BfB-Fraktion besucht Ausschuss im Lautertal zum Thema Angebot der Wohlleben-Waldstiftung

Bensheim. Der Beginn der Fraktionssitzung der BfB-Fraktion am Dienstag, den 17.1. 2023 wird auf 17.00 Uhr geändert. Teile der BfB-Fraktion wollen im Anschluss an die BfB-Fraktionssitzung an der Tagung des Bau-, Umwelt- und Infrastrukturausschusses der Gemeinde Lautertal teilnehmen. Bei dieser Sitzung steht das Thema Wald im Mittelpunkt. U. a. wird das Angebot der Wohllebens Waldakademie vorgestellt. Ein Thema, das auch für Bensheim interessant ist, meint dazu BfB-Stadtverordnete Dr. Ulrike Vogt-Saggau. 

Das Thema naturnaher Wald und die Herausnahme von Wäldern aus der Bewirtschaftung interessiert uns dabei besonders. In der letzten Wahlperiode haben wir in Bensheim, die Herausnahme mehrerer Waldbereiche – u. a. das Erlache-Wäldchen – aus der Bewirtschaftung erreicht, informiert BfB-Stadtverordneter Franz Apfel.

Nachfrage der BfB-Fraktion bezüglich „Anfrage der BfB Fraktion vom 11.10.2022 zur Verwaltungsvorlage Naturschutzprogramm 2023“

BfB-Fraktion                                                                               Bensheim, 13.01.2023 

Frau 

Stadtverordnetenvorsteherin Christine Deppert  

über das parlamentarische Büro

Sehr geehrte Frau Deppert,  

wir bitten Sie nachfolgende Nachfrage der BfB-Fraktion bezüglich „Anfrage der BfB Fraktion vom 11.10.2022 zur Verwaltungsvorlage Naturschutzprogramm 2023“auf die Tagesordnung der nächsten Stadtverordnetenversammlung zu setzen.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Ulrike Vogt-Saggau

Fraktionsvorsitzende

Vorbemerkung:

Ziel unserer Anfrage war es, genaue Zahlen zu erfahren, wie viel Geld aus dem Erlös des Grubenzins in den Naturschutz fließen – und wie viel Geld in anderweitige Projekte (und in welche konkreten Projekte) fließen. Dies ist aus den Antworten vom 16.11.2022 nicht erkennbar.

Die Erlöse aus der Kiesförderung in die Erlache sollten nach dem Erstbeschluss aus dem Jahre 1985 für Naturschutzzwecke im Gebiet der Erlache zu verwenden sein. Dieser Beschluss wurde damals ergänzt und erweitert um die Erlöse auch im weiteren Sinne für Maßnahmen mit Naturerholungscharakter sowie für Pflegemaßnahmen zu nutzen.

Mittlerweile werden Maßnahmen gefördert, die teilweise mit dem Ursprungsgedanken der Förderung des Naturschutzes nichts mehr zu tun haben. Wir erinnern daran, dass Klimaschutzmaßnahmen nicht unbedingt gleichzeitig auch Naturschutzmaßnahmen sind! 

Der Name der ehemaligen „Naturschutzkommission“ wurde geändert in „Klima-, Umwelt- und Energiekommission“. Das Wort „Naturschutz“ ist entfernt worden.

Mit dieser Anfrage möchten wir kritisch hinterfragen, welche Maßnahmen ganz konkret mit diesen Geldern gefördert wurden und werden.

Wir fragen:

  • Welche Maßnahmen wurden 2020 bis 2022 aus Mitteln der Kiesförderung umgesetzt?

Die von Ihnen vorgelegte Tabelle gibt die tatsächlichen Ausgaben nicht wieder. In der Anlage 1 finden Sie eine Aufstellung der Ausgaben aus dem Jahre 2019, die exakt zeigt, wieviel Geld für welches Projekt ausgegeben wurde. Eine derartige Aufstellung wurde mit unserer Anfrage gewünscht.

  • Verwendung der Restmittel der Erlöse

Am 31.12.2016 gab es Restmittel in Höhe von 294.000 €, in 2017 gab es 207.000 €, in 2018 gab es 239.00 € und eine Anfrage der BfB in 6-2021 informierte über ca. 90.000 € in 2020. Eine Angabe für 2019 liegt uns nicht vor.

Wir fragen, was speziell mit diesen Restmitteln gefördert wurde, denn die Überschüsse sind nach Ihren Angaben seit 2020 auf Null gefallen. Was wurde speziell mit über 200 000 € in den Jahren 2019 /2020 gefördert?

BfB-Bensheim: Besuch Einhäuser Wasserwerk der Riedgruppe Ost

Die Themen Grundwasserstände und Trinkwasserversorgung werden uns in den nächsten Jahrzehnten nachhaltig beschäftigen. Aufgrund der Auswirkungen des Klimawandels bestehen zudem in vielen Kommunen aufgrund der Trockenheit eine Wasserknappheit. Wie sieht die Entwicklung des Grundwasserspiegels bei uns aus? Ist die Trinkwasserversorgung gesichert?Antworten auf diese und weitere Fragen erhielt die BfB-Fraktion mit Gästen bei einem Besuch des Einhäuser Wasserwerks des Wasserbeschaffungsverbands Riedgruppe Ost (WBVRO)
Benjamin Scholz, Technischer Leiter des WBVRO, begleitete die Fraktion und ihre Gäste zu einem Rundgang unter anderem zu einem der Brunnen auf dem Gelände, zeigte zwei Wasserbehälter und machte Halt in der Steuerzentrale des Wasserwerks. Er beantwortete zahlreiche Fragen rund um die Wasserversorgung, so auch zum Grundwasserspiegel. „Der Grundwasserspiegel ist nach den heißen Sommerjahren dank des Prinzips der Infiltration, bei dem aufbereitetes Wasser aus dem Rhein dem Grundwasser wieder zugeführt wird, seit vielen Jahren stabil“, informierte Herr Scholz.
Auch kritische Fragen wurden gestellt. „Was passiert bei einem Blackout?“, wollte Franz Apfel wissen. „Ist die Wasserversorgung auch unter diesen extremen Situationen gesichert?“Herr Scholz gab an, dass etwa im Falle eines Blackouts das Wasserwerk im Jägersburger Wald über ein Notstromaggregat autark weiter betrieben werden kann. Nach Ansicht von Norbert Koller sollte der Zeitpunkt für die Notstromversorgung etwas verlängert werden. 
Der Besuch endete mit einem Film über die Firmengeschichte des Wasserbeschaffungsverbandes, dem aktuell die Stadt Lorsch, die Gemeinde Einhausen, die Stadt Bensheim, die Stadt Zwingenberg sowie der Landkreis Bergstraße angehören, informiert Dr. Vogt-Saggau

Gruppenfoto im großen Konferenzraum, wo ein Vortrag von Scholz Aufgaben und Wirken des WBVRO noch einmal genauer vorstellte.

BfB begrüßt Sanierung des Sparkassenhauptgebäudes

Bensheim. Zu ihrer Video-Konferenz am Dienstag, den 17. Januar 2023 trifft sich die BfB-Fraktion um 18.00 Uhr. 

„Wir begrüßen die Sanierung des Sparkassenhauptgebäudes am Bahnhof. Für die Sanierung der Sparkasse haben wir uns als BfB-Fraktion jahrelang eingesetzt. Zum Schluss mit Erfolg. Im Jahr 2002 wurde das umfassend sanierte Hauptgebäude der Sparkasse eingeweiht. Am Tag der Architektur 2003 wurde der architektonisch reizvolle Gebäudeanbau vorgestellt und bewundert. Wir beglückwünschen des Vorsitzenden der Sparkasse Bensheim, Johannes Erich Schulz, und Bürgermeisterin Klein zu dieser Entscheidung. Wir erwarten, dass die Sanierungskosten transparent dargestellt werden und der Klärung warum das Sparkassengebäude angeblich nicht zu sanieren war. Da geht es um Fehlentscheidungen, die die Sparkasse mehrere Millionen Euro an Neubau-Planungskosten und Mieten von Geschäftsräumen gekostet hat, stellt BfB-Stadtverordneter Norbert Koller fest.

Der persönliche Service und die Beratung der Sparkasse in Fehlheim ab Mitte Januar wird von uns ebenfalls ausdrücklich begrüßt. 2017 argumentierten wir, dass die Schließung der Sparkassen-Filiale in Fehlheim ein Einschnitt in die örtliche Infrastruktur bedeutet. Wir schlugen vor, dass am Standort Fehlheim nicht nur Automaten, sondern eine persönliche Kundenbetreuung im angemessenen Umfang erhalten bleiben soll. Dies erschien uns angesichts der Größe des Stadtteils und des möglichen Einzugsgebiets mit Schwanheim, Langwaden und auch Rodau sowie des Neubaugebietes in Fehlheim überlegenswert, stellt BfB-Stadtverordneter Franz Apfel fest: deshalb sind wir mit dieser Entscheidung sehr zufrieden. 

Mit der Beantwortung unserer Anfrage zur Verwendung der Finanzmittel aus dem Grubenzins der Erlache sind wir nicht zufrieden. Wir werden deshalb nachfragen und erwarten eine Auskunft welche Maßnahmen in den Jahren 2020 bis 2022 aus Mitteln der Kiesförderung umgesetzt wurden. Uns ist es ohnehin ein Dorn im Auge, das der ursprüngliche Beschluss der Stadtverordnetenversammlung diese Mittel nur für Naturschutzzwecke zu verwenden immer weiter aufgeweicht wurde. Nach Beantwortung unserer Nachfrage werden wir Vorschläge machen, die sich in Richtung Ursprungsbeschluss bewegen, erklärt BfB-Stadtverordnete Dr. Ulrike Vogt-Saggau.

BfB: Bensheimer Weg gescheitert, Lichtverschmutzung, Klimaschutzmaßnahmen und Grünflächenkonzept

Bensheim. Zu ihrer ersten Sitzung im neuen Jahr trifft sich die Stadtverordnetenfraktion der Wählergemeinschaft Bürger für Bensheim (BfB) am Dienstag, den 10. Januar 2023 um 18.00 Uhr zur Video-Konferenz.

„Wir sprechen über den per Gericht gestoppten ergebnisoffenen Ideenwettbewerb zum Bensheimer Marktplatz. Für uns ist es nicht nachvollziehbar warum sich die Rathausspitze nicht auf das vom Gericht vorgeschlagene Mediationsverfahren einlässt. Wir würden den Versuch einer Meditation als eine Möglichkeit erachten um aus der verfahrenen Situation doch noch zum Ziel zu kommen“, erklärt BfB-Stadtverordneter Norbert Koller für die BfB-Fraktion.

Der „Bensheimer Weg“ war schon vorher gescheitert. Ziel war es, Zitat aus der Verwaltungsvorlage vom 15.7.2021: „Grundgedanke des „Bensheimer Wegs“ ist, durch einen regelmäßigen Austausch zwischen relevanten und engagierten Akteur/innen der Stadtgesellschaft in Zukunft mehr Agilität in Entscheidungsprozesse hineinzubringen und dadurch in kürzerer Zeit und mit weniger Reibungsverluste zu tragfähigen Ergebnissen zu kommen.“ Zitat Ende. Das muß niemand näher kommentieren, die Realität sieht ganz anders aus: Kommunikationsgau, Gesprächsverweigerung, Stillstand, Versagen auf der ganzen Linie, kritisiert BfB-Stadtverordneter Franz Apfel die Rathausspitze.

Das der „Bensheimer Weg“ – ein gescheitertes Verfahren – jetzt auch noch mit 20.000 Euro evaluiert werden soll ist völlig unverständlich. Die BfB-Fraktion kritisiert, dass die Koalition aus CDU, SPD und FDP dieses Geld in den Sand setzen will so als ob das Verfahren mit externer Moderation nicht schon genug Geld die Bensheimer SteuerzahlerInnen gekostet hätte. „Für uns als BfB ist von großer Bedeutung, dass die Bensheimerinnen und Bensheimer zum Abschluss des Verfahrens nicht nur pro forma beteiligt werden“, macht Yvonne Dankwerth deutlich, die die BfB im Ortsbeirat Mitte vertritt. 

Zu Beginn des neuen Jahres werden wir uns mit unseren Dauerthemen Lichtverschmutzung, Klimaschutzmaßnahmen und Grünflächenkonzept verstärkt befassen. Diese Themen sind bei dem Thema Biodiversität von grundlegender Bedeutung. Für uns ist bei dem Thema Klimaschutzmaßnahmen von entscheidender Bedeutung, dass die Dächer mit Photovoltaik-Anlagen bestückt werden. Dabei müssen wir vorankommen. Große landwirtschaftlich genutzte Flächen mit Photovoltaik-Anlagen zu bebauen stehen wir sehr kritisch gegenüber, darauf weist BfB-Stadtverordnete Dr. Ulrike Vogt-Saggau hin.

STVV 15.12.22 „Altes Stellwerk – Dammstraße „, Norbert Koller

Das Projekt ist überdimensioniert. Über den spärlichen Infrastruktur-kostenbeitrag wurde schon ausführlich besprochen. Gemäß erster Stellungnahmen seitens des RP gab es erhebliche Bedenken wegen des bahnseitigen Lärms, von Gesundheitsgefährdung ist die Rede. Auch der Kreis Bergstraße sieht Schallschutzwerte, die teilweise in Gewerbegebieten geltenden Orientierungswerte von 55 bis 60 db bei Weitem überschreiten.

Als Ausweg aus der Schallschutzproblematik wird in der aktuellen Vorlage eine gebäudehohe Schutzwand sowie andere Maßnahmen angegeben (Außenbauteile, Lüftung usw.). Von einer Glaswand ist hier die Rede. Gibt es dazu Darstellungen und konkrete Zusagen?  

Auch von Hessen Mobil gab es erhebliche Bedenken (Fußgängerüberquerung und Abbiegeproblematik, Radfahrende usw.) Das Ganze Areal ist dann weitestgehend versiegelt.

Die Diskussion um die eingeschränkte Nutzung der Wohnungen „Kinder-Zimmer-Verbot“ wird jetzt durch die Verhängung von „ Ordnungs-widrigkeiten“ erweitert. Es werden Wohnungen gebaut, bei denen dann festgelegt wird, dass diese nur eingeschränkt genutzt werden können! Wenn die Wohnung also komplett genutzt werden, dann ist das strafbar und gesundheitsgefährdend, nicht zu glauben.

Die Büros (homeoffice) zur Bahnseite: Wie lange darf ich mich dort aufhalten? Wer verhindert die Nutzung als Gästezimmer oder als Wohnraum für eine Pflegekraft? Das Ganze ist Wortspalterei mit Verwirrtaktik. Wer blickt hier bei den Schallschutzdetails wirklich durch?

Es geht hier darum, ein völlig unpassendes und gesundheitsge-fährdendes Projekt mit aller Gewalt durchzusetzen.

Unsere Position ist bekannt. Die Bürger für Bensheim lehnen das Projekt in seiner Gänze ab.

Hier ist eine gut gestaltete Grünzone die richtige Lösung! Den Stadtverordneten liegen umfangreiche Unterlagen vor, in denen plausibel die Bedenken plausibel formuliert wurden. Alle Stimmberechtigten stehen hier in der Verantwortung eine weitere Bausünde zu verhindern. Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit

STVV 15.12.22 „Rede zum Haushalt 2023“, Franz Apfel

Frau Stadtverordnetenvorsteherin, meine Damen und Herren, liebe Gäste, 

als erstes bedanken wir uns für die Antworten auf unsere Fragen zum 

Haushaltsentwurf 2023 bei Bürgermeisterin Klein und Herrn Loser. 

Nach den Beratungen im Haupt- und Finanzausschuss (HFA) verringert 

sich das maßgebliche ordentliche Ergebnis auf ein Defizit von rund 6,3 Mio 

Euro, das sind immerhin 1,6 Mio Euro weniger als bei der Einbringung des 

Haushaltsentwurfes und vor der HFA-Sitzung. 

In der heutigen Sitzung können wir weitere Einsparungen und 

Einnahmeverbesserungen beschließen und vor allem das 

Haushaltssicherungskonzept deutlich ändern um eine weitere 

Steuererhöhung zu vermeiden. Unser Ziel ist es, dass die Grundsteuer B 

und die Gewerbesteuer in den zukünftigen Jahren wieder reduziert wird. 

Und wir sind überzeugt, dass dies möglich ist ! 

Wir haben auch dazu das passende Rezept dafür: keine Koalition sondern 

parteiübergreifende Zusammenarbeit um dieses Ziel zu erreichen. 

Wir müssen auch erkennen, dass mehrere Änderungs-Anträge von uns und 

von der Koalition keine Ä-Antrage sind mit denen man einen Haushalt 

saniert. Vielmehr gibt es manche Ä-Antrage, bei denen die Kosten in die 

Folgejahre geschoben werden. 

Wir begrüßen es, dass jetzt auch die Koalition Verkäufe von Gebäuden 

für das HH-Sicherungskonzept vorschlägt. Das sind die drei Immobilien, 

die wir bereits beantragt haben: Alte Gerberei, Stadtkeller, Rodensteinstr. 

8. Die Verkäufe sind Änderungs-Anträge die tatsächlich mit HH-

Konsolidierung zu tun haben, die Kosten in den Folgejahren vermeiden 

und gleichzeitig für Einnahmen sorgen. 

Meine Damen und Herren,

der Haushaltsentwurf der Stadt Bensheim hat sowohl positive als auch 

negative Elemente. 

Zunächst zu den positiven Punkten: 

Durch den guten Jahresabschluss 2021 stehen in der Rücklage zum 31.12.2021 

10,7 Mio Euro bereit. Dadurch gilt der Ergebnishaushalt 2023 als 

ausgeglichen. Die positiven Abschlüsse der letzten Wahlperiode, in der es 

kein einziges Mal ein Defizit im Ergebnishaushalt gab, wirken positiv nach. Es 

gibt keine Kassenkredite, die Altfehlbeträge wurden in der letzten 

Wahlperiode dazu abgebaut. Alle Haushalte in der Schlussrechnung waren 

deutlich besser als bei der Verabschiedung. Auch das hilft uns heute. 

Durch die Antwort auf eine Anfrage der BfB-Fraktion ist bereits ersichtlich, 

dass 2022 die Schlussrechnung wahrscheinlich mit einem Plus abschneidet. 

Die geplante Liquidität zum 1.1.2023 beträgt sogar 35 Mio Euro. Das muß 

„man“ sich auf der Zunge zergehen lassen. Und dann soll immer noch ab 2025 

die Grundsteuer B angehoben werden ? Da sind wir nicht dabei. Wir schaffen 

das auch ohne die weitere Anhebung der Grundsteuer B. 

Sehr positiv: durch die vorhandene Liquidität erfolgt keine Neuaufnahme von 

Krediten. Durch die Tilgungsleistungen von Krediten reduzieren sich unsere 

Schulden um 4.296.000 Euro. 

Weiterhin sehen wir Positiv: 

die Wiedereinführung der 1.000 Euro-Regelung für die Ortsbeiräte. 

Das bedeutet eine Wertschätzung der ehrenamtlichen Arbeit der 

Ortsbeiräte für ihren Stadtteil.

Die Erhöhung der Mittel für den Förderverein Heimatpflege Hochstädten für 

das Hochstädter Haus auf 6.000 Euro. Gut, dass wir hier gemeinsam an einem 

Strang ziehen und dieses starke Engagement unterstützen. 

Sehr positiv sehen wir die Lösung für zwei Kindertagesstätten in Fehlheim 

und Schwanheim statt der geplanten Groß-KITA im regionalen Grünzug. Dazu 

hat unsere Magistratsspitze nichts beigetragen. Wir sind allen Fraktionen für 

die gemeinsame Antragstellung und für die Korrektur dankbar. Und großen 

Dank an die beiden Ortsbeiräte von Fehlheim und Schwanheim ! 

Sehr positiv sehen wir die Entscheidung von Bürgermeisterin Christine Klein 

und vom Vorstandsvorsitzenden Johannes Schulz zur Sanierung der Sparkasse 

statt Neubau. 

Meine Damen und Herren,

sie hören wir malen nicht nur schwarz !

Wir kommen zu den negativen Punkten:

Sehr negativ sehen wir den Versuch der Einführung einer neuen 

Führungsebene nach Weggang von Stadtrat Oyan im Stellenplan der Beamte 

durch die Bürgermeisterin und die 1. Stadträtin. Dieser Versuch wurde zum 

Glück mit großer Mehrheit im HFA abgewendet. Dem Änderungs-Antrag der 

Koalition zum Stellenplan stimmen wir zu.

Sehr negativ sehen wir das sogenannte Haushaltskonsolidierungskonzept des 

Magistrats. Dort stehen nur die Steuererhöhungen drin. Ein sehr schwaches 

Bild, das hier abgegeben wird. Die Grundsteuer B soll von schon extrem 

hohen 620 Punkten ab 2024 auf 760 Punkte angehoben werden. Die 

Gewerbesteuer soll ab dem Jahr 2024 auf 395 Punkte steigen. Damit würde 

Bensheim mit an der Spitze der Steuersätze im Kreis Bergstraße stehen. Zum 

gestern eingereichten Ä-Antrag der Koalition komme ich später. 

Die Spitzenreiter Lautertal und Lindenfels sanieren erzwungener Maßen 

erfolgreich ihre Haushalte und senken ihre Steuern. 

Da nützt es nichts, Frau Bürgermeistein Klein, dass Sie aktuell eine 

Arbeitsgruppe ins Leben gerufen haben. Diese Arbeitsgruppe hätte 

spätestens mit dem Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine arbeiten 

müssen. Dafür hätten Sie sorgen müssen. Und dann würden wir hier über ein 

Haushaltskonsolidierungskonzept sprechen, dass diesen Namen verdient.

Aus diesem Grund hat die BfB-Fraktion mehrere Änderungs-Anträge, die 

tatsächlich etwas mit Konsolidierung zu tun haben, eingereicht: Verkauf der 

Gebäude Alte Gerberei, Rodensteinstraße 8 und den Stadtkeller, weiterhin 

Nachtabschaltung bei bestimmten Straßen um Strom zu sparen, 

Kostenübernahme Weinlagenwanderung durch den Weinbauverband,  

Stellenbesetzungssperre und mehrere weitere Punkte. Wir können die 

Erhöhung der Steuern gemeinsam verhindern.

Negativ sehen wir die Reduzierung der Koalition im Bereich der 

Förderungsmaßnahmen im Klimaschutz und ich füge hinzu auch im Bereich 

der Biodiversität, die für uns einen wichtigen Stellenwert hat.

Die KOA wird sich mit ihrer Kürzung im Fördertopf auf 100.000 Euro 

durchsetzen. Auch das BfB-Thema Förderung von Begrünungsmaßnahmen 

und Entsiegelung wurde abgelehnt. Für uns ein wichtiger Teil. Das Thema 

Klimaanpassungsmaßnahmen verschwindet ganz aus dem Blickfeld. 

Natürlich unterstützen wir die Bereitstellung von 150.000 Euro für 

Fotovoltaik-Anlagen auf städtischen Gebäuden – ein Ansatz, den wir ebenfalls 

verfolgen. Insgesamt sehen wir hier aber eine Kürzung – wir hätten hier eine 

Schippe draufgelegt anstatt zu kürzen.

Ein deutlich negatives Signal sehen wir in der Kündigung von Nextbike – das 

ergibt zum jetzigen Zeitpunkt keinen Sinn. 

Sehr negativ sehen wir auch, dass die Koalition auf 120.587,10 Euro 

Infrastrukturkostenbeitrag bei der Bebauung der Dammstraße verzichtet. Der 

Investor wird dadurch gefördert – wir als Steuerzahler zahlen den Betrag. 

Natürlich werden dort Kinder wohnen, niemand kann das kontrollieren und 

verhindern. Frau Rauber-Jung, auch das geht auf ihr Konto.

Und an der Lauter, am Kleinkinderspielplatz ist der gefährliche Zugang seit 

Monaten abgesperrt. Das Projekt hat uns mehrere Hunderttausend Euro 

gekostet, einschließlich dem Beleuchtungskonzept, das jetzt natürlich auch 

nicht zum Tragen kommen kann und darf. Durch solche Entscheidungen 

Entstehen u.a. die defizitären Beträge in unserem Haushalt.

Meine Damen und Herren,

was hat den der Bensheimer Weg erreicht um diesen mit 20.000 Euro 

zu evaluieren. Da schaun wir mal etwas genauer hin.

Ziel war es, Zitat aus der Vorlage vom 15.7.2021:

„Grundgedanke des „Bensheimer Wegs“ ist, durch einen 

regelmäßigen Austausch zwischen relevanten und engagierten 

Akteur/innen der Stadtgesellschaft in Zukunft mehr Agilität in 

Entscheidungsprozesse hineinzubringen und dadurch in kürzerer 

Zeit und mit weniger Reibungsverluste zu tragfähigen Ergebnissen 

zu kommen.“ Zitat Ende. Das muß man nicht kommentieren, die 

Realität sieht ganz anders aus: Kommunikationsgau, 

Gesprächsverweigerung, Stillstand, Versagen auf der ganzen Linie. 

Da wurde dann ein Steuerungsteam gebildet, eine Projektleitung, 

ein Reflexionsteam und das Empfehlungsteam – mein Gott, da wird einem ja 

schwindlig ! – und natürlich fehlte nicht die externe Moderation. Was dieser 

Prozess der Stadt Bensheim gekostet hat und mit welchem Ergebnis ?! 

Fakt ist, es folgte ein Kommunikationsgau nach dem anderen. Die 

Bürgerinitiative Bensheimer Marktplatz besser beleben stieg 

frühzeitig aus. Die BI wurde nicht mit ihrem Stellenwert in diesem 

Prozess behandelt. Das hessische Innenministerium hatte davor 

gewarnt Änderungen nur im Einvernehmen mit der BI zu 

beschließen. Das interessierte aber die Magistratsspitze mal wieder 

nicht. Und so holte man sich eine blutige Nase nach der anderen: 

bei der Verlängerung zum sammeln der Unterschriften wegen 

Corona-Einschränkungen und beim Werkstattverfahren. Und jetzt erneuter 

Stillstand. 

Und nun hat auch das Bürgernetzwerk gedroht die Zusammenarbeit 

aufzukündigen. 

Wir fassen zusammen: 

Ein Scheitern nach dem anderen. Die BI mußte des Öfteren Gerichte 

und das Innenministerium anrufen und bekam immer Recht. 

Warum erkennen Frau Rauber-Jung und Frau Klein nicht ab einem 

gewissen Zeitpunkt, dass Sie umsteuern müssen ???

Was hat uns das als Steuerzahler gekostet ? Die Verwaltung und das 

Ehrenamt beschäftigt mit hehren Zielen an die sich die 

Magistratsspitze nicht gehalten hat. Und dann wird dieses 

Verfahren noch benutzt, dass die Verwaltung aus Zeitgründen sich 

nicht um den beschlossenen Verkauf des Hoffart-Gelände kümmern 

kann. Das ist der Bensheimer Weg. Dafür wollen sie ernsthaft weitere 20.000 

Euro ausgeben ? Frau Rauber-Jung und Frau Klein, Sie persönlich haben beide 

den Stillstand am Marktplatz zu verantworten. 

Meine Damen und Herren,

die offenen Baustellen nehmen zu:

ich nenne nur mal: Marktplatz, Neumarkt, Tiefgarage Beauner Platz, Kaufhaus 

Krämer, Haushaltskonsolidierung, MEGB.

Zur MEGB noch ein Exkurs. Das wir die MEGB nicht auflösen ist für uns als 

BfB-Fraktion klar, nachdem feststeht, dass wir die Liquidität der MEGB nur 

mit hohen steuerlichen Abzügen auf die Stadt übertragen können. Das 

bedeutet, wir müssen die MEGB weiter führen, aber wie ?

Das Kaufhaus Krämer wird saniert. Da kommt ein Betrag in der Höhe des 

Bürgerhauses auf uns zu, plus X. Wenn es zu einer Bebauung des 

Marktplatzes kommt als Nachfolge für das abgerissenen Haus am Markt dann 

bedeutet das ebenfalls ein zweistelliger Millionen-Betrag. Und wenn dann 

noch die beschlossene Prüfung zum Thema Neubau von Sozialwohnungen als 

Thema bei der MEGB hinzukommt, dann fragen wir schon mal: wann muß die 

MEGB zum zweiten Mal finanziell durch die Stadt gerettet werden.

Meine Damen und Herren,

die Änderungs-Anträge der BfB liegen Ihnen vor. Wenn die Änderungs-

Anträge zur Haushaltskonsolidierung durchgehen, dann tragen wir diesen 

Haushalt mit. Wenn die Koalition bei der Steuererhöhung 2025 bleibt dann 

sind wir nicht dabei. Wir erinnern in diesem Zusammenhang an den 

Koalitionsvertrag von CDU, SPD und FDP, Zitat: „Die Hebesätze, unter 

anderem die Gewerbesteuer, bleiben stabil. Soweit sich die Möglichkeit 

ergibt, soll die Grundsteuer gesenkt werden.“ Zitat Ende. Die Grundsteuer B 

wurde von Ihnen extrem in diesem Jahr erhöht und auch die Gewerbesteuer 

wurde erhöht.

Der nachgereichte Änderungs-Antrag der Koalition zur 

Haushaltskonsolidierung sehen wir bis auf 2 Punkte positiv. Die beiden 

Punkte sind die Anhebung der Hundesteuer, da sind wir bereits jetzt an der 

Spitze im Kreisgebiet. Und als zweites die Erhöhung der Grundsteuer B ab 

2025 – die können wir nicht mittragen. Wir sind überzeugt, dass es mit der 

Annahme der Änderungs-Anträge der BfB-Fraktion und der Koalition nicht zur 

Anhebung kommen muß. Wir können heute auch noch aufnehmen: Verkauf 

des Anteils der Guntrum-Tiefgarage und weiteres. Wir sind dazu bis zur 

Abstimmung bereit. 

Die Koalition hat einige wichtige Punkte erreicht – das wollen wir nicht unter 

den Tisch fallen lassen: Verschiebung der Anhebung der Grundsteuer B auf 

2025, Streichung der Anhebung der Gewerbesteuer, keine Steueranhebung 

ab 2026 – alles Aufgaben des Magistrats. 

Wir müssen den Automatismus der Steuererhöhungen durchbrechen. Das 

sind wir unseren Auftraggeberinnen und Auftraggebern schuldig. 

Und abschließend: wir erwarten Gewerbesteuern in Höhe von 52 Mio Euro, 

nur zweimal gab es mehr Gewerbesteuer. Ich bedanke mich für ihre 

Aufmerksamkeit. 

Frau Stadtverordnetenvorsteherin,

wir bitten um Einzelabstimmung der Änderungs-Anträge, bei dem Ä-Antrag 

der Koalition zum Stellenplan können wir zustimmen. Der muß aus unserer 

Sicht nicht einzeln abgestimmt werden. Zum Ä-Antrag der Koalition zum 

Haushaltskonsolidierungskonzept haben wir unsere zwei Änderungs-Anträge 

eingereicht.

STVV 15.12.22 „Kita Berliner Ring“, Dr. Vogt-Saggau

Redebeitrag zur STVV am 15.12.2022

„Kita Berliner Ring “

Frau Stadtverordnetenvorsteherin,

meine Damen und Herren, sehr geehrte Gäste

alle Fraktionen im Stadtparlament haben heute gemeinsam einen Antrag eingereicht, um einen Beschluss der STVV zur Kita Berliner Ring vom März 2022 aufzuheben.

Was ist passiert?

Aus Sicherheitsgründen sollte der Zugang zur Kita nur vom Berthold-Brecht Ring möglich sein – nicht vom Berliner Ring.

Was theoretisch sicherlich gut gemeint war, funktioniert leider in der Praxis überhaupt nicht.

Ganz im Gegenteil – das Sicherheitsrisiko hat sich erhöht, wie uns die Elternvertreter bei einem Vor-Ort-Termin schilderten.

Wir korrigieren heute gemeinsam eine Fehlentscheidung der STVV. Die Zugänge vom Berliner Ring zur Kita werden geöffnet und die gefährliche Situation für Eltern und Kinder durch einfahrende und rangierende Autos auf dem Parkplatz-Berthold-Brecht-Ring wird entschärft.

Unser Respekt und Dank gilt an dieser Stelle den Elternvertretern, die diese Gefahr erkannt und kommuniziert haben. Es ist ihr Erfolg heute Abend!

STVV 15.12.22 „Prüfauftrag zu Tempo 30 von Hochstraße bis Ritterplatz und vom Ritterplatz bis Wormser Straße“, Dr. Vogt-Saggau

Frau Stadtverordnetenvorsteherin,                                  

meine Damen und Herren, sehr geehrte Gäste

Bensheim wächst kontinuierlich und mit mehr Menschen erhöht sich auch das Verkehrsaufkommen in der Stadt. Diese beiden Parameter sind nicht zu trennen.

Und mehr Autos bringen mehr Lärm!

Die BfB unterstützt Tempo 30 im Stadtgebiet – da wo es möglich und sinnvoll ist.

Denn auch das Thema Tempo 30 in Städten und Gemeinden wird kontrovers diskutiert.  Hier treffen unterschiedliche Interessen aufeinander:

  • zum einen die Verbesserung der Verkehrssicherheit und der Lebensqualität. Der wahrgenommene Lärm halbiert sich bei Reduzierung auf 30 km/h.
  • zum anderen soll die Mobilität der Bevölkerung und vor allem auch der Wirtschaft nicht behindert werden.

In Wohngebieten und sozialen Einrichtungen haben sich die Tempo 30 Zonen und Bereiche bewährt.

Wie ist diesbezüglich die Verkehrssituation rund um den Ritterplatz zu bewerten?

Ist es tagsüber noch möglich diesen Bereich mit 50 Km/h zu durchfahren? Die Straßen sind eng, man achtet auf die vielen Fahrrad – und Rollerfahrer, ständig Ampeln und Fußgängerüberwege – das alles zwingt tagsüber automatisch zum Langsamfahren.

Durch den Ritterplatz läuft eine Hauptverkehrsader in Bensheim. Wer hier wohnt, weiß, dass die Lebensqualität nicht vergleichbar sein kann mit einer Wohngegend abseits der Hauptstraßen. Aus diesem Grund lehnen wir den Antrag der Grünen ab. Wir stimmen dem Änderungsantrag der Koalition zu, eine Prüfung auf Tempo 30 in den Nachtstunden zwischen 22 Uhr und 6 Uhr morgens in Auftrag zu geben.

Letzte BfB-Sitzung in diesem Jahr: Verwendung der Grubenzinseinnahmen aus der Erlache die Situation der Kaufleute in der Innenstadt

Bensheim. Zu ihrer letzten Sitzung in diesem Jahr trifft sich die BfB-Fraktion per Video-Konferenz am Dienstag, den 20. Dezember 2022 um 18.00 Uhr.

Die Situation der Bensheimer Kaufleute in der Innenstadt wird eines der beiden Schwerpunktthemen an diesem Abend in der BfB-Fraktion sein.

Der zweite Schwerpunkt an diesem Abend ist die Verwendung der Grubenzinseinnahmen aus der Erlache. Der Erstbeschluss aus dem Jahr 1985 lautete, dass die Erlöse aus der Kiesförderung in der Erlache für Naturschutzwecke im Gebiet der Erlache zu verwenden sind. Dieser Beschluss wurde damals ergänzt und erweitert um die Erlöse auch im weiteren Sinne für Maßnahmen mit Naherholungscharakter sowie für Pflegemaßnahmen zu nutzen und die Mittel nicht nur auf den Bereich der Erlache zu begrenzen. Diese Anfangsbeschlüsse waren alle in unserem Sinne; betont BfB-Stadtverordnete Dr. Ulrike Vogt-Saggau.

Mittlerweise werden aus dem Topf der Grubenzinseinnahmen ein ganzes Sammelsurium von Maßnahmen gefördert, die teilweise mit dem Ursprungsgedanken der Förderung des Naturschutzes nichts mehr zu tun haben, stellt BfB-Stadtverordneter Norbert Koller fest. Die BfB-Fraktion wird die neue Vorgehensweise für die Verwendung der Grubenzinseinnahmen in ihrer Video-Konferenz kritisch hinterfragen. 

Ab dem 21. Dezember bis zum 9. Januar macht die BfB-Fraktion Weihnachtspause. Am Dienstag, den 10. Januar 2023 sprechen wir über das Thema einer Grünachse im Bereich der beiden ehemals geplanten Turnhallen, informiert BfB-Stadtverordneter Franz Apfel abschließend.