Gebäude. Diese Position vertritt die BfB-Fraktion, wir machen deutlich: bei einem zweigeschossigen Gebäude wäre die Rosette, die von vielen Leserbriefschreibern zu sehen gewünscht war, sichtbar. Das ist „Schorschblick“ genug. Für uns steht die Belebung des Marktplatzes im Mittelpunkt bei deren Planung die CDU und ihre Hauptamtlichen bisher alle krachend gescheitert sind und versagt haben. Und viele Millionen auszugeben für den Bau eines Gebäudes in dem ein Cafe und eine barrierefreie Toilette untergebracht sind ist auch für die Bürgerschaft schwer vermittelbar. Das ursprüngliche Konzept des Bürgermeisters war richtig: hier muß ein bedeutendes Gebäude hin allerdings kleiner als bisher geplant, mit einem attraktiven Cafe zur Belebung des Marktplatzes und das Familienzentrum bzw. ein Mehrzweckraum wären hier ebenfalls eine sehr gute Wahl gewesen.

Chance zur Befriedung erneut vertan

22 Stadtverordnete aus CDU und SPD haben die vorgegeben Eckpunkte für den städtebaulichen Wettbewerb abgesegnet. Eine aus Sicht der BfB unzulässige Ausgrenzung und Verengung auf ein Gebäude mit einem Stockwerk. Wer gute Argumente hat, der kann sich dem Wettbewerb mit verschiedenen Bebauungsmöglichkeiten stellen! CDU und SPD haben die nicht. Deshalb wird es in der Stadtgesellschaft dazu auch keine Ruhe geben.

Als BfB und BfB-Fraktion werden wir nun eigene Anträge und Anfragen einreichen sowie kritische Themen aufgreifen. Gute Verwaltungsvorlagen werden wir selbstverständlich unterstützen. Nach der Kommunalwahl werden wir versuchen einige unverantwortliche Beschlüsse für Bensheim wieder aufzuheben. Mit welchem Partner ? Alleine die Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt werden das entscheiden. Wir sind jedenfalls voll motiviert, heißt es abschließend in der BfB-Mitteilung.

BfB Mitglied im Klimabündnis Bergstraße

Bensheim. In der jüngsten Sitzung der Wählergemeinschaft Bürger für Bensheim (BfB) war Katja Knoch vom Klimabündnis Bergstraße zu Gast und informierte Stadtverordnete, Magistratsmitglieder und den Vorstand der BfB über die Ziele des Klimabündnisses. „Wir möchten ein starkes Bündnis im Kreis schaffen und gemeinsam mit Institutionen, Initiativen, Verbänden, Unternehmen und der Politik auf allen Ebenen Umwelt- und Klimaschutz in die Bevölkerung und in die politischen Entscheidungen tragen. Ebenso wichtig wie das Ziel, 100% erneuerbare Energien im Kreis zu erreichen, ist hierbei auch die Umwelt- und die soziale Verträglichkeit möglicher Umstrukturierungen. Im Fokus steht dabei neben dem schnellstmöglichen Ausbau erneuerbarer Energien auch ein Umdenken in der Mobilität in Richtung Fahrrad, Fußgänger und öffentliche Verkehrsmittel und in der Landwirtschaft in Richtung Humusaufbau, ökologischem, regionalem Lebensmittelanbau und dem Stopp der Flächenversiegelung.“, erklärt Katja Knoch.

Nur mit einer Natur- und sozialverträglichen Energiewende kann die Erderhitzung gestoppt werden, deshalb unterstützen wir die Ziele des Klimabündnis Bergstraße, informiert Yvonne Dankwerth vom Vorstand der BfB.

„Wir werden uns im Klimabündnis dafür einsetzen, dass bei zukünftigen Entscheidungen das Thema „Umwelteffizienz“ den gleichen Stellenwert erhält wie das Thema „Energieeffizienz“, betont BfB-Stadtverordnete Dr. Ulrike Vogt-Saggau.

Das in Bensheim bestehende Potential an Stromerzeugung durch Photovoltaik-Anlagen auf Dachflächen wollen wir nutzen. Deshalb haben wir unsere Informationsreihe nach der BürgerSolarBeratung und Metropol-Solar jetzt mit dem Klimabündnis Bergstraße fortgesetzt, darauf weist BfB-Stadtverordneter Franz Apfel hin.

Im Klimabündnis Bergstraße sind neben politischen Organisationen auch viele gesellschaftliche Gruppen und Firmen vertreten. Am letzten Dienstag ist die Wählergemeinschaft Bürger für Bensheim (BfB) dem Klimabündnis Bergstraße beigetreten, informiert BfB-Stadtverordneter Helmut Reuter.

BfB: Rechte der Ausländerbeiräte und Ortsbeiräte erweitern !

Bensheim. „Wir setzen uns als Wählergemeinschaft Bürger für Bensheim (BfB)
für eine bessere politische Teilhabe von Migranten/innen ein. Aus diesem
Grunde haben wir die Vorsitzende des Bensheimer Ausländerbeirates, Frau
Yvonne Dankwerth, in eine BfB-Fraktionssitzung eingeladen um uns einen
Überblick über die geplanten Änderungen der Hessischen Gemeindeordnung (HGO) durch die Hessische Landesregierung, geben zu lassen, berichtet BfB-Stadtverordnete Ruth Wohland.

Die Landesregierung plant zum einen die Zusammenlegung der Wahl der
Ausländerbeiräte mit der nächsten Kommunalwahl im März 2021 und die
Einführung eines Antrags- und Rederechtes in den kommunalen Gremien,
informierte Yvonne Dankwerth die Kommunalpolitiker.

Diese beiden geplanten Änderungen der HGO begrüßen wir. Diese beiden
Reformen stärken die Rechte der Migranten/innen und werten die
Ausländerbeiratswahlen durch die Zusammenlegung mit den Kommunalwahlen auf, meint dazu BfB-Stadtverordneter Norbert Koller.

Wir unterstützen diese beiden Änderungen und sind darüber hinaus der
Auffassung, dass auch Ortsbeiräte und die verschiedenen Kommission ein
Antrags- und Rederecht in der Stadtverordnetenversammlung bekommen sollen, meint BfB-Stadtverordneter Franz Apfel.

Weitere geplante Änderungen der HGO betreffen die Bildung einer
Integrations-Kommission statt eines Ausländerbeirates vor. Dieses
„Optionsmodell“ wird von den Regierungsfraktionen bedauerlicherweise
favorisiert. Die Arbeitsgemeinschaft der Ausländerbeiräte Hessen (AGAH)
spricht sich für die Beibehaltung der durch Wahlen demokratisch
legitimierten Ausländerbeiräte ebenso aus wie die Beibehaltung der
verpflichtenden Regelung, dass in allen Kommunen mit mehr als 1.000
ausländischen Einwohnerinnen und Einwohnern ein Ausländerbeirat einzurichten ist, informiert Yvonne Dankwerth die BfB-Stadtverordneten,
Magistratsmitglieder und Ortsbeiräte abschließend.

BfB setzt Schwerpunkt auf Photovoltaik-Anlagen auf Dachflächen

Bensheim. Bensheim hat bereits einiges Positives getan um die Nutzung der
Solarenergie voranzubringen. Als Beispiele seien hier der Masterplan 100 %
Klimaschutz, Modellkommune 100 % Klimaschutz, Förderprogramme im Haushalt
unserer Stadt und die Vorgaben im Neubaugebiet Fehlheim genannt, informiert
BfB-Stadtrat Andreas Born.

„Unser Ziel ist der Zubau von Photovoltaik-Anlagen auf den Dachflächen. Dort
werden keine weiteren Flächen verbraucht. Zur Zeit werden in Bensheim rund
3.600 MWh mit Photovoltaik-Anlagen auf Dachflächen produziert, was einem
Anteil von 1,7 % am gesamten städtischen Stromverbrauch entspricht. Bezogen
auf die städtischen Dachflächen besteht allerdings ein Potential von rund
50.000 MWh, was den Anteil von Solarstrom auf 40 bis 60 % ansteigen lassen
würde. In diesem Bereich wollen wir einen Schwerpunkt bei der
Klimadiskussion setzen“, betont BfB-Stadtverordnete Dr. Ulrike Vogt-Saggau.

Um dieses Ziel besser zu erreichen, soll zusätzlich zur Beratung durch den
städtischen Energieberater eine enge Zusammenarbeit mit der
BürgerSolarBeratung für die Werbung für Photovoltaik-Anlagen auf privaten
Dachflächen eingegangen werden. Die BürgerSolarBeratung besteht aus
Besitzern eigener Photovoltaik-Anlagen, die ihre Erfahrungen gerne an
Interessierte weitergeben. Sie beraten ehrenamtlich, kostenlos, völlig
neutral und individuell. Vor Ort ermitteln sie zusammen mit dem Hausbesitzer
die jeweiligen Rahmenbedingungen, entwickeln auf dieser Basis ein
Anlagenkonzept und erstellen eine wirtschaftliche Prognose, darauf weist
BfB-Stadtverordneter Norbert Koller hin.