BfB fragt: geht noch irgendetwas in Bensheim voran ?

Bensheim. Die nächste Fraktionssitzung der Wählergemeinschaft Bürger für
Bensheim (BfB) findet am Dienstag, den 11. April 2023 ab 18.00 Uhr als
Video-Konferenz statt. Aktuelle kommunale Fragen stehen dabei auf der
Tagesordnung, informiert Andreas Born, Vertreter der BfB im Magistrat der
Stadt Bensheim. 

„Geht noch irgendetwas in Bensheim voran ?, fragen sich die
Kommunalpolitiker der BfB. Weder bei den Bebauungsplänen der ehemaligen
Christoffel-Blindenmission (CBM), noch auf dem Meerbachsportplatz, weder auf
dem Neumarktgelände noch auf dem Heilig-Geist-Areal und auch nicht auf dem
Marktplatzgelände geht es voran“, stellt BfB-Stadtverordneter Norbert Koller
fest. 

Wir kritisieren, dass die Investoren für das Hoffart-Gelände Ihre Pläne
nicht vorstellen dürfen weil die Verwaltung überlastet wäre. Durch ein
solches Verhalten wird der Standort Hoffart-Gelände kaputt entschieden. Es
wäre völlig problemlos wenn die Investoren für das Hoffart-Gelände ihre
Pläne vorstellen würden und gleichzeitig das Landesprogramm Zukunft
Innenstadt für das Hoffart-Gelände mit mehr Grün und Gärten umgesetzt würde.
Bis es zu einer Bebauung des Hoffart-Geländes kommen würde dauert in
Bensheim doch ohnehin „seine Bensheimer Weg“-Zeit, meint BfB-Stadtverordnete
Dr. Ulrike Vogt-Saggau.

Die Alte Gerberei ist ein Klotz am Bein der Stadt Bensheim. Wir fordern
Transparenz, wie viel Geld hier verbrannt wurde, seit wann keine Miete und
Nebenkosten mehr an die Stadt gezahlt wurden. Nach der Insolvenz der
„Greenpoint Entertainment GmbH als Betreiberin des Pegasus/Alte Gerberei)
wird es höchste Zeit, dass sich die Stadt von dem Gebäude trennt zumal
höhere Sanierungskosten in den nächsten Jahren anstehen. Deshalb hatten wir
als BfB-Fraktion in der Stadtverordnetenversammlung am 15. Dezember 2022 u.
a. die Prüfung des Verkaufs der Alten Gerberei beantragt, was ebenso
beschlossen wurde wie ein Antrag der Koalition, der in die gleiche Richtung
zielte. „Ohne dass wir uns von solchen Gebäuden trennen wird es zu weiteren
Steuererhöhungen kommen. Die Entscheidungen zum Verkauf bestimmter Gebäude
sind längst überfällig. Die BfB-Fraktion hat dazu vier Fragen zur Umsetzung
des Verkaufsbeschlusses an den Magistrat gestellt“, informiert
BfB-Stadtverordneter Franz Apfel. 

Anfrage der BfB-Fraktion bezüglich „Umsetzung Beschluss zum Verkauf der Alten Gerberei“

BfB-Fraktion                                                                                                  Bensheim, 4. April 2023 

Frau 

Stadtverordnetenvorsteherin Christine Deppert  

über das parlamentarische Büro

Sehr geehrte Frau Deppert, 

wir bitten Sie nachfolgende Anfrage der BfB-Fraktion bezüglich „Umsetzung Beschluss zum Verkauf der Alten Gerberei“ auf die Tagesordnung der Stadtverordnetenversammlung am 25 Mai 2023 zu nehmen.

Mit freundlichen Grüßen

BfB-Fraktion,

Norbert Koller, BfB-Fraktionsvorsitzender 

Vorbemerkung:

Die Stadtverordnetenversammlung hat in ihrer Sitzung am 15. Dezember 2022 u. a. die Prüfung des Verkaufs der Alten Gerberei beschlossen. Mittlerweile wurde das Insolvenzverfahren gegen die „Greenpoint Entertainment GmbH“ (Betreiberin des Pegasus/Alte Gerberei) vom Finanzamt eröffnet.

Wir bitten um Beantwortung der folgenden Fragen:

1.        Was hat der Magistrat bisher unternommen um den Verkauf der Alten Gerberei zu prüfen und in die Wege zu leiten ?

2.        Wie hoch sind die Miet- und andere Rückstände der Stadt gegenüber der „Greenpoint Entertainment GmbH“ bzw. gegenüber der Betreiberin der Alten Gerberei ? 

3.        Welche kurzfristigen, mittel- und langfristigen Sanierungskosten bei der Alten Gerberei sind derzeit bekannt ? Wir bitten um Angaben über den finanziellen Aufwand aus heutiger Sicht. 

4.        Im BA vom 1. April 2023 war nachzulesen, dass der Insolvenzverwalter sich in Verhandlungen mit einem Investor befinden würde. Wir bitten um Informationen ob der Investor die Alte Gerberei mieten oder kaufen will.

BfB setzt sich für weitere Behindertenparkplätze am Friedhof Bensheim-Mitte ein

Bensheim. Mit der Antwort des Magistrats auf eine Anfrage der BfB-Fraktion zu den behindertengerechten Zugängen zum Bensheimer Friedhof in der Stadtmitte befasste sich die BfB-Fraktion in ihrer jüngsten Sitzung. 

Wir bedauern, dass der Magistrat noch kein Ausführungsdatum für die Erneuerung der völlig verblassten Markierungen für die beiden Parkplätze für Behinderte nennen konnte. Dabei hatte der Ortsbeirat Bensheim-Mitte dies ebenfalls bereits gefordert, darauf weist Yvonne Dankwerth, Vertreterin der BfB im Ortsbeirat Stadtmitte hin.

Wir bedauern ebenfalls, dass unser Vorschlag von der Anbringung zweier Behindertenparkplätze auf der Ostseite der Friedhofstraße (früherer LKW-Parkplatz der Papierfabrik Euler) in der Nähe des südlichen Eingangs zum Friedhof nicht gefolgt wurde zumal auf dem Neubaugebiet des Euler-Geländes keine Behindertenparkplätze existieren

STVV 23.3.2023 „Landesprogramm Zukunft Innenstadt – Beschluss – Zustimmung Entwurf Hoffart-Gelände“, Dr. Ulrike Vogt-Saggau

Frau Stadtverordnetenvorsteherin,                                  

meine Damen und Herren, sehr geehrte Gäste

In der letzten STVV wurde beschlossen Gelder aus dem Förderprogramm „Zukunft Innenstadt“ u.a. für die mobile Begrünung des Hoffart-Geländes einzusetzen. Heute liegt ein Entwurf zur Abstimmung vor.

Bensheim muss grüner werden, vor allem in der Innenstadt. Es muss entsiegelt werden, Bäume, Sträucher und Hecken müssen gepflanzt werden. Es steigert nicht nur die Attraktivität der Stadt sondern vielmehr auch die Lebensqualität und Gesundheit der Bewohner.

Leider wird mit den meisten Projekten, die in Bensheim umgesetzt werden, grün vernichtet – aber heute soll es anders sein. Und das ist gut so!

Wie sie wissen, sind wir als BfB-Fraktion der Auffassung, dass das Hoffart-Gelände verkauft werden soll. Dazu gibt es auch einen Beschluss der STVV. 

Leider gab es zu unserem diesbezüglichen Antrag in der letzten STVV keine Mehrheit – für uns nicht nachvollziehbar, trotz der vielen Diskussionen und Erklärungen.

Es gibt 3 Investoren, die Interesse bekunden – einer davon plant sogar ein Wohnbauprojekt. Wir haben doch einen dermaßen großen Wohnungsmangel in Bensheim, dass sogar direkt auf dem Bahndamm gebaut werden muss – und die Stadt mit dem Erlass der Infrastrukturabgabe sogar auf sehr viel Geld verzichtet – und natürlich wird wieder Natur vernichtet.

Trotzdem ist man nicht willens überhaupt Gespräche mit einem potentiellen Investor zu führen. Hier könnten neue Wohnungen entstehen – ohne zusätzliche Versiegelung.

Und bis zur Realisierung oder einem möglichen Baubeginn im Hoffart-Gelände würden mehrere Jahre vergehen, sodass als temporäre Zwischenlösung die in diesem heutigen Entwurf vorgelegene mobile Begrünung eine gute Möglichkeit bietet, für diese Zeit den Bereich als kleine grüne Oase für die Bürger und Bürgerinnen zu gestalten.  

Für Urban Gardening sind für uns Teile des Beauner Platzes allerdings besser geeignet, da weiter weg von einer Hauptverkehrsstraße. Aber da das ganze Konzept mobil angelegt wird, sollte dies ohne Probleme auch später kurzfristig realisierbar sein.

Dem Änderungsantrag der FWG werden wir nicht zustimmen.

Mit der Idee, den Marktplatz zu begrünen – und überhaupt mehr Natur zurück in die Innenstadt zu bringen, können wir uns natürlich anfreunden.

Ja – auch für den Marktplatz wäre für uns eine Zwischenlösung denkbar – mit mehr Grün und gleichzeitig einer kulturellen Nutzung. Aber hierfür braucht es ein neues – auf den Markplatz – abgestimmtes Konzept.

Die aktuellen Planungen für das Hoffart-Gelände jetzt auf Eis legen – und bis wann???? Für uns ist dies keine Option.

Trotz der offenen Fragen zum Verkauf des Hoffart-Geländes werde ich dem Entwurf zustimmen.

StVV 23.3.2023 “ Gebührensatzung Kitas Bensheim“, Franz Apfel

Frau Stadtverordnetenvorsteherin, meine Damen und Herren, 

sehr geehrte Gäste, 

wir nehmen unseren Änderungs-Antrag als BfB-Fraktion zurück und haben uns
dem Änderungs-Antrag der Koalition angeschlossen.

Unsere Ziele wurden dadurch erreicht:

A) Reduzierung der Beträge für den Pakt für den Nachmittag und

B) B) ein Angleichung der Konzepte vorzunehmen.

Der gemeinsame Änderungs-Antrag ist ein Kompromiss. Im Haupt- und 

Finanzausschuss wurde der von mir vorgetragene Änderungs-Antrag von der 

Koalition und der FWG rundweg abgelehnt. Danach kam Bewegung in die 

Sache und wir können den Kompromiss mit tragen.

Die Anhebung der Elternbeiräte im Pakt für den Nachmittag ist drastisch und 

sie trifft viele in einer schweren Zeit wo es wegen der Inflation ohnehin
schon 

große finanzielle Schwierigkeiten in den Familien gibt. 66 Euro mehr im 

Monat bei Betreuungszeiten von bis 7.30 Uhr bis 17.00 Uhr ist für viele 

schwer verkraftbar. 

Deutlichen Widerspruch gegen diese Erhöhungen gab es in den Elternbeiräten 

der Carl-Orff-Schule und der Schillerschule, dieser Kritik sind wir nun in
Form 

eines Kompromisses entgegen gekommen.

Und wir loben ausdrücklich die Umsetzung des Konzeptes in Fehlheim, an der 

Carl-Orff-Schule – dort sind viele Lehrer eingebunden und die Kosten deshalb

deutlich niedriger. Hier wollen wir für die Zukunft Bewegung und die 

Angleichung der Konzepte sehen, das ist im Interesse der Eltern und der 

Kinder. 

STVV 23.3.2023 „Prüfung Verkauf Tiefgarage Guntrum“, Franz Apfel

Frau Stadtverordnetenvorsteherin,

meine Damen und Herren, sehr geehrte Gäste, 

Danke, dass Sie in der Stadtverordnetenversammlung am 16. Dezember 2021 

mit 37 Ja-Stimmen bei 3 Nein-Stimmen den folgenden Beschluss gefasst 

haben, ich zitiere:

„Der Magistrat wird beauftragt zu prüfen, ob ein Verkauf der Tiefgarage 

Guntrum möglich ist, welcher Preis gegebenenfalls erzielt werden könnte, 

welche Einnahmen und welche Verwaltungskosten und weitere Kosten 

anfallen und Argumente für einen Verkauf bzw. für die Beibehaltung der 

Tiefgarage im städtischen Besitz vorzutragen.“

Nach der Information des Magistrats haben wir alle Fraktionen angeschrieben 

wegen einer gemeinsamen Antragstellung zur weiteren Prüfung und Klärung. 

Die Fraktion Vernunft und Augenmaß hatte Interesse, diesen Punkt der 

Haushaltskonsolidierung mit uns weiter zu verfolgen, deshalb dieser 

gemeinsame Antrag. 

In unserem Antrag steht in der Begründung das Wesentliche zur 

Unterstützung des Antrages. Fest steht wir werden in den folgenden Jahren 

finanziell stark belastet sein mit weiteren anstehenden Sanierungsschritten.

Deshalb ist es unserer Meinung nach richtig, dass wir versuchen das 

Teileigentum der Stadt an der TG Guntrum-Galerie zu verkaufen. 

In der Umsetzung des Prüfauftrags der Stadt steht, ich zitiere, „Der zu 

erzielende Verkaufspreis und somit der Verkehrswert muss über ein noch zu 

beauftragendes Gutachten festgestellt werden. Darauf bezieht sich der 

Antrag der BfB und der VuA.

In der letzten Sitzung des HFA wurde bezweifelt, dass jemand Interesse hätte

einen Stellplatz dort zu erwerben. Deshalb sollte kein Gutachten in Auftrag 

gegeben werden und unser Antrag wurde abgelehnt.

Wer daran zweifelt, dass es ein Interesse am Kauf zentral gelegener 

Stellplätze hat, der sollte es zumindest mit kleinem Aufwand klären. 

Mit kleinem Aufwand meinen wir z. B. die Eigentümer in der Guntrum-Galerie 

anschreiben und fragen ob Interesse am Kauf eines Stellplatzes besteht und 

gleichzeitig noch eine Anzeige im BA dazu aufgeben. 

Wir sind uns sicher, dass dort Stellplätze angekauft werden. Und jeder 

Stellplatz, der verkauft wird, der bringt a)Geld in die Kasse und B) der 

verhindert zukünftige Mehrbelastungen. 

Wenn wir uns auf diese beiden Punkte einigen könnten schlagen wir vor, dass 

wir einen gemeinsamen Beschluss zumindest für die Umfrage der Eigentümer 

in der Guntrum-Galerie und der Anzeige auf den Weg bringen. 

Das ist weder eine große personelle noch eine finanzielle Belastung kann
aber 

zum Erfolg führen. Aus meiner Erfahrung in früheren Jahren als Eigentümer in

mehreren 

Mehrfamilienhäusern bzw. Hochhäusern weiß ich, dass zusätzliche Parkplätze 

immer gesucht werden. Und wenn diese nicht vorhanden sind, muss man 

diese über „Mondpreise“ anmieten. Wir meinen es ist ein Versuch wert der zu
positiven Ergebnissen führen kann – ohne viel Aufwand. Ein vorläufiger Preis
könnte über das Liegenschaftsmanagement zusammen mit dem Magistrat
festgelegt werden. 

Wir bitten um ein weitgehend gemeinsames Vorgehen. 

STVV 23.3.2023 „Neuausrichtung MEGB“, Norbert Koller

Sehr geehrte Frau Höller,  

sehr geehrte Damen und Herren,

werte Gäste,

die BfB ist dafür, dass das Stadtmarketing und die Wirtschafts-förderung an die MEGB übertragen wird. Da können wir zustimmen. 

Was den sozialen Wohnungsbau betrifft, das können wir nicht mitttagen. Die Verwaltungsvorlage ist viel zu allgemein formuliert, ein echtes Konzept ist nicht zu erkennen, die Konsequenzen sind nicht bedacht. 

Darmstadt hat eine stadteigene Wohnungsbaugesellschaft. Das ist die bauverein AG. Diese hat 250 Mitarbeitende und ganz umfängliche, vielfältige Aufgaben und mit Bensheim nicht zu vergleichen.

In aus der  MEGB einen Wohnungsbaugesellschaft zu  machen müßten umfassend grundlegende Strukturen aufgebaut werden, die dauerhaft eine reibungslose Abwicklung (Projektsteuerung, Planung, Bauleitung, Vermarktung, Verwaltung, Instandhaltung usw. ) ermöglichen. Mal schnell einen Architekten einstellen, der das dann alles managt, das hat ja in der Vergangenheit nicht geklappt. Das ist auch naiv. Die personellen Wechsel in der MEGB sind auffällig. 

Wohnungsbau bedeutet für die MEGB Konkurrenz mit Wohnbau, GGEW und privaten Investoren. Wo sollen überall Wohnungen baut werden? Die noch verfügbare Landschaft wird versiegelt, um die MEGB wirtschaftlich dazustellen. 

 Wir haben das System mit den Stubenwald-Abschnitten schon ausprobiert. Ein Unternehmen, das seine Existenzgrundlage daraus bezieht, ständig die knappen Flächen in Bensheim bebauen zu müssen. Die Kommunalpolitik soll die Grundlagen dafür schaffen, um den Wohnungsbau überall zu ermöglichen, egal ob das in die Landschaft passt wie das dann aussieht.

Eben genau das wollen wir nicht mehr.

So haben wir uns die Neuausrichtung nicht vorgestellt.

Wir sind im Zeitalter des Klimawandels! Es geht darum zur Flächen zu entsiegeln, Grünzonen und Frischluftschneisen zu schaffen.

Wir wollen, dass Verhandlungen mit der Wohnbau bzw. der GGEW aufgenommen werden. Es soll untersucht werden, ob die Umnutzung von Gewerbe- und Industriegebäuden für den Wohnungsbau geeignet sind. (Stichwort: Homeoffice, Wegfall von Flächen s. Kommentar von Lindner).

Die Aufgaben der MEGB sollen auf ein Minimum begrenzt werden.

Wir beantragen getrennte Abstimmung der beiden Absätze.

Wir können dem Änderungsantrag der FWG zustimmen.

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit

STVV 23.3.2023 „Barrierefreiheit für Fußgänger im öffentlichen Straßenraum“, Norbert Koller

Sehr geehrter Herr Moritz,  

sehr geehrte Damen und Herren,

werte Gäste,

Die Grünen haben einen Antrag gestellt, im Bereich des Fußgängerverkehrs Barrierefreiheit umzusetzen. Grundsätzlich ist das Vorgehen richtig und eine Verbesserung des Umfeldes hin zu weniger Barrieren ist immer wieder anzumahnen. Bensheim ist nicht barrierearm, barrierefrei auch nicht behindertengerecht.

Ja, das Thema ist momentan nicht im Focus. Die Untersuchungen und Dokumente die rund um verwandte Themen wie Demografie auf der Homepage stehen, stammen aus 2019 und 2020. Es gibt in Bensheim eine Demografiebeauftragte. Ich frage: Gehört das nicht in ihr Resort?

Unser Änderungsantrag ist selberklärend:

Zu diesem Thema ist eine Priorisierung vorzunehmen! Wir wollen eine Aufstellung welche Maßnahmen dringlich erforderlich sind (z.B. im Umfeld öffentlicher Gebäude oder auf von Fußgänger/innen stark frequentierten Straßenabschnitten).

Alle verfügbaren Fördermittel sollen in Anspruch genommen werden.

Ich zitiere aus den Förderrichtlinien der KfW:

Warum Barrierefreiheit so wichtig ist

Auf ein barrierefreies Umfeld sind besonders Menschen mit Behinderung angewiesen. Aber auch Personen, die nur zeitweise in ihrer Bewegungsfreiheit eingeschränkt sind, profitieren unmittelbar von Maßnahmen für mehr Barrierefreiheit. Dazu gehören etwa Schwangere, Eltern mit Kindern, Kranke oder Reisende mit Gepäck.

Die Maßnahmen beschränken sich nicht zwangsläufig auf physische Barrieren. Viele Hürden, die Menschen im öffentlichen Raum erheblich einschränken, sind vielen kaum bewusst. Personen mit Sehbeeinträchtigungen benötigen zum Beispiel durchgängige Leit- und Orientierungssysteme, während gehörlose Menschen Audio­unterstützung brauchen, um sich zu informieren.

Für das Protokoll: Wir wollen einen Satz aus unserem Änderungstrag streichen:

Weiterhin soll darüber informiert werden, welche Maßnahmen bereits durchgeführt wurden.

Wir bitten um Zustimmung zu unserem Antrag.

Dem Antrag der Grünen stimmen wir zu.

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit

BfB-Themen am Dienstag: Sozialverträglichere Anhebung der Gebühren für den Pakt am Nachmittag und konkrete Schritte zu mehr Barrierefreiheit in Bensheim – Bensheim braucht dringend eine Hundespielwiese !

Bensheim. Die Stadtverordnetenfraktion der Wählergemeinschaft Bürger für Bensheim trifft sich am Dienstag, den 21. März 2023 um 18.00 Uhr zu ihrer nächsten Fraktionssitzung. 

„Wir schlagen vor, die deutliche Erhöhung der Gebühren für den Pakt für den Nachmittag in zwei Stufen zu vollziehen und damit auf die, unserer Meinung nach, berechtigte Kritik der Elternbeiräte in der Carl-Orff-Schule und der Schillerschule einzugehen. Da es erhebliche Unterschiede im jeweiligen Konzept der Schulen gibt schlagen wir weiter vor, dass der Magistrat und der Eigenbetrieb Kinderbetreuung Gespräche mit den Schulen wegen einer Konzeptangleichung vorzunehmen. Unsere Vorschläge haben wir in Form von Änderungs-Anträgen eingebracht und hoffen, dass die Koalitionsmehrheit ihre Position nochmals überdenkt“, erklärt BfB-Stadtverordneter Franz Apfel und verweist darauf, dass Eltern bei der Nutzung beider Module der Betreuungszeit mit monatlich 66 Euro zusätzlich belastet würden. Das ist kein Pappenstil in einer sehr herausfordernden Zeit. 

Maßnahmen um an stark frequentierten Straßenabschnitten Barrierefreiheit im öffentlichen Straßenraum zu erreichen ist für uns ein wichtiges Thema. Deshalb ist uns der Antrag der Grünen zu theoretisch. Wir fordern deshalb in einem Änderungs-Antrag, den Magistrat zu beauftragen eine Aufstellung von dringlichen Maßnahmen zu erstellen (z. B. im Umfeld öffentlicher Gebäude oder auf von Fußgänger/innen stark frequentierte Straßenabschnitten). Weiterhin soll darüber informiert werden, welche Maßnahmen bereits durchgeführt wurden. Dabei ist darauf zu achten, dass alle verfügbaren Fördermittel in Anspruch genommen werden“, betont BfB-Stadtverordneter Norbert Koller. 

Die BfB-Fraktion fordert die Einrichtung einer Hundespielweise in Bensheim. Dafür setzen wir uns seit Jahren ein. Mittlerweile werden Hundespielwiesen in immer mehr Kommunen angeboten. Der Ortsbeirat West hatte sich bereits auf Antrag der BfB für eine Hundespielweise eingesetzt, die damals einstimmig von allen Fraktionen befürwortet wurde. Wir werden versuchen eine parteiübergreifende Initiative zu starten, kündigt BfB-Stadtverordnete Dr. Ulrike Vogt-Saggau an.

BfB: B-Plan Fehlheim für neue KITA, Querungshilfe Wormser Straße, Lösung Hallenhandball Bundeliga der Frauen und Hundespielwiese

Bensheim. Die nächste Fraktionssitzung der BfB-Fraktion findet als Video-Konferenz am Dienstag, den 14. März 2023 um 18.00 Uhr statt. Im Mittelpunkt stehen die Verwaltungsvorlagen und die Vorbereitung der Stadtverordnetenversammlung.

Die Vorlage des Bebauungsplanes BF 19 Langgewann in Fehlheim wird von der BfB-Fraktion ausdrücklich begrüßt. Auf breiter Grundlage hat die Stadtverordnetenversammlung nach langen sachlichen Auseinandersetzungen das „Aus“ für die 7-zügige Groß-KITA im regionalen Grünzug beschlossen. „Wir haben hier gut mit den Naturschutzverbänden, den beiden Ortsbeiräten in Fehlheim und Schwanheim und den Fraktionen von Grünen und FWG zusammengearbeitet um dieses Ziel zu erreichen. Wir bedanken uns auch bei den Koalitionsparteien für das gemeinsame Vorgehen“ informiert BfB-Stadtverordneter Norbert Koller.

Gibt es eine Lösung für die neuen Anforderungen an die Hallenausstattung bei der Handball Bundesliga Frauen und damit eine Zukunft für die Flames in Bensheim? Zu diesem Thema hat der Geschäftsführer des Spielbetriebs, Herr Geil die aktuelle Situation im Sozial-, Sport- und Kulturausschuss vorgestellt. „Wir werden die verschiedenen Möglichkeiten diskutieren. Unser Ziel ist es eine Lösung zu erarbeiten, die den weiteren Spielbetrieb ohne großen Eingriff in die Natur ermöglicht“, informiert BfB- Stadtverordnete Dr. Ulrike Vogt-Saggau. 

Der Ortsbeirat der Weststadt hat mit großer Mehrheit einen Antrag von Franz Apfel (BfB) beschlossen, der die Prüfung des Baus einer Querungshilfe in der Wormser Straße im Bereich des Fachmarktzentrums beinhaltet. Die Verwaltung sieht hier ebenfalls einen erhöhten Querungsbedarf im Bereich der Sparkasse. „Fest steht, dass die Wormser Straße im Bereich der Sparkasse und des Fachmarktzentrums von zahlreichen Anwohnern von den Wohngebieten kommend überquert wird. Wir hoffen, dass nach Vorlage der von „Hessen Mobil“ beauftragten Verkehrszählungen gehandelt wird, heißt es in der Mitteilung der BfB-Fraktion. 

Am 1.3. hat die Brut- und Setzzeit begonnen und damit ist in Bensheim wieder die Anleinpflicht für Hunde für 4 Monate  vorgeschrieben. Ist diese Anordnung mit dem Tierschutzgesetz bzw. einer artgerechten Haltung vereinbar? Diese Frage wird derzeit dank einer Anfrage eines Bürgers juristisch geklärt.

Im Tierschutzgesetz (§2, Abs. 1) ist die artgerechte Hundehaltung geregelt. Einem Hund sind demnach ausreichend Auslauf im Freien ohne Anbindehaltung zu gewähren sowie die Möglichkeit zur Bildung sozialer Kontakte mit Artgenossen.

„Der Ortsbeirat West hat sich seit 2016 intensiv darum bemüht, eine eingezäunte Hundespielwiese in Bensheim zu errichten zu lassen. Obwohl dieser Antrag fraktionsübergreifend einstimmig gestellt wurde, blieb er bis heute ohne positive Rückmeldung seitens der Verwaltung“ informiert Dr. Vogt-Saggau. 

„Hunde brauchen Auslauf und die Möglichkeit mit anderen Hunden zu spielen. Dafür setzen wir uns weiterhin zusammen mit den Bürgerinnen und Bürger in Bensheim ein“, bestätigt Dr. Vogt-Saggau.